Können die Steuerfüchse unter euch mir bei einigen spannenden Detailfragen zur Steuererklärung weiterhelfen, z. B. Umzug, nebenberufl. Studium und Pauschalen?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

1. Spenden sind Spenden. Wenn Du Kirchensteuerzahler bist, lohnen sich auch 10,- Euro Spende.

2. Kfz Haftplicht und Zahnzusatz ja, Kasko nein. Vermutlich reichen aber schon die Sozialversicherungsbeiträge zur Ausnutzung der Beträge.

3. Nein. Nur wenn Abgeltungssteuer abgezogen wurde, kannst Du "Günstigerprüfung" ankreuzen.

4. DEn Besitz kann man nciht angeben. Nur Kauf/Verkauf und Zinsen

5. Es gibt keine Anrechnung für Abstandzahlungen. Das fällt in die Pauschale.

6. Der Kauf von Möbeln ist nicht Steuerbegünstigt.

7. ja.

8. Man kann immer nur in dem Jahr abziehen, in das es fällt Ausgaben 2011 nur in 2011. Abschreibungen natürlich anteilig in den betroffenen Jahren.

9. Die Nachzahlung hast Du ja erst im Folgejahr. Du kannst keine Kosten ansetzen, die erst im nächsten Jahr kommen.

10. Was machst Du denn mit dem Notebook seit dem das Studium beendet ist? nur noch private Nutzung? dann kein Abzug mehr.

11. Nachforderung vom Arbeitgeber.

12. Ja 

13. ja. Die 1.000,- Euro sind der Arbeitnehmerpauschbetrag. Nur wenn die Werbungskosten (nicht Werbekosten, das ist was anderes) 1.000,- Euro übersteigen, wirken sie sich aus.

14. Einschl. Möbel.

15. 1/3-1/2

16. Werbungskosten udn Sonderausgaben haben nichts miteinander zu tun. Die Sonderausgabenpauschale ist 36,- Euro.

17. Genau. unter 1.000,- Euro bringt nichts.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

zu 1. Es lohnt sich jede Spende anzugeben, wenn du eine offizielle Spendenbescheinigung hast. Auch die 10 Euro mindern deine Steuerschuld - du bekommst soviel wieder, wie du prozentual Lohnsteuer zahlst. Vorausgesetzt du bist über dem Freibetrag.

zu 2. Du kannst die KFZ-Haftpflichtversicherung angeben. Das machst du in der Spalte, wo man alle Versicherungen in einer Summe angibt. Liste die einzeln in einer Anlage auf. Bist du über den Gesamtfreibetrag wird das nicht mehr berücksichtigt. Aber angeben würde ich es erstmal.

zu 3. Du musst deine Zinserträge überhaupt nicht angeben. Dafür hast du deiner Bank / deinen Banken einen Freistellungstellungsauftrag erteilt - der darf insgesamt 801 Euro nicht überschreiten. Wenn bei einer Bank der Freistellungauftrag für Zinsen überschritten ist, führen die selbständig alle Zinsen über dem freigestellten Betrag ab. darüber bekommst du dann eine Mitteilung. Wenn du die 801 Euro insgesamt (das musst du dann belegen) nicht erreicht hast - bekommst du die Zinsen wieder bis zu dem Betrag halt. Also sollte man die Freistellungaufträge im Blick behalten....,. obwohl heute bekommt man ja kaum mehr Zinsen.

zu 4. Kann ich nicht beantworten.

zu 5. Ohne Rechnungen kannst du nichts absetzen.

zu 6. Nein.

zu 7. Ohne Nachweise kannst du nichts absetzen. Man kann sich ja sonst was ausdenken.

zu 8. Geringwertige Wirtschaftsgüter kann man im Jahr der Anschaffung absetzen zu 100%. Das sind Ausgaben bis 410 Euro. Wenn du die Rechnung also aus dem Jahr 2011 hast, dann kannst du es nicht mehr für die Büro in den Folgejahren absetzen. Das jedenfalls ist mein Wissensstand. Und den Rest deiner Fragen kann ich nicht beantworten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

1. Wenn man über 36,-- € kommt (inklusive Kirchensteuer und eventuell Kinderbetreuungskosten sowie Ausbildungskosten) lohnt sich jeder Euro.

2. Der Höchstbetrag beträgt 1.900,-- €. Wenn man also Mit Kranken- und Pflegeversicherung (bei privaten Basisabsicherung) nochnicht drüber kommt, kann es sich lohnen, weitere Versicherungen anzugeben.

3. Solange nicht mehr als 801,-- Sparerfreibetrag beantragt wurde, ist die Angabe von Kapitalerträgen freiwillig. Allerdings müssen dann alle Erträge angegeben werden.

4. Dafür ist die Bank zuständig.

5. Nein, gibt es nicht. Entweder die Pauschale für Umzüge oder die tatsächlichen Kosten.

6. Siehe 5, entweder die tatsächlichen Kosten oder die Pauschale.

7. Lohnt ja nur, wenn die tatsächlichen Kosten höher sind. Dann ja, allerdings mit Nachweisen, wenn möglich. Ansonsten kann sich das FA quer stellen.

8. Wenn überhuapt möglich, haben Gegenstände eine Abschreibungsdauer. Wenn also meinetwegen 10 Jahre abgeschrieben wird, sind es 120 Monate ab Monat des Kaufbelegs, daher kann man die Möbel auch noch anteilig abschreiben. Sollten es GWG sein, Pech gehabt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vielen Dank für die ernst gemeinten Antworten! Die anderen Antworten finde ich doch etwas harsch... Natürlich weiß ich um Steuerberater etc., doch möchte ich die Erklärung selbst machen und damit es mir in Zukunft entsprechend leichter fällt, trotz meiner speziellen Fälle das selbst zu machen. Ich habe aktuell leider nicht das Geld für eine professionelle Beratung und daher meine Bitte nach Rat im Internet. Ich freue mich sehr über Hilfe! Unverschämt ist schlicht, Unterstellungen zu machen, ohne nähere Hintergründe zu kennen... Und das sind eben die Punkte, die mir, trotz stundenlanger Recherche und Einlesen übrigens, noch offen geblieben sind. Die Fragen habe ich gemeinsam gestellt, damit sie im Kontext verstanden werden können, da sie zum Großteil zusammengehören und sind sicherlich für den ein oder anderen User, der darüber stolpert, auch nützlich...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wurzlsepp668
26.10.2015, 10:09

ich finde es Unverschämt, 17 (!!) Punkte in einer Frage anzuführen und an die Steuerexperten zu appellieren. Ich verdiene mein Geld damit, Steuererklärungen anzufertigen. die Beantwortung der Fragen (ich habe diese mir kurz durchgelesen) würden mit entsprechender Formulierung ca. 1 - 1,5 Stunden Zeit in Anspruch nehmen. Somit wäre es ein "Verlust" mit ca. 120 € (zuzüglich Märchensteuer), diese Fragen zu beantworten.

und wenn Du kein Geld für die Erklärungen hast, kann es durchaus sein, dass Du trotzdem Geld verschenkst

1

9) Wie berechne ich für die Zeit des Studiums anteilig die Nebenkosten und den Strom für das Büro? Einfach nur anteilig von dem qm² der Gesamtwohnung? Und darf ich die jährliche Nebenkosten-Nachzahlung auch schon anteilig miteinkalkulieren? 


10) Für das Studium habe ich im Januar 2015 ein neues Notebook angeschafft, im März oder Mitte 2016 endet jedoch das Studium. Das Notebook liegt mit 600 € vom Wert über dem von GWG. Kann ich es über 3 Jahre Nutzungsgebühr abschreiben, auch wenn das Studium da schon vorbei ist oder kann und sollte ich eine Privatnutzung so einkalkulieren, dass der Restwert unter dem von GWG liegt und es somit komplett für 2015 anrechnen?


11) Ist nun seit 2011 die elektronische Lohnsteuerbescheinigung automatisch hinterlegt oder muss ich noch irgendetwas angeben? (von dem Ausdruck der el. Lohnsteuerbescheinigung?!) Wenn ich einen Ausdruck nicht mehr finde, wo kann ich einen vergangenen anfordern?


12) Wie sieht es aus mit Bewerbungsgesprächen in der Firma, in der man schon arbeitet? Kann man dafür auch km absetzen? (interne Bewerbungen)


13) Zählen die Kontoführungsgebühren (16 €) und die Pauschale für Arbeitsmittel (110 €) zur Pauschale von 1000 € bei Werbungskosten dazu oder können diese zusätzlich angegeben werden? Ich frage für die Jahre, in denen ich keine Möbel absetzen werde, da dies natürlich die Pauschale übersteigt… Und gilt die Pauschale für Arbeitsmittel auch für das Büro oder nur Gegenstände?


14) Gilt die Grenze für 1250 € im Jahr für das Arbeitszimmer auch inklusive der Möbel oder rein Arbeitszimmer-Miete mit Nebenkosten?


15) Wie viel kann ich anteilig für das nebenberufliche Studium absetzen von Mobil- und Telefon+Internetgebühren?


16) Gibt man die Pauschale für Sonderausgaben von 108 € zusätzlich zu den Werbungskosten an?


17) Wie ist es gemeint, dass der Fiskus die Pauschale von 1000 € für Werbekosten automatisch verrechnet? Heißt das, wenn man in der Steuererklärung nur Werbekosten von 1000 € zu melden hätte, müsste man gar keine abgeben, da dies schon in der Steuerabgabe vom Gehalt automatisch berücksichtig wird?


Vielen Dank für die Antworten und viele Grüße! Falls nicht alles bekannt ist, gerne auch Einzelfragen beantworten. Alles, was weiterhilft, ist mir hier Gold wert…

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Helmuthk
25.10.2015, 22:46

Es gibt eine Stelle, die Dir alle Deine 17 Fragen beantworten kann: ein Steuerberater oder ein Lohnsteuer- Hilfeverein.

Diese Berufsgruppen leben davon, ihr Wissen weiter zu geben, und verlangen dafür natürlich auch Gebühren.

Und hier im Netz zu erwarten, dass eine derart umfangreiche Liste von "Steuerfüchsen" kostenlos beantwortet wird, ist - Entschuldigung - unverschämt.

2
Kommentar von sponti68
25.10.2015, 23:03

17 Fragen. eigentlich ja sogar wesentlich mehr. Gute Frage.net sagt aber nur eine Frage in einem Posting. Wenn du dir nicht mal die Arbeit machen willst jeweils selbständige Fragen zu stellen und offensichtlich auch nicht erst mal im Internet selbst recherchieren willst, warum sollte dich hier jemand bei deiner eigenen Faulheit unterstützen?

2

Was möchtest Du wissen?