Können die Jungs von NASA den strahlenden Atommüll einfach in die Sonne schießen statt unter die Erde entledigen ☢?

...komplette Frage anzeigen Die Abfall Rakete richtung Sooonnneee - (Physik, Chemie, Sonne)

21 Antworten

Das würde pro Tonne mindestens 2 Millionen Euro kosten.

Weltweit gibt es 300.000 Tonnen Atommüll, würde also in der Summe 600 Milliarden Euro kosten. Wer bezahlt das?

Wer bezahlt das?

Und vor allem: Wer bezahlt die Versicherung für die Trägerstarts?

4
@Roderic

Genau, denn ein gewisser Prozentsatz an Raketenstarts geht immer daneben.

4
@Roderic

Wenn bei 1/2 Millionen Raketenstarts 1 % schiefgehen, dann sind mir die Versicherungen reichlich schnurzegal ! 

1
@nax11

Wenn bei 1/2 Millionen Raketenstarts 1 % schiefgehen, dann sind mir die Versicherungen reichlich schnurzegal ! 

Auch der Atommüll, der dann in der Erdatmosphäre verteilt würde? Nehmen wir einmal an, dass 1% dieser 300000 Tonnen Atommüll nicht in den Erdorbit und damit potentiell in Richtung Sonne geschossen werden können, sondern bei einem Raketenstart direkt in der Erdatmosphäre verteilt werden, dann sind das immerhin 3000 Tonnen radioaktiver Partikel in der Luft, die sich über kurz oder lang global in der Erdatmosphäre verteilen würden. Dann hätten wir echt die Ar...karte gezogen.

2
@JTKirk2000

Was an meinem Satz hast du nicht verstanden, JTKirk2000 ?

1
@nax11

Oh ich habe den Satz verstanden, aber Du offenbar meinen Kommentar dazu nicht. Ich habe mit meiner Eingangsfrage gemeint, ob Dir bei der prozentualen Anzahl schiefgehender Raketenstarts auch die anteilige Menge an Atommüll in der Atmosphäre (also etwa 3000 Tonnen Atommüll) egal wären.

2
@JTKirk2000

Natürlich ist mir das klar und deshalb ist es mir auch herzlich egal ob irgendeine Versicherung in die Pleite schliddert - zumal ich ohnehin nicht glaube, daß jemand so bekloppt ist Atommüll-Starts zu versichern.

2

Dir ist wohl nicht klar, wie teuer so etwas wäre. Wir reden hier von einer Summe von über einer halben Billion Dollar! Im Vergleich: Das Bruttoinlandsprodukt der USA lag letztes Jahr bei schlappen 18.5 Milliarden Dollar.

Von den Gefahren einer Explosion beim Start oder der unweigerlich folgenden Strahlenbelastung der Erdatmosphäre mal ganz abgesehen.

Warum in die Ferne, wo die Lösung doch so nah ist?

In Oklo, Gabun gibt es 14 natürliche Atomreaktoren, die einmal vor 2 Mrd. Jahren anfingen zu zünden und Energie zu liefern, Nach 500'000 Jahren, also vor 1,5 Mrd. Jahren sind sie erloschen. 

Dorthin könnte man gegen Entgelt den strahlenden Abfall verbuddeln. Damit wäre den Afrikaner geholfen aber auch den Industrienationen.

Ja könnten sie, aber jetzt wäre das´, wie schon oft gesagt, zu teuer und energetisch unsinnvoll. Wenn man allerdings wiederverwendbare Raketen hat und ein unbemanntes Mutterraumschiff, welches in einem unendlichen flyby um Erde und Sonne fliegt, könnte das sowohl Energetisch als auch Finanziell lohnenswert sein. Man würde modifizierte Kastoren als Sonde nehmen, auf die Rakete schnallen, an das Raumschiff andocken, zur Sonne fliegen und darein schießen. Die Rakete landet nach dem Start wieder und das Raumschiff fliegt zur Erde zurück. Durch die modifizierten Kastoren würde es auch nicht schlimm sein, wenn die Rakete hochgeht und wenn er im Weltall durch Mikrometeoriten doch schrott gehen sollte, fliegt er einfach in die Sonne hinein. Die Menge an Treibstoff wäre a) kein Problem, zu finanzieren und b) ist es nicht schlimm Wasser zu in großen Mengen zu elektrolysieren, da es danach ja wieder zu Wasser wird und wieder kondensiert. 

Aber die für die wiederverwendbaren Raketen und das Mutterraumschiff benötigte Technologie wird derzeit noch erprobt(siehe SpaceX)

Abgesehen von den hohen Kosten, die ein Raumflug verursacht, besteht die Gefahr, dass das "Transportgerät" außer Kontrolle gerät und beim Start unplanmäßig gesprengt werden muß. Es gab zwar nur wenige Todesfälle unter Astronauten, aber sie passierten! Ein gesprengter Raumtransporter würde seinen Atommüll weit in der Erdatmosphäre verteilen.

Neben den Kosten wäre es auch energetisch betrachtet weniger "lohnend". Es kostet sehr viel Treibstoff, also Energie, um eine Rakete abzuschießen, je schwerer diese ist, desto mehr logischer Weise. Der Sinn von Atomkraftwerken, welche den Atommüll nun einmal als Nebenprodukt übrig lassen. Wenn wir nun die Energie die wir gewinnen verwenden den Müll zur Sonne zu schießen, dann könnten wir auch einfach auf die Atomkraft verzichten.

Die Energie-Gewinne wären dann einfach zu gering. Energie die wir zu unserer Verwendung gewinnen, wäre quasi die Differenz aus dem was die Atomkraft bzw. die Kernspaltung liefert und der Menge an Energie, welche wir benötigen diese zur Sonne zu schießen. Ich kann dir keine genauen Zahlen nennen, aber der Überschuss wäre einfach wesentlich geringer.

Von den bereits genannten Problemen stimme ich jedem zu. Zusätzlich dazu: Keiner möchte ein Element einfach so sinnlos wegschießen. Vielleicht können wir es mal wiederaufarbeiten. Wäre schade um den "Müll"...

Diverse Probleme: Kosten für Richtung Sonne deutlich über 30.000$/kg niedriger Erd Orbit kostet viel weniger.

Bei 300.000.000kg= 9.000.000.000.000$ In Worten 9 Trilliarden $. 

Bei einer Nutzlast von nur einigen Tonnen in Richtung Sonne ergibt das mehrere tausend Flüge. Und wenn nur einer schief geht verteilt sich der ganze Kram auf der Erde. Ergo richtig beschissene Idee!

Also doch nicht die Lösung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Transmutation

Das wäre ein besserer Wert.

Der Weltraumvertrag verbietet die "Verschiffung" von großen Mengen radioaktiven Materials in den Orbit.

Erstens: Was ist wenn die Rakete beim Start explodiert?
Zweitens: Wer bezahlt so etwas das müssen Unsummen sein wie jemand auch schon vor mir berichtet hat!
Drittens: Wegen der Explosionsgefahr würde doch jedes Land nicht wollen dass das bei ihnen stattfindet!

Ansonsten keine schlechte Idee! Aber deswegen glaube ich dass die hohen Leute der Erde dies schon in Betracht gezogen haben und auf genau die gleichen Bedenken wie wir gestoßen sind😬

1
@MaxiSuoer

Millionen Tonnen in den Orbit zu liften ist tatsächlich keine neue Idee - z.B. gab's auch eine Studie einfach eine Struktur an L1-Lagrangepunkt aufzuhängen, um die Erde abzuschatten - in allen diesen Fällen sind nun mal auch Millionen Starts erforderlich und bei der Menge wird das zu einem echten Umweltproblem.

1

Mal abgesehen von Kosten und Explosionsgefahr wäre es extrem schwierig die Sonne zu treffen. Eine Rakete welche die Erdumlaufbahn verlässt hat ja erst einmal mehr oder wenige dieselbe Umlaufbahn wie die Erde, also eine hohe Geschwindigkeit relativ zur Sonne. Man müsste die Rakete also stark abbremsen so dass sie am Ende in die Sonne mehr oder weniger fällt. Es gibt momentan keine Antriebe die etwas können.

Das ist nicht schwierig. Schwierig ist es, eine Rakete in Sonnennähe so zu steuern, daß sie nicht selbige trifft. Deshalb gab es auch so wenige Expeditionen zum Merkur - man muß sich an den Planeten so "anschleichen", daß die Rakete bloß nicht der Schwerkraft der Sonne unterliegt.

1
@nax11

Ich denke du solltest etwas genauer recherchieren 

Man benötigt extrem viel Energie um die Sonne wirklich zu treffen. Und keinesfalls ist der Grund dass es wenige Expeditionen zu Merkur gibt dass alle Sachen in die Sonne stürzen.

3
@Galactos

Jede beliebige Masse bewirkt durch ihre Gravitation eine Anziehung anderer Massen und je schwerer die Masse, desto stärker ist diese Kraft.

Wenn man den Impuls eines orbitalen Objektes (um was auch immer) verringert, dann fällt dieses Objekt auf einen tieferen Orbit, auf dem es aber eine höhere und nicht geringere Geschwindigkeit benötigt, um nicht abzustürzen.

Im Falle, daß ein Objekt das Schwerefeld eines anderen Objektes verlassen will muß es lediglich dessen Fluchtgeschwindigkeit überwinden. Relativ zur Bahn der Erde muß ein solches Objekt um 11.2 km/s schneller oder langsamer werden. Für besagtes Objekt ist das in beiden Fällen eine positive Beschleunigung.

Wegen der großen Entfernung zur Sonne wird eine Rakete, die sich aus dem Erdorbit "ausbremst" (oder beschleunigt) durch die Sonne zusätzlich beschleunigt. Mit einem geeigneten Impuls wird das zu einer langgestreckten, stabilen Ellipse. Mit einem anderen Vektor kann so eine Rakete aber auch direkt auf die Sonne gerichtet, oder in eine sich stetig verringernde Spiralbahn gesteuert werden. Man kann auch ein Swing-By um Venus oder Merkur oder auch den Mond nutzen und zwar nicht nur zur Beschleunigung, sondern auch zur Abbremsung.

Für die Eingangsfrage ist es aber ohnehin egal, ob gefährlicher Müll die Sonne direkt trifft, auf einer vielfachen Spiralbahn in diese stürzt, oder ob es auf einem stabilen, sonnennahen Orbit verbleibt.

2
@nax11

Wir bewegen uns allerdings mit über 100.000 km/h da wirst du einiges an Beschleunigung benötigen um das abzubremsen. Mit unseren heutigen Mitteln ist dies schlichtweg nicht möglich.

3
@Galactos

Zum Vergleich, die Voyager 2 Sonde hat inzwischen eine Geschwindigkeit von 57,890 km/h erreicht.

2
@MonkeyKing

Nach ca. 40 Jahren wohlgemerkt! Ich denke der Vergleich zeigt relativ deutlich wie Realitätsfremd die Vorstellung etwas in die Sonne "werden" ist

2

Am Ende geht für die Beseitigung des Mülls mehr Energie drauf als das Kraftwerk selber produziert. 300.000 Tonnen in den Orbit zu schießen ist nicht mal so eben gemacht.

Was soll der Unfug? Das wäre viel zu teuer und viel zu gefährlich. Tief unter der Erde in einem Salzstock ist der Müll für viele Millionen Jahre sicher.

Frage:"Wer soll denn das bezahlen"????

1 kg in die Erdumlaufbahn schiessen, kostet so schlappe 30000 Euro!

Multipliziert mit 100 tonnen=100000 kg ergibt Kosten von

3*10^9=3 Milliarden Euro

Dann kommen nochmals die Transportkosten von der Erdumlaufbahn zur Sonne,Kosten kenne ich nicht.

Unfallrisiko:"Was ist wenn 1 tonne radioaktiver Müll auf eine Großstadt stürzt?

Diese "Idee" kommt immer wieder auf, wenn ein unbedarfter Geist die erste Stufe zum Wissen anzustarren beginnt. Sicher können sie, das können sogar andere Jungs, aber wirtschaftlich ist das momentan NULL.

Was genau hindert dich daran, in google die Begriffe Müll und Sonne einzugeben?

Beispiel: http://www.drg-gss.org/typo3/html/index.php?id=113

Weil der Transport von Atommüll mit einer Rakete bis zur Sonne einfach viel, viel zuviel kostet.

Einer der Gründe dürfte sein, dass immerhin noch eine 6 % Chance eines fehlstartes besteht(Quelle: https://space.stackexchange.com/questions/8566/what-is-the-success-failure-ratio-of-space-bound-rockets).

Wenn nun die Rakete wenn sie schon ziemlich hoch ist z.B. explodiert verteil sich der Atommüll über die ganze / einen Großteil der Welt.

Nun ist die Frage ob man diese Risiko eingehen möchte obwohl es (noch) nicht nötig ist.

Außerdem dürfte es einfach nicht wirtschaftlich sein.

Okay gute idee aber gedenke, dass die Rakete einen fehlstart haben könnte und deshalb irgendwo abstürtzt und alles radioaktiv verstrahlt.

man kann es ja über nordkorea starten oder sowas , dann strahlt der dicke Kim noch mehr

0
@SelfieMutti2

Schon mal was von Tschernoble gehört. Wenn ein Atomreaktorblock schon soviel anrichten kann was kann dann solch eine große rakete anrichten? 

1

Hallo! Mal kurz das wurde schon diskutiert - es ist zu teuer.

Alles Gute.

Bevor die wegen dem Atommüll weinen, weine ich wegen deinen Rechtschreibfehlern.

Was möchtest Du wissen?