Können depressive Menschen Beziehungen haben?

7 Antworten

Hallo!

Das geht schon. Es kommt immer auch drauf an, wie tolerant der Partner ist bzw. ob er dazu bereit ist, für den anderen da zu sein bzw. ihn ohne Vorbehalte zu unterstützen/mit ihm durch dick und dünn zu gehen. Auch sollte man ein dickes Fell haben und resistent sein ggü. dem peinlichen Getuschel anderer, die es scheinbar immer besser wissen, es "nur gut meinen" und einen hintenrum trotzdem lächerlichmachen sobald man aus dem direkten Blickfeld entschwand ------> ist gerade auf dem Land, wo psychisch Erkrankte  oder Depressive mangels Fachwissen und fehlenden Backgroundinfos oft i.wie als eine Art "Geisteskranke" gelten & mit Spitzen Fingern angefasst werden leider immernoch gang und gebe.

Wenn er das ist & er weiß, auf was er sich einlässt, ist das sicherlich machbar.

Habe selbst eine solche Beziehung über Jahre hinweg miterlebt. Ein Freund von mir, mittlerweile leider bei einem Unfall verstorben, war depressiv, litt unter Verfolgungswahn je nach Tagesform & hatte in fremder Umgebung besondere Probleme. Er war aber ein lieber Mensch, nicht "anstrengend" in dem Sinn und in der Lage, selbstständig zu leben. Ich habe das jahrelang miterlebt und war über die Ehe die er führte absolut beeindruckt. Seine Frau kümmerte sich um ihn, war immer und in allen Anliegen für ihn da & gründete sogar eine Angehörigengruppe für die Angehörigen psychisch Kranker, mit der sie monatliche Foren abhielt & Anlaufstelle im Kreis wurde. Diese leitet sie immer noch.

Es bilden sich (gerade in jungen Jahren) schon viele solcher Beziehungen, weil man noch durch Liebe geblendet ist und die Krankheiten des anderen unterschätzt.

Allerdings halten davon die wenigsten, da der (gesunde) Partner früher oder später an seine Grenzen gerät und -bevor er selbst depressiv wird oder erst wenn- abspringt.

Oft spielt hier auch emotionale Erpressung eine Rolle. Meistens versucht der depressive Part den anderen damit bei sich zu halten (ich nehme mir das Leben,wenn Du gehst) und wenn der Partner dann doch geht, weil er einfach nicht mehr kann, ist das Drama natürlich groß, weil depressive Menschen ohnehin labil sind und dann tief fallen. Meistens sind diese Bezehungen auch von vielen Problemen, extremer Eifersucht, Stress, vielen Streitigkeiten und dem Ungleichgewicht geprägt. Einer ist das ewige Opfer -zumindest fühlt er sich so und hat diesen Eindruck- und verlangt  von dem Anderen ewig Migefühl und Rücksicht.

Letztendlich macht es keinen von beiden glücklich und kann auf Duer richtig schaden.

Depressionen und weiteren Psychosen? Soll das heißen, dass du glaubst, Depression sei eine Psychose? Wieso sollte man sich sowas nicht freiwillig 'antun', wobei das Wort auch schon sehr abfällig ist und alle betroffenen Leute fast schon massiv beleidigt, das ist zumindest meine Meinung. Man kann damit leben, genau wie bei anderen Krankheiten oder Störungen auch, egal ob körperlich oder psychisch.

Ich habe nie gesagt, das ich glaube, Depression ist eine Psychose. Außerdem habe ich niemanden angegriffen oder beleidigt, wenn du es so empfindest, ist das dein Problem. Vielleicht war die Wortwahl nicht passend, aber um meine Frage genau auszudrücken, hat sie gepasst.

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