Können das alles symtome einer Migräne sein?

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3 Antworten

Hallo angsthase15,

typisch für eine Migräneattacke ist:

  • Anfallsartiger - meistens einseitiger – Kopfschmerz (stechend oder pochend).
  • Übelkeit (manchmal mit Erbrechen), Appetitlosigkeit.
  • Licht-, Geräusch- oder Geruchsempfindlichkeit.
  • Der Schmerz verschlimmert sich bei Bewegung / körperlicher Anstrengung.
  • Dauer einer Migräneattacke: Wenige Stunden bis zu 3 Tagen.
  • Die ersten Migräneanfälle treten bei den Meisten erst ab der Pubertät auf.
  • „Normale“ Schmerzmittel wirken oft nicht ausreichend.

Es gibt verschiedene Arten von Migräne, deshalb müssen nicht alle genannten Symptome auch immer und bei Jedem genauso zutreffen.

Manche Migränepatienten habe auch zusätzlich eine Migräneaura:

  • Sehstörungen, Sprachstörungen, einseitige Taubheitsgefühle oder Schwindel.
  • Eine Migräneaura findet üblicherweise vor dem Migränekopfschmerz statt.
  • Dauer: zwischen 10 bis 60 Minuten.

Nur ein kleiner Teil der Menschen mit Migräne haben eine Aura – manche davon haben auch nur die Aura ohne nachfolgenden Kopfschmerz.

Es gibt viele Formen der Migräne. Eine Migräneform, bei der Schwindel das „Erkennungszeichen“ ist, das ist die vestibuläre Migräne – auch Schwindelmigräne genannt.

Die vestibuläre Migräne, auch Schwindelmigräne genannt, ist eine Sonderform der Migräne. Schwindel kann einmal im Rahmen einer Aura Vorbote eines Migräneanfalls sein. Typisch für die vestibuläre Migräne sind jedoch Drehschwindelanfälle, die ohne ersichtlichen Anlass plötzlich auftreten und in bestimmten Abständen immer wiederkehren. Auch Schwankschwindel und Gleichgewichtsprobleme sind möglich. Mit den Attacken können starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, Lärm- und Lichtempfindlichkeit, Tinnitus, Übelkeit und Erbrechen verbunden sein. Viele Betroffene haben vor Auftreten der Schwindelbeschwerden schon einmal unter Migräne gelitten. Diese zeigt sich dann, oft nach einer beschwerdefreien Zeit, mit Schwindelattacken in veränderter Form wieder. Manche erleben auch nur Schwindelanfälle, ganz ohne Kopfschmerzen.

Quelle: http://www.apotheken-umschau.de/Schwindel

„innere Unruhe, Muskel zucken, innerliches Zittern“ sind eigentlich keine Migränesymptome, aber sie können bei Migränepatienten auftreten, die (noch) nicht über ihre Krankheit und deren Symptome informiert sind und deshalb Angst vor den Symptomen haben. „innere Unruhe, Muskel zucken, innerliches Zittern“ sind typische Angstsymptome.

Mein Rat: Informiere dich gut über deine Krankheit Migräne, damit du keine Angst mehr davor haben musst. Die normalen Migränesymptome kann man aushalten, wenn man weiß, woher sie kommen und dass sie auch wieder vorübergehen. Die zusätzlichen Angstsymptome (Zittern, Unruhe, Muskelzucken) verschwinden dann.

Ich spreche aus Erfahrung, denn ich habe seit 40 Jahren Migräne.

LG Emelina

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Kommentar von Emelina
04.07.2016, 03:48

Es gibt spezielle Migräneschmerzmittel – Triptane (z. B. Sumatriptan) - die im Notfall zuverlässig gegen die Kopfschmerzen und die Begleitsymptome wie Übelkeit helfen. Die soll man aber erst nach der Aura einnehmen, da sie nicht gegen die Aura helfen und die Aura sogar verstärken können. Die Triptane, die am besten wirken, sind verschreibungspflichtig. Ein Neurologe ist bei Migräne der zuständige Facharzt.

Mir hilft bei meiner Migräne die Vorbeugung gut, indem ich die möglichen Migräneauslöser vermeide:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräne. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat Migräne auslösend. Sie sind in den meisten Fertigprodukten enthalten: Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, usw.

Menschen mit einer Veranlagung zu Migräne reagieren sehr sensibel auf Veränderungen, deshalb können bei ihnen ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf der Migräne vorbeugen. Man sollte auch einen geregelten Tagesrhythmus haben und vor allem die Mahlzeiten regelmäßig einnehmen (keine Mahlzeit auslassen). Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase in der Entspannungsphase auftritt. Die Vermeidung von Stress ist wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und leichter Ausdauersport können vorbeugend helfen.

Weitere (nicht immer vermeidbare) Auslöser der Migräne sind: Wetterumschwung, Hormonschwankungen (Menstruation oder eine Pille, die Östrogen enthält), grelles oder flackerndes Licht.

Der erste Weg sollte aber immer erst mal zum Neurologen sein - für die Diagnose und zur Verschreibung der speziellen Migräneschmerzmittel (Triptane).

LG Emelina

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Kommentar von angsthase15
05.07.2016, 14:52

ok danke

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Schwindel kenne ich persönlich im Zusammenhang mit Migräne nicht, aber wenn mir auf einmal das Licht zu hell und die Umgebung zu laut vorkommt, weiß ich, was mir in den nächsten Stunden blüht. Diese Art Vorzeichen nennt man Aura. Deine ganze Beschreibung scheint mir sehr auf Migräne hinzudeuten. Wenn das öfter so heftig wird, würde ich den Arzt mal fragen, ob er ein Triptan für sinnvoll hält. Mir hilft das im Extremfall sehr. Gute Besserung! 

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Kommentar von angsthase15
03.07.2016, 13:11

vielen lieben Dank :)

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Kommentar von angsthase15
03.07.2016, 13:47

und innerliche Unruhe innerliches Zittern das ist normal ?

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Kommentar von angsthase15
03.07.2016, 14:05

was ist triptan?

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Bist du weiblich ?? Wenn ja nimmst di verhütungsmittel??

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Kommentar von angsthase15
03.07.2016, 13:44

ja bin Weiblich. nein nehme ich nicht

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