Können Braunbären wieder in Deutschland heimisch werden?

6 Antworten

Die finden doch gar nicht genug Futter.

Ich kann jetzt natürlich nur für Brandenburg sprechen. Brandenburg versteppt. Durch die katastrophale Dürre kippen bei jedem Stürmchen mehr Bäume um. Mächtige Bäume werfen große Äste ab, es gibt kaum noch Beeren und Pilze. Genauso düster ist die Situation der Gewässer, die Wasserstände sind besorgniserregend. Die Populationen von Schwarz-, Reh- und Rotwild sind stark zurückgegangen. Also frage ich mich, wovon sollen die Braunbären leben? Ich vermute von den Nutztieren der Bauern und Schäfer.

Ein klares Nein.

Dafür sind Deutsche zu blöd. Die meisten geraten doch jeder schon beim Anblick einer Wespe in Panik. Wie soll denn das mit Bären werden? Eine Koexistenz wie in Russland oder Nordamerika passt doch in die Köpfe der großen Mehrheit nicht mehr rein.

Ein großes Problem für die Bären ist allerdings, dass unsere Kulturlandschaft für sie kein geeigneter Lebensraum ist. Sie können für die Partnersuche nicht mehr frei wandern. Sie finden nicht genug Futter, nicht genug Wasser, keine Überwinterungsmöglichkeiten. Dieses durch Überbevölkerung verursachte Problem wird durch den Klimawandel sehr verstärkt.

Mit Blick auf das Ökosystem als Gesamtheit stellt sich auch die Frage, was besser würde, wenn Bären anwesend wären. Ich sehe nicht, was Bären zum positiven Verändern könnten.

Ganz anders ist es bei Wölfen. So lange die Wildschweinbestände hoch sind, ist der Lebensraum für Wölfe geeignet. Starke Wolfsrudel sind für Wildschweine ein viel mächtigerer Feind als die Flinten der Jäger. Ihre Stärke ermöglicht ihnen, sich fernab von Menschen zu ernähren. Sie mögen die Nähe von Menschen nämlich nicht. Schwache Rudel und Einzeltiere haben keine Chance Wildschweine zu erbeuten und weichen deswegen auf einfache Beute aus, auch wenn sie dafür in die Nähe menschlicher Siedlungen kommen und Weidezäune überwinden müssen. Ein Wolf ist ein Problem, 10 Wölfe sind nützlich. Die gut gemeinten politischen Konzepte zur Wolfskontrolle sind kontraproduktiv.

Ich sehe nicht, was Bären zum positiven Verändern könnten.

Der Verbiß an Jungbäumen durch Rotwild könnte abnehmen. Das wäre bei den derzeitigen Aufforstungen ganz gut.

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Wie du sicherlich mitbekommen hast haben es Lebewesen mit Migrationshintergrund nicht leicht in Deutschland.

In dieser Beziehungen unterscheiden sich Braunbären nicht wesentlich von Menschen.

Aber Braunbären sind eigentlich keine Migranten, sondern lebten hier mindestens so lange wie Menschen. Das gleiche gilt auch z.B. für Wölfe, Wisente und Elche.

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Nein, es ist nicht realistisch dass ein Raubtier in Deutschland wieder heimisch wird. Schau dir doch an was mit den Wölfen passiert. Da kommen dann sofort wieder Leute um die Ecke die den Abschluss fordern weil sie Angst haben Dass der Bär kleine Kinder frisst oder sowas.

Deutschland ist zu dicht besiedelt als das hier irgendein Raubtier eine Chance hätte. Da sorgen schon die Jäger dafür

Erst wenn sie ins Jagdrecht kommen.

Haftungsregeln und Aufwandsentschädigungen festgelegt wurden.

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