Können 6 pflichtbeiträge nachgezahlt werden um mit 60 in Rente zu gehen

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3 Antworten

hallo wer kann helfen mir fehlen 3 monate in der rentenversicherung mir wurde die rente abgelehnt deswegen ich könnte bis zu 6 std noch arbeiten sagen die ich frage mich wie soll das gehen kann nicht laufen stehen heben ein auge blind u.s.w nach der untersuchung die 10min dauerte kamm nach 1 woche die Ablehnung bin immer im haushalt tätig gewesen, schaffe nicht mal mehr meinen mfg

Ja und zwar für: Das Rentenrecht lässt unter bestimmten Voraussetzungen die Nachzahlung von Beiträgen zu. Die wichtigsten Gründe sind im Folgenden beschrieben.

Die Nachzahlung von Beiträgen können nur Personen vornehmen, die entweder versicherungspflichtig oder zur freiwilligen Versicherung berechtigt sind. Außerdem kann eine Nachzahlung nur für Zeiten ab Vollendung des 16. Lebensjahres erfolgen. Für die Berechnung der Beiträge sind die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage (Mindestbeitrag), die Beitragsbemessungsgrenze (Höchstbeitrag) und der Beitragssatz maßgebend, die zum Zeitpunkt der Nachzahlung gelten. Als Beitrag kann jeder Betrag zwischen dem Mindest- und Höchstbeitrag gewählt werden.

Die Nachzahlung freiwilliger Beiträge ist nicht möglich für Zeiten vor Vollendung des 16. Lebensjahres, Monate, die bereits mit (Pflicht-) Beiträgen belegt sind (vorhandene Beiträge können also nicht aufgestockt werden) und Kindererziehungszeiten vor dem 01.01.1986. Folgende Möglichkeiten der Nachzahlung gibt es:

  1. Nachzahlung von Zeiten schulischer Ausbildung

Die Nachzahlung von freiwilligen Beiträgen ist möglich für Zeiten der schulischen Ausbildung, die nicht als Anrechnungszeiten berücksichtigt werden. Das sind z.B. Zeiten der schulischen Ausbildung, die über den Zeitraum von 8 Jahren hinausgehen oder Zeiten der schulischen Ausbildung vom 16. bis zum 17.Lebensjahr. Die Nachzahlung kann grundsätzlich nur bis zur Vollendung des 45. Lebensjahres beantragt werden. Personen, die bereits 45 Jahre oder älter sind, können die Nachzahlung nur beantragen, wenn sie aus einer Beschäftigung ausscheiden, in der sie versicherungsfrei waren und für die sie nachversichert wurden (z.B. Beamte) oder von der Versicherungspflicht befreit waren. Der Antrag auf Nachzahlung muss für diese Personen innerhalb von 6 Monaten nach Durchführung der Nachversicherung bzw. nach Wegfall der Befreiung gestellt werden.

  1. Nachzahlung bei Strafverfolgungsmaßnahmen

Versicherte, für die ein Anspruch auf Entschädigung nach dem 'Gesetz über die Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen' rechtskräftig festgestellt wurde, können für die Zeiten der Strafverfolgung freiwillig Beiträge nachzahlen. Wird eine solche Nachzahlung für Zeiten, die bereits mit Beiträgen belegt sind, beantragt, werden diese Beiträge an denjenigen erstattet, der sie getragen hat. Die nachgezahlten Beiträge gelten als Pflichtbeiträge, wenn durch die entschädigungspflichtige Strafverfolgungsmaßnahme eine versicherungspflichtige Beschäftigung oder Tätigkeit unterbrochen wurde.

Der Antrag auf Nachzahlung muss innerhalb eines Jahres nach Ablauf des Monats nach Eintritt der Rechtskraft über die Entschädigungspflicht gestellt werden. Der Rentenversicherungsträger bestimmt dann eine angemessene Frist (i.d.R. 3 Monate), innerhalb der die Nachzahlung erfolgen muss.

  1. Nachzahlung für Geistliche und Ordensleute

Geistliche und sonstige Beschäftigte von als öffentlich-rechtliche Körperschaften anerkannten Religionsgesellschaften, Mitglieder geistlicher Genossenschaften und Diakonissen sowie Angehörige vergleichbarer karitativer Gemeinschaften können Beiträge nachzahlen, wenn sie als Vertriebene anerkannt sind, vor ihrer Vertreibung als Beschäftige von Körperschaften, Anstalten oder Stiftungen des öffentlichen Rechts bzw. Mitglied einer geistlichen Genossenschaft, Diakonie und ähnlicher Gemeinschaft waren und eine gleichartige Beschäftigung oder Tätigkeit im Innland nicht wieder aufgenommen haben. Die Nachzahlung ist nur für Zeiten der Versicherungsfreiheit möglich und kann maximal bis zum 01.01.1943 zurückreichen. Außerdem dürfen diese Zeiten nicht bereits mit Beiträgen belegt sein. Die Nachzahlung ist darüber hinaus nur zulässig, wenn die allgemeine Wartezeit von 60 Monaten erfüllt ist oder bereits mindestens für 24 Monate Pflichtbeiträge gezahlt wurden.

  1. Nachzahlung bei Ausscheiden aus einer internationalen Organisation

Auf Antrag können Deutsche, die aus den Diensten einer zwischenstaatlichen oder überstaatlichen Organisation ausscheiden, ebenfalls Beiträge nachzahlen. Voraussetzung ist, dass der Dienst auf Veranlassung bzw. im Interesse der Bundesrepublik Deutschland geleistet wurde und diesen Personen eine lebenslange Alters- oder Hinterbliebenenversorgung durch diese oder eine anderer Organisation nicht zugesagt wurde. Erfolgt die Nachzahlung für Zeiten, die bereits mit anderen freiwilligen Beiträgen belegt sind, werden diese erstattet.

Der Antrag auf Nachzahlung kann grundsätzlich nur innerhalb von sechs Monaten nach Ausscheiden aus den Diensten der entsprechenden Organisation gestellt werden. nach obenschliessen

Man kann keine Pflichtbeiträge nachzahlen, da diese nur für eine versicherungspflichtige Beschäftigung gezahlt werden.

Wenn Pflichtbeiträge fehlen, kann man nur weiter versicherungspflichtig arbeiten oder bei einem Minijob auf die Versicherungsfreiheit verzichten und die Beiträge aufstocken.

Nachzahlen kann man nur freiwillige Beiträge.

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