Koch, ein guter Beruf?

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7 Antworten

Hallo,

wenn Du eine junge Familie hast, will die Entscheidung Koch zu lernen gut überlegt sein. Sonn- und Feiertage, praktisch jedes Wochenende auf der Arbeit ! Bezahlung ist immer noch nicht der (teilweise) Knochenarbeit angemessen. Freundschaften zu pflegen wird Dir schwer gemacht. Wenn Du Freizeit hast müssen Deine Freunde noch arbeiten und umgekehrt. Gemeinsame Unternehmungen werden zur Seltenheit. Deine Partnerin wird auch nicht begeistert sein überall allein hingehen zu müssen. Dann das liebe Geld. Mit dem Einkommen als Koch alleine über die Runden zu kommen ist fast unmöglich. Die evtl. Folgen kannst Du Dir in etwa ausmalen. Es kann ein schöner Beruf sein, aber es gehört sehr viel mehr dazu als nur mit einem Löffel im Topf zu rühren ! Ich will nicht schwarz malen, aber ich weiß wie es sein kann. Habe diesen Beruf auch mal gelernt.

viel Glück :-)

Grottenschlechte Bezahlung in der Ausbildung? Komm mal klar; was denkst Du denn was ein Lehrling bekommen sollte, der im Grund noch gar nichts aknn und somit gar keine volle Arbeitskraft im Sinne von Koch darstellt? Und dachtest Du wirklich, das der Kochberuf so ist wie zu Hause am Herd??? Koch sein bedeutet Stress im Quadrat, wenn man in ein Hotel geht und a la Carte kocht. In einer Großküche hat man deutlich weniger Stress und kocht in großen mengen. Wenn Du aus gelernt hast und den Küchenchef machst, kannst Du im Grunde nicht mehr verdienen. Als Chemiekant jedenfalls ganz sicher nicht.

Es gibt bei der Berufswahl immer zwei Seiten: nämlich die erste, bei der man ganz genau weiß was man machen will oder nicht oder Seite zwei, man macht es wie Du: Erst entscheiden, dann informieren. Und mal ganz davon abgesehen das Du als Koch schon lange richtig Geld verdienst, bist Du als Chemikant immer noch in der Ausbildung. Und brutto verdient ein Koch alle male so viel wie ein Chemiekant - und Du hast etwas was Dir sogar Spaß macht. Was also will man mehr? Das Leben ist nun mal kein Ponyhof und das Arbeitsleben entscheidet darüber, wann Du zeit für deine Familie hast, nicht du. Du musst neben der Ausbildungspraxis auch noch lernen, vergiss das nicht.

Wenn Du einen 8h Tag mit regelmäßigen Arbeitszeiten erwartest, dann ist das mit dem Koch sicher sehr schwierig. Dann bleibt wirklich nur die Kantine. Das wird in Skihalle Neuss dann eher nichts, denn dort wirst Du wohl vor allem abends und an dern Wochenende arbeiten. Auch in der Ausbildung kann man nicht davon ausgehen, dass keine Überstunden anfallen. Selten werden diese bezahlt.

Koch ist schon eine Berufung. Da stellt sich die Frage wie das bei Dir aussieht, die Bezahlung ist tatsächlich nicht besonders. Man kann natürlich aufsteigen, aber dass muss ja auch erst mal klappen und ist immer mit hoher Einsatzbereitschaft verbunden.

Ich weiß allerdings auch nicht, was man als Chemikant verdient. Gesünder lebst Du evtl. in der Küche. Ein Freund (Chemiker) geht immer von einer geringen Lebenserwartung seinerseits aus. Auch nicht sehr erstrebenswert.

Gruß

Naja, Koch ist, wie du schon selbst sagst, kein Job von 8 bist 17 Uhr. Das bedeutet unregelmäßige Arbeitszeiten und auch die meisten Wochenenden (wenn andere Väter mit ihren Kindern was unternehmen) arbeiten gehen. Ob das auf Dauer gut für euch sein kann, ist eine Frage des Zeitmanagements und eurer Prioritäten.

Mein Vater ist Koch und er sagt er hätte sich im Nachhinein für einen anderen Job entschieden. Er muss sehr, sehr früh aufstehen, Rückenprobleme weil er den ganzen Tag gebückt steht, nicht sehr gute Bezahlung.. Aber musst du entscheiden ob es dir das wert ist.

KroemerInfo 29.01.2013, 18:30

Die Bezahlung eines Kochs richtet sich zum einen danach was er kann und zum zweiten, was der Koch für sich für einen Wert festlegt. Wenn sich jemand also unter Wert verkauft, ist er selbst schuld.

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Hallo Passli,

ich koche auch sehr gerne, aber wenn ich Koch lernen müsste, würde ich mich lieber weghängen.

Die Arbeitszeiten sind absolut beschissen. Es gibt keine Wochenenden, keine Feiertage, etc., weil ja immer Gäste da sind.

Die Bezahlung ist ebenfalls nicht sehr gut und in einer Küche geht es sehr ruppig zu.

Ich habe oft in Küchen gearbeitet (aber nur, um Technik, insb. Computer zu reparieren.)

Andererseits, ein Freund von mir ist mittlerweile der erste Koch im besten Hotel Phnom Penhs. Zuvor war er 10 Jahre in Hongkong. Er ist damit sehr zufrieden und kommt einiges in der Welt herum. Seine Urlaube werden zum Großteil bezahlt, weil er si immer mit Gourmet- und Anregungsreisen verbindet.

KroemerInfo 29.01.2013, 18:29

Das stimmt doch überhaupt nicht, denn ein Koch arbeitet nicht nur in einem Restaurant oder im Hotel.

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peterprunken 30.01.2013, 06:13
@KroemerInfo

Na ja, ich weiß nicht, ob das Arbeiten in einer Kantine so erstrebenswert ist ....

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ja, wenn du es nicht selbst geschrieben hättest, hätte ich den beruf ahnlich beschrieben

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