Knochenmarkspende bei Leukämie

4 Antworten

Hallo littleangel,

ich weiß, dass deine Frage jetzt schon ewig her ist, aber die Antworten hier sind alle nicht ganz richtig. Bei Verwandten im nahen Umfeld, dh. Geschwister oder Eltern liegt die Wahrscheinlichkeit bei etwa 30%, das einer der Personen passt. Bei allen weiteren Verwandten (Tanten, Onkel, Großeltern) liegt die Wahrscheinlichkeit genauso hoch wie auf der gesamten Welt also zwischen 1:20.000 und 1: mehreren Millionen. Bei der Registrierung zum Stammzellspender bzw. Knochenmarkspender gibt es bestimmte Ausschlussgründe und dazu zählen zum Beispiel Autoimmunerkrankungen, das Alter (man darf bei der Registrierung nicht älter sein als 55), vorherige Krebserkrankungen und vieles mehr. Das heißt man kann auch nicht Spender werden, wenn man vor 15 Jahren Krebs hatte.

Typisieren lassen, typisieren lassen, je mehr Leute in der Datei sind, umso größer ist die Chance, dass man mal einen passenden Spender findet. Wenn immer alle erst loslaufen, weil sie betroffen von einem Schicksal sind, ist es teilweise für diesen Menschen vielleicht schon zu spät. Geschwister passen eher als andere Verwande. Wenn die Krankheit lange her ist, gilt man in der Regel als geheilt. Aber ich denke, dass entscheidet ein Facharzt auf diesem Gebiet. Ich denke, da entwickelt sich stets etwas neu. Das ist mit Sicherheit eine Fachfrage, die nur der behandelte Arzt beantworten sollte.

In den meisten Fällen, sind nahe Verwandte nicht geeignet. Es ist schließlich sehr selten, dass Eltern exakt die gleichen Gene haben wie ihre Kinder, da diese ja noch mit dem des anderen Elternteiles gemischt sind. In einigen, aber eher seltenen Fällen sind Geschwister eine Mäglichkeit, jedoch ist dies wie gesagt auch eher selten. Deshalb ist es in manchen Ländern (so weit ich weiß nicht in Deutschland) sogar erlaubt, dass man ein Kind im Reagenzglas zeugt, damit es genau die gleichen Gene hat wie der, der das Knochenmark benötigt. Wenn man jedoch eine Knochenmarkspende benötigt, werden meistens alle Verwandte bis hin zu Großcousinen u.s.w. gecheckt, die Chance, das sich hier jemand findet ist jedoch nicht 100 %. Danach werden internationale Datenbanken durchforstet, vielleicht findet sich dort ein passender Spender. Fazit: Nahe Verwandten sind in sehr vielen Fällen keine passenden Spender und solange das Blut, die Stammzellen, der Knochenmark des Spenders in Ordnung ist, ist es egal, ob er vorher schon einmal an Krebs erkrankte.

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