knie kaputt getreten, täter anzeigen?

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8 Antworten

"Rufmord" ist kein Straftatbestand. Falsche Verdächtigung wohl, Verleumdung, üble Nachrede oder Vortäuschen einer Straftat würden verfolgt, wenn es Grundlagen dafür gäbe. Es gibt deinen Angaben nach keine und auch hier wäre nachzuweisen, bzw. glaubhaft zu machen, dass du eine Straftat begangen hast. Keine Chance.

Darüber musst du dir wirklich keinen Kopf machen. Du kannst die Körperverletzung anzeigen und jeden Zeugen nennen, der vor Ort war. Staatsanwaltschaften ermitteln meist ziemlich sorgfältig und haben (wie Richter auch) sehr viel Erfahrung mit möglichen Falschaussagen bei Zeugen.

Ein Lügengebäude ist für den Einzelnen schon extrem schwer durchzuhalten, dazu bedarf es einer umfassenden "Legende", einem starken Durchhaltevermögen, großer Schauspielkunst und einem höherem Grundmaß an Intelligenz. Sind mehrere Personen an der gleichen Lüge beteiligt, wird sowas in m.E. mehr als 99% aller Fälle von einem vernünftigen Gericht entlarvt.

Zudem wird möglichen Zeugen sofort klar gemacht, dass ihre Falschaussage strafbedroht ist, während sich der Beschuldigte straffrei in jeder Lüge suhlen darf, die ihm zu seiner Entlastung einfällt.

Davon ausgehend, dass deine Angaben zutreffen, sitzt der eigentlich Verantwortliche im sicheren Bereich, während die Zeugen ein erhebliches Risiko eingehen. Mehr als die Wahrheit kann kaum rauskommen für den Angeklagten, dann würde er zu Recht verurteilt. Die Zeugen aber würden ebenfalls später verurteilt, falls sie falsch aussagen und die Wahrheit ans Licht kommt — obwohl sie deine Knochen nicht zertreten haben.

Meist wird einfach das schwächste Glied der Kette geknackt und dann reißt die ganze Geschichte sehr schnell. Dies wird allen Zeugen sehr deutlich vor Augen geführt und wer verlässt sich schon gern auf "die anderen", wer fühlt sich schon sicher, wenn der nächste Zeuge das Ganze auffliegen lassen könnte …?

Ich habe schon abgebuffte Gewohnheitstäter vor Gericht gesehen, die sich trotz Zeugen sehr sicher waren, nicht verurteilt zu werden. Bisher ist mir erst einer unter gekommen, der damit durchkam - und das nur, weil die Hauptbelastungszeugin und einzige Geschädigte selbst ihre Vorwürfe als falsch bezeichnete. Alle anderen waren ohnehin auf der Seite des Beschuldigten, er wäre trotzdem verurteilt worden, nur auf Grund der Aussage der Geschädigten.

Meiner Ansicht nach wird im schlimmsten anzunehmenden Fall von allen anderen Zeugen behauptet, sich nicht mehr erinnern zu können und das vom Gericht auch noch so hingenommen (was eher selten sein dürfte). Dann wärst du der einzige Zeuge, welcher aussagt. Kann dir der (mögliche) Verteidiger keinen besonderen Belastungseifer unterstellen, ist deine Aussage höher einzustufen, als die eines Beschuldigten, der ja bei falscher Aussage keine weiteren Folgen zu befürchten hat.

Klar zeigst du Ihn an. Es liegt im Ermessen des Richters ob der Verursacher verurteilt wird. Wenn du auch keinen direkten Zeugen hast. Wenn die Beiden auch das Falsche behaupten. Von selbst ist das Knie nicht zu Schaden gekommen.

Auf jeden Fall zur Anzeige bringen und gleichzeitig ein Schmerzensgeld im Rahmen des Strafverfahrens fordern. (geht aber nur bei volljährigen Tätern) Alkohol ist zwar eine Erklärung, aber keine Entschuldigung für ein solches Verhalten!Wegen der gegensätzlichen "Zeugenaussagen" brauchst du dir keine Sorgen machen. Spätesten wenn die hören, dass sie 1 Jahr Freiheitsstrafe für eine eidliche Falschaussage kassieren, sind die gar nicht mehr so wild aufs lügen

Bei Erwachsenen gibt es darauf eine Mindeststrafe von 6 Monaten Knast ( § 224 StGB ), was schon deutlich macht, daß das eine durchaus ernst zu nehmende Straftat ist.

Ein "Meine Zeugen - Deine Zeugen" oder "Aussage gegen Aussage" gibt es im Deutschen Strafrecht nicht. Es gibt nur glaubwürdige und unglaubwürdige Zeugen und die Nachweisbarkeit einer Tat. Und grundsätzlich kann schon Deine (Zeugen-)aussage für sich genommen ausreichen, um den Täter zu bestrafen. Auch wenn es 10 Zeugen gibt, die behaupten, daß da nix war. Denn die müssen auch noch glaubwürdig sein und das ist viel schwerer, als man denkt. Eine Strafanzeige kann also durchaus Aussicht auf Erfolg haben. Daß Du selbst am Ende belangt wirst, davor mußt Du ganz sicherlich keine Angst haben. Welchen Grund solltest Du denn haben, jemanden zu Unrecht zu belasten? Und immerhin gibts ja nen kaputtes Knie und das muß ja irgend wo her kommen.

Ein Strafverfahren bringt Dir allerdings noch kein Schmerzensgeld. Hierzu müßtest Du den Täter zivilrechtlich verklagen.

ich würde ihn auch anzeigen. du hast nichts zu verlieren und das du dir dein knie nicht selber so geschrottet hast ist jawohl klar, früher oder später wird einer auspacken oder es fliegt auf weil jeder von denen was anderes sagt

Du musst ihn anzeigen. Die Polizisten werden schon so auf des Täters Freunde einwirken, das die die Wahrheit sagen. Die bauen iwie psychischen Druck auf und glaub mir, das können die. Ich war auch mal in deiner Situation. Die fragen da schon genauer und wenn die Freunde schiss bekommen, packen die gleich aus.

Klar, den Täter Anzeigen und den anderen mit Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung drohen. Die, die das Maul am weitesten aufreißen sind immer die größten Schisser, wenn sie bei der Polizei sitzen. Gerade solche hässlichen Fitness-Specknacken fangen dann immer an zu heulen. Ist echt lustig :)

zeig ihn auf alle fälle an. ich würde mir das nicht gefallen lassen.

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