Klinikwunsch bei AHB (Anschlussheilbehandlung)?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Sofern die Fachrichtung der Klinik stimmt und die Klinik kostenmäßig gesehen in den Rahmen der Kassenvorgabe/Rentenvorgabe passt, hat absolut jeder Patient die Möglichkeit der Wahl. Natürlich möchte die Krankenkasse/Rentenkasse nicht die Kosten für eine Klinik mit teuren Gebühren zahlen, wenn es auch die Möglichkeit für geringere Kosten gibt.

Viele Patienten fragen überhaupt nicht nach, ob sie die Wahl haben. Sie nehmen einfach hin, dass sie in irgendeine Klinik geschickt werden. Manchmal ist es auch so, dass die Kliniken mit den Rehakliniken Verträge haben, d.h. dass sie alle Patienten, die in das Fachgebiet der nächstgelegenen Rehaklinik fallen, auch in ihre Vertragsklinik schicken müssen.

Fakt ist ... Wünsche kann man immer äußern und in den meisten Fällen werden diese auch berücksichtigt, sofern die Kosten stimmen. Du müsstest allerdings schon die Anreise selber tragen, wenn Du jetzt in eine Klinik möchtest, die viele Kilometer von Deinem Heimatort entfernt ist.

Ich war schon sehr häufig in AHB und konnte immer wählen. Mir wurden zwar einige Kliniken vorgeschlagen, aber ich konnte immer auch selber Wünsche äußern und dann wurde geguckt, ob diese in den Kostenrahmen der Krankenkasse bzw. Rentenkasse gepasst haben.

Da ich zudem lange als Stations- und Pflegedienstleitung in einer Reha-Klinik gearbeitet habe, kann ich auch hier sagen, dass absolut jeder Patient die Möglichkeit einer Wunschäußerung hat. Ob dieser Wunsch dann berücksichtigt wird, liegt im Ermessen der Krankenkasse/Rentenkasse, aber ich habe ehrlich gesagt noch keinen Patienten gesehen, dem dieser Wunsch nicht erfüllt wurde, sofern er denn machbar war.

Hast Du die Patienten, die der Meinung sind, dass sie keine Wahl hatten, mal danach gefragt, ob sie überhaupt einen Wunsch geäußert haben? Macht der Patient das nämlich nicht, wird er natürlich einfach in irgendeine Klinik geschickt. Häufig machen sich Kliniken nicht die Mühe, die Patienten direkt darauf anzusprechen, so dass die Patienten sich selber die Mühe machen müssen, sich da mit dem Klinikpersonal bzw. dem Kostenträger in Verbindung zu setzen. Viele Patienten sind dazu aber vom Krankenbett aus überhaupt nicht zu in der Lage, bzw. denken auch gar nicht daran. Hinterher erzählen sie dann aber, dass sie nicht wählen konnten. Gerade ältere Patienten verdrehen da gerne die Tatsachen.

Ach ja ... alles, was über die Berufsgenossenschaft läuft, wird noch wieder anders geregelt. Da ist es in der Tat so, dass die Patienten häufig nicht wählen können, denn die Berufsgenossenschaft ist in der Beziehung immer extrem eingefahren. Einen Wunsch kann man dennoch immer äußern. Ob dieser erfüllt wird, steht auf einem anderen Blatt.

Alles Gute!

moin...alle kann ich natürlich nicht fragen. (Mitbekommen habe ich das ganze in einem Vortrag bei dem rund 50 Patienten anwesend waren...und das waren nur die neuangereisten...außerdem AHB und Wunschpatienten gemischt)

Aber viele Patienten dort haben gemeint, dass sie schon gerne einen Wunsch geäußert hätten, wenn sie denn gedurft hätten. Von denen, die einen Wunsch geäußert haben wurde er in den meisten Fällen abgelehnt. Nur ganz wenige AHBler durften wirklich in die Klinik, in die sie gerne wollten. Die Anreise hätten die meisten in dem Fall wohl auch liebend gern selbst bezahlt. (Persönlich würde ich auch sagen...lieber die Fahrt selbst bezahlen als min. 3 Wochen in einer Klinik zu sein, die einem gar nicht gefällt)

Unsere Patienten sind eigentlich sehr gut informiert was ihre Rechte angeht...da es sich in allen Fällen um eine schon länger bestehende Krankheit handelt. Grade jüngere Patienten haben bis zur Reha sich schon viel selbst informiert.

0
@Siraaa

Dann kann ich mir das nur so erklären, dass Wünsche geäußert wurden, wo die Kliniken zu teuer waren.

Jüngere Patienten haben häufig die BG als Kostenträger. Könnte es sein, dass die Patienten, die Du gerade ansprichst, von der BG kamen? Da ist es nämlich in der Tat so, dass die BG nicht gerne mit sich reden lässt. Trotzdem würde ich als Patient wirklich immer meine Wünsche äußern und das auch früh genug (also nicht drei Tage vor der Entlassung, sondern mehr oder weniger schon am ersten Kliniktag). Leider machen sich sehr viele Kliniken nicht die Mühe, die Patienten nach ihren Wünschen zu fragen. Es ist aber Fakt, dass man immer Wünsche äußern kann.

0
@Sternenmami

nein, definitiv keine BG Patienten. Aber danke für deine sehr ausführliche Antwort :-)

0
@Siraaa

Bitte! Ich bin leider so. Wenn mich ein Thema interessiert, dann kann ich nicht mehr aufhören zu schreiben ... ;-)

0

Trotzdem haben wir AHB Patienten die ihren Wunsch äußern durften. Ist das abhängig vom Kostenträger? (Rentenversicherung/BG/Krankenversicherung) Oder hatten diese Patienten dann einfach Glück und einen netten Bearbeiter?

Letztendlich ist es die Entscheidung des Kostenträgers.

Es wird halt geprüft ob der Wunsch sinnvoll ist, z.B. wenn die Wunschklinik erst in 8 Wochen einen Termin frei hat und eine andere Klinik aber schon in vier Wochen, dann ist es natürlich sinnvoller die Klinik zu nehmen, die früher anfängt.

Aber auch die Anwendungsmöglichkeiten der Klinik können eine Rolle spielen.

Nicht jede Klinik ist für jeden Patienten geeignet.


Ich hatte das Glück/ Pech das ich schon mal in einer Klinik war die gut war und bei meinem nächsten Bandscheibenvorfall habe ich direkt den Antrag für diese Klinik gestellt und er wurde bewilligt.

MfG

Johnny

eine AHB muß bis spätestens nach 2 Wochen angetreten werden. Wenn in der Wunschklinik nichts frei ist, dann wird eine andere von der Krankenkasse genommen.

Das eine AHB innerhalb einer bestimmten Zeit angetreten werden muss ist mir bekannt. Nicht bekannt ist mir aber, dass man überhaupt einen Wunsch äußern darf.

0

kann die reha klinik mir ein taxiunternehmen vorschreiben oder kann ich selber wählen?

Mir ist eine stat. reha bewilligt worden. Die rehaklinik will mir ein taxiunternehmen vorschreiben. Ob dies ein sammeltransport werden soll weiß ich nicht. Gibt es eine gesetzliche Regelung?

...zur Frage

Kennt jemand eine gute Rehaklinik für Psychosomatik?

Kennt jemand eine gute Rehaklinik für Psychosomatik? Am liebsten in Bayern oder Baden-Württemberg, aber ein anderer Standort ist auch in Ordnung.

Kostenträger wäre die DRV Bund. Das letzte mal wurde es über die aber leider eine Klinik im tiefsten nirgendwo ohne jegliche Behandlung. So selle ich mir eine Reha einfach nicht vor. Daher suche ich jetzt gleich eine vernünftige Alternative.

...zur Frage

Wird die ärztliche Behandlung in Deutschland immer schlechter?

Guten Tag,

ich habe zur Zeit ein akutes Problem mit meiner Haut.

Ich habe nun bei mehreren Hautärzten angerufen, die haben entweder erst wieder was ab Juni frei oder sie nehmen nur Privatpatienten.

Ich komme mir ehrlich gesagt sehr im Stich gelassen vor.

Aber das merkt man immer mehr, jedenfalls bei den Ärzten bei denen ich bisher war.

Man will einem gar nicht mehr wirklich helfen, nur die Symptome bekämpfen.

Die Ärzte sehen in einem nur noch Geld, der Wunsch wirklich zu helfen ist denke ich bei den wenigsten mehr gegeben.

Die schieben die Leute massenweise durch, alles muss schnell gehen und keiner nimmt sich mehr Zeit. Die heftigsten Erfahrungen die ich bisher mit Ärzten gemacht habe waren bei einem Hautarzt und beim Kinderarzt meiner Tochter.

Der Hautarzt hat etwa drei Patienten gleichzeitig behandelt. Er hat uns begrüßt, wir haben die Situation geschildert, dann meinte er wir sollen unsere Tochter ausziehen damit er sie anschauen kann. Wir ziehen sie aus, bis wir sie ausgezogen haben ist der Arzt zu einem anderen Patienten gegangen. Unsere Tochter (3 Jahre alt) steht nun nur noch mit der Unterhose bekleidet da und wir warten bis der Arzt zurück kommt. Dann als der da war hat er sie angeschaut. Dann als wir sie anziehen sollten ging er während dessen wieder zu einem anderen Patienten. Danach kam er wieder und wir haben noch kurz etwas besprochen.

Die gesamte Behandlungsdauer hat keine fünf Minuten gedauert. In dieser Zeit hat er drei Mal nach dem Alter unserer Tochter gefragt. Aber wie soll man auch mit so einer Arbeitsweise wirklich auf den Patienten eingehen können?

Das andere Mal war beim Kinderarzt. Es ging um einen Allergietest. Ich wollte von einer Arzthelferin nur wissen warum die keinen anständigen machen und nur drei Sachen ausgetestet haben. Die hat nur drum herum geredet, aber ich wollte einfach den Grund wissen. Ich habe normal geredet und bin keinesfalls ausfallend geworden.

Auf einmal mischt sich von hinten der Arzt ein, richtig unfreundlich und direkt schon aggressiv. Ihm habe ich, auch ganz normal, gesagt dass es eine Klinik gibt wo vor ca. 1,5 Jahren viel mehr getestet wurde.

Als Antwort vom Arzt kam richtig aggressiv, dann müssen wir halt wo anders hin gehen.

Ich habe mir gedacht das gibts doch nicht. Ich habe mich dann einfach umgedreht und bin gegangen.

Das ist doch alles Wahnsinn.

Ist es bei einer Autowerkstatt schon schlimm wenn man sich nicht so gut mit Autos auskennt und man sich auf das Wort von denen verlassen muss. Oftmals merkt man dann dass man verarscht wurde.

Wenn man aber nicht einmal beim Arzt sicher sein kann dass er nur das Beste für einen will?

Das sind nur meine Erfahrungen mit dem Thema.

Wie sind eure Erfahrungen dazu?

Ich finde das schrecklich.

Grüße

...zur Frage

Reah oder AHB?

Was ist der Unterschied zwischen einer Reha und einer Anschlußheilbehandlung (AHB) nach Op?

...zur Frage

Wer hat das „Bestimmungsrecht“ über eine medizinische Rehabilitation?

Folgender Fall, kommt wohl gar nicht mal so selten vor:
Patient beantragt eine medizinische Rehabilitation, Krankenkasse befürwortet das im Eilverfahren eG Krankengeldbezug. DRV bewilligt diese und die Klinik schickt das Aufnahmedatum.
Die Krankenkasse sagt: Nö, dieses Aufnahmedatum ist uns zu spät, solange wird kein Krankengeld für diese Krankheit gezahlt.
Die DRV sagt: wir haben jetzt diese Klinik bewilligt, dabei bleibt es.
Was passiert denn nun?
Wer entscheidet das? Ein freundliches Angebot des Patienten gemäß des Wunsch und Wahlrechtes eine neue Klinik auszusuchen lehnt die DRV ab, der Patient hätte sich ja schon diese erste Klinik ausgesucht und die DRV befürwortet auch diese Klinik. Was geschieht jetzt? Beißt die Krankenkasse in den sauren Apfel oder der Patient?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?