Klinikentlassung (Depressionen), wie soll es jetzt weitergehen?

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3 Antworten

Du sagst, es wurden Dir relativ viele Vorschläge gemacht, wie es weitergehen soll, die Du alle verworfen hast. Deine Gründe und die Vorschläge kennen wir nicht.

Ich rate Dir, erinnere Dich und schreibe Dir jeden einzelnen Vorschlag auf. Dann schreibst Du auf, was für und was gegen diesen Vorschlag spricht. Vergesse die Vorteile nicht, bei jedem Vorschlag. Und dann entscheidest Du. Du mußt entscheiden.

Bestimmt bist Du noch ambulant bei einer Psychologin o.ä. Mit der kannst Du deinen Entschluss besprechen. Und dann setzt Du ihn um.

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Du hast Verantwortung für Dich, nicht für deine Generation. Du bist alt genug zu verstehen, das Verallgemeinerung Blödsinn sind.

  • alle Leute meiner Generation sind...
  • alle Mädchen sind....
  • alle Jungen sind....
  • alle Menschen sind...
  • alle Leute mit Hut sind...

Das ist alles Blödsinn. Es gibt keine ALLE. Es gibt viele, unterschiedliche Individuen. Du bist eines davon. Einige geben aufeinander Acht, andere nicht. 

Schaue jetzt auf Dich und versuche nicht dich schuldig für anderer Leute Blödsinn zu fühlen. Davon wirst Du selbst genügend produzieren, wie jeder von uns. Verzeihe anderen Leuten ihren Blödsinn und verzeihe Dir auch selbst. Wir geben alle unser Bestes, das genügt.

Es gibt Grausamkeit, aber es gibt auch Schönheit, Hilfsbereitschaft uvam. Je länger Du lebst, desto mehr wirst Du kennenlernen - Schönes, Bewegendes und Schlechtes. Wärst Du tot, wäre nichts besser. Du würdest nur nichts mehr kennenlernen können. Das wäre doch schade.

Je älter Du wirst, desto mehr wirst Du bestimmen, wie Du leben willst. Momentan bestimmt Schule, Elternhaus, Freunde, und Infos aus dem Netz oder Fernsehen dein Leben.

Du entscheidest, welche Noten Du schreibst, welche Schule Du besuchst, ob Du studierst, ob Du eine Ausbildung machst. Kein Weg ist schlecht. Es muss nur deiner sein. Auch mit einem handwerklichem Beruf könntest Du glücklich sein. Du könntest als Bäcker oder Koch eine Weltreise machen, überall arbeiten, Dir alles anschauen, viele Kulturen kennenlernen.

Alles ist möglich, wenn Du es willst. Du bist für Dich verantwortlich und für die Deinen, evtl. deine spätere Familie. 

Du kannst in die Politik gehen und mehr Verantwortung übernehmen oder eine Firma gründen und für deine Mitarbeiter Verantwortung übernehmen, einer Hilfsorganisation beitreten und dort Verantwortung übernehmen....

Du bist frei, das Leben zu wählen, welches Du möchtest. Du kannst einfach irgendwo arbeiten gegen Geld, mit deiner Arbeit deinem Arbeitgeber helfen und in deiner Freizeit deinen Hobbys und Interessen nachzugehen.

Also mach Dich frei davon, zu glauben, dass die Welt einstürzt, wenn Du mal eine schlechte Note schreibst, Du das Gymnasium nicht packst oder sonst irgendwo scheiterst. Dann siehst Du dir ruhig den Kladderadatsch an und gehst einen anderen Weg. Der kann ebenso gut sein, egal, was deine Umwelt davon hält. Es ist dein Weg.

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Kommentar von xXLuna77Xx
04.02.2017, 13:35

Danke für deine Antwort, leider bin ich noch nicht wirklich in der Lage dazu, diese Weltanschauung zu teilen, aber ich arbeite daran.
Ich hoffe, dass ich irgendwann das Leben auch so sehen kann.
Ich werde darüber nachdenken und vielen Dank für deine kraftmachende Antwort! ❤

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Also :
1. es ist meist so das die ersten 2-6 Wochen nach einer stationären entlassen , einem zum verzweifeln bringen. Da man sich erstmal wieder an das Leben draußen gewöhnen muss und nach 3 Monaten stationär ist man es gewissermaßen auch gewöhnt in Watte  gepackt zu sein und nicht alleine die altagsanforderungen überstehen zu müssen... Meistens gewöhnt man sich dennoch nach einiger Zeit nach und nach wieder ans Leben draußen ...deswegen kannst du es nun wirklich nach 2 Wochen nicht beurteilen, wie es wirklich weiter geht , aber dennoch verstehe ich deine Angst ..!!

2. ja wie du bemerkst hat die Klinik sich dabei was gedacht , dir weitere therapeutische Anbindungen zu empfehlen , du musst zwar selber entscheiden was du dir davon vorstellen kannst und was nicht aber du solltest auf den Rat der Ärzte hören , die haben Ahnung und du siehst ja das es so sonst auch nicht besser wird!!!
Klar in eine Wohngruppe zu gehen ist ein großer Schritt , aber vielleicht auch ein guter denk mal drüber nach ...

3. du musst echt wissen was du willst ..!!! Ein Abitur bringt dir nichts, wenn du dein restliches Leben psychisch krank sein wirst und arbeitsunfähig etc, zudem ist es fragwürdig ob du dein Abi in deinen Zustand überhaupt erreichen wirst ... Wenn du dein Abi aber über deine Gesundheit stellen möchtest.. Dann würde vllt das Internat in frage kommen .
Wenn du abstand zu deinem jetzigen Leben haben möchtest und schulisch und therapeutisch weiter kommen willst.. Aufjedenfall eine Wohngruppe.
Wenn du willst das es therapeutisch besser wird , dann kommst su um eine ambulante Therapie nicht rum ..
Und wenn du Hilfe zuhsuse haben willst , dann ist eine sozialpädagogin vom Jugendamt , die dich im Blick hat , vielleicht nicht schlecht ..!!

Du musst echt wissen was du willst und was du im Leben erreichen möchtest und welche Prioritäten du selbst setzt ..!

Finde das ehrlich gesagt ein wenig unverständlich warum du alles ablehnst, wenn du doch aus deiner Situation raus möchtest ..!!?? Klar gibt immer Gründe , die gegen irgendwas dagegen sprechen , aber du musst Kompromisse eingehen ansonsten sehe ich jetzt schon das bei dir sich nichts ändern wird. Sei mutig und Probier die aufgezeigten Wege der Ärzte aus..!!!! Zurück in eine Klinik ist echt keine gute Option , weil dann wirst du wieder entlassen und hast genau die gleiche Situation , du musst dich von dieser Schutzzone abgrenzen, denn die Welt in der Klinik ist nicht die virtuelle , das tut nicht gut sich daran zu gewöhnen und sollte echt nur im äußerlichsten Notfall eine Option sein .

Mach dich los von deinen sorgen mit der Schule . Dein Abi kannst du später immer noch nach machen , ist vielleicht dann nicht mehr der direkte Weg aber ist immer noch möglich . Und keine Schande!! Ist heut zutage keine Seltenheit mehr sein Abitur durch Umwege zu erreichen ..

Du musst echt aus deiner komfortzone raus und neue Wege aus probieren ... Ansonsten wird da nichts passieren , kannst du lange warten ... Und du hast viele Möglichkeiten mit deinen 14 Jahren also lasse die Zeit bitte nicht unnötig verstreichen und überleg dir was dir wichtig ist und worauf du für deine Ziele verzichten könntest

Gibt streng genommen zwei Möglichkeiten :
Die erste : passe dein Verhalten , deiner Ziele an !!
Die zweite: passe deine Ziele, deinem Verhalten an!!

Musst halt echt wissen was du erreichen willst und einsehen, das du die ganze Zeit deine Entscheidung aus Angst vor Veränderungen vor dir her schiebst ..!!

Ich hatte so ziemlich genau die selbe Situation mit 14/15 und habe 3 Jahre gebraucht um endlich zu merken das sich auch nichts ändert , wenn man nicht aktiv eine Entscheidung trifft , war Langezeit immer wiederzusehen leben und Klinik. Und hab erst recht spät dir Entscheidung für eine Wohngruppe getroffen und mich entschieden mein Abitur , nach einer ambulanten Therapie , durch Umwege nach zu machen !!! Hatte Angst weg aus meinem gewohnten Umfeld zu gehen aber es war im Endeffekt die einzige Lösung .. Und man lernt ja auch neue Menschen kennen ... Ich wünschte ich hätte damals reifer gehandelt und schneller eine gute Entscheidung getroffen und nicht jahrelang so rum überlegt, mit dem Ergebnis das es mir immer schlechter und schlechter ging .!!!
Ich hoffe du findest eine gute Lösung für dich und bist mutig und suchst nicht nach gründen die gegen alles sprechen , sondern für Gründe die für Hilfe sprechen ... Du willst ja schließlich im Leben was erreichen , wie man hört ..!!!!!
Ich wünsche dir ganz ganz viel Kraft und das du das richtige tuen wirst!!!! ♥️

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Kommentar von xXLuna77Xx
04.02.2017, 13:17

Danke erstmal! <3

Zuerst muss ich sagen, dass ich in dieser Klinik schon einmal war, und es nicht nur die ersten paar Wochen zu Hause hart war, deswegen war mir klar, dass es diesmal wohl auch nicht bei mehr gebracht hat... :/

2. Die Gründe, die gegen diese Möglichkeiten sprechen, sind leider ziemlich gut...

Das Problem mit der ambulanten Therapie ist, dass ich privat versichert bin und die Krankenkasse nur 20 Stunden pro Jahr und das für 2 Jahre, also ingesamt 40 Stunden, bezahlt. 

Jetzt hab ich nur noch circa 4,5 Sitzungen übrig.

Das mit dem Jugendamt ist ein Problem, weil ich seit meiner Kindheit keinen Besuch einladen durfte.

Meine Eltern haben damals ziemlichen Mits mit dem Haus angestellt und sind beide total überarbeitet und haben keine Zeit es sauer zu halten.

Die Leute, die mal kommen durften, haben gesagt, es wäre ein Messi-Haus.

Wir haben Angst, dass meine Schwester und ich meinen Eltern weggenommen werden, sollte jemand von Jugendamt das Haus sehen.

Aus der Tagesklinik bin ich rausgeflogen unter einem Vorwand, aber letztendlich kannte die Leitein meinen Vater und mochte ich nicht wirklich.

Ich kann meine Schule nicht verlassen, da ich in meiner ehemaligen Klasse starke Erfahrungen mit Mobbing gemacht habe (jetzt bin ich in einer super netten Klasse) und die einzige Oberschule in meiner Nähe hat Sonderschulniveau und einige meiner Freunde zerbrechen dort ebenfalls momentan an starkem Mobbing...

Ich habe schon sehr oft über eine Wohngruppe nachgedacht und versuche den Mut dazu zu sammeln, ich habe Angst, dass ich Schule oder Hobbys aufgeben muss und möchte meine Eltern nicht verletzen, aber ich denke darüber nach. 

Ich werde mir deine Antwort trotzdem sehr zu Herzen nehmen und werde darüber nachdenken. Vielen, vielen Dank für deinen Rat! ❤

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Kommentar von zauberfee98
04.02.2017, 14:00

Ersteinmal Bitteschön !!
Oke da sind vielleicht echt viele Gründe dabei die gegen vieles sprechen aber ein Grund sollte über allen stehen und das ist , das du willst das es dir besser geht und du deine Ziele erreichen kannst , die du dir vornimmst oder ?

Ich bin auch privatversichert und bei mir ist das nicht so , aber kommt natürlich trotzdem an wo man versichert ist, aber wer hat dir das gesagt mit den 40 Sitzungen und so .. Das macht keinen Sinn , du brauchst Hilfe und dann muss die Versicherung  zahlen ..da muss es doch irgendwie einen Weg geben , von sowas sich sein Leben verbauen zu lassen ist Blödsinn. Sprech da echt nochmal mit jmd drüber der sich auskennt , vielleicht Hausarzt oder bei der Versicherung anrufen oder so , weil die Regelung macht null Sinn !!!
Ja klar Schule wechseln ist echt krass und benötigt Überwindung .. Aber du hast echt einfach nicht die Wahl außer nach vorne zugucken und die neue Wege zu suchen (die alten klappen einfach nicht ) außerdem gibt es ja vielleicht auch eine WG in deiner Nähe , wo du die alte Schule besuchen könntest..

Du bist dich auch nicht von heute auf morgen entscheiden .. Geh zum Jugendamt und las dich beraten . Am besten guckst du dir WGs an und entscheidest dann ...
Viel Erfolg !!!! 💪🏼😌

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Kommentar von xXLuna77Xx
04.02.2017, 15:09

Ich werde mich informieren, vielen lieben Dank für dein Verständnis! 🤗

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Wer sagt, dass alle Vorschläge nicht funktionieren, kann auch nicht weiter kommen.

Dir wurden viele gute Vorschläge gemacht und alle funktionieren in deinen Augen nicht. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das alles vorgeschlagen wird, wenn es unmöglich ist.

Ebenso müsstest du vermutlich nicht die Schule wechseln, wenn du krankheitsbedingt ausfällst!

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Kommentar von xXLuna77Xx
04.02.2017, 13:37

Doch, leider schon, ich habe mich bei meiner Schule darüber informiert. :/
An meinem Gymnasium ist es so, dass einmal wiederholen ok ist, beim 2. mal müssen wir die Schule verlassen.

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Kommentar von depressivekunst
04.02.2017, 16:04

Ich glaube dir das nicht wirklich. Es ist richtig, dass man nicht zweimal die selbe Klasse wiederholen darf allerdings ist es etwas anderes, wenn jemand wegen einer Krankheit ausfällt. Es ist ein Unding, dass man dich von der Schule wirft. Ansonsten kannst du den Wechsel an eine andere Schule anstreben.

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