Klinik verschlampt Fötus nach Fehlgeburt - Was tun?

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7 Antworten

Leider enden über 10% der festgestellten Schwangerschaften vorzeitig. Nicht immer entwickelt sich aus der Verschmelzung einer Ei- und einer Samenzelle ein gesunder kleiner Mensch. Die meisten Fehlgeburten werden durch eine grundlegende Störung bei der Befruchtung oder bei der Einnistung verursacht. Bei Unregelmäßigkeiten im „Bauplan“ (Chromosomenfehler) des Embryos bricht die Entwicklungsarbeit meist kurzerhand ab. Man vermutet, dass etwa die Hälfte aller Frühschwangerschaften unbemerkt endet, weil der Embryo nicht überlebensfähig gewesen wäre. Die Ursachen können ganz unterschiedlicher Natur sein. Bedauerlicherweise bleiben sie häufig auch mit Untersuchung im Dunkeln.

Es gibt mehrere Formen der Fehlbeburten; die Missed Abortion ist eine Form der Fehlgeburt, bei der die Fruchtanlage abgestorben ist, aber nicht spontan aus dem Uterus ausgestoßen wird. Der Abortus completus ist die vollständig abgelaufene Form der Fehlgeburt. Der Abortus incompletus ist eine Form der Fehlgeburt, bei der die Fruchtanlage nicht komplett ausgestoßen wird. Im Prinzip wird bei jeder Form der Aborte eine Ausschabung gemacht.

Je nachdem wie es bei deiner Cousine gewesen ist, war vielleicht auch nicht viel Untersuchungsmaterial zu erkennen. Klinikpersonal geht auch nicht leichtfertig oder pietätslos mit Fehlgeburten um (meine sowohl persönliche als auch berufliche Erfahrung), jedoch machen Menschen manchmal einfach Fehler. Im Krankenhaus wiegen diese allerdings schwerer als bei deinem "Bäcker"-vergleich bei Miesepriem. Nichtsdestotrotz hätte das Krankenhaus gut daran getan, sein Fehlermanagement offensiver zu handhaben und sich bei deiner Cousine entschuldigt.

Zusammengefasst möchte ich dir sagen, dass auch eine histologische Untersuchung nicht zwingend eine Erklärung für die Fehlgeburt geliefert hätte oder der Befund wichtig für folgende Schwangerschaften gewesen wäre. Verlust von "Material" kommt im Krankenhaus vor, aber nicht ständig. Zur rechtlichen Situation kann ich nichts sagen. Jedoch würde ich deiner Cousine raten, nochmal das Gespräch mit der Klinikleitung, Verwaltungsdirektor oder dem Chefarzt zu suchen, allein schon, damit sie mit der Sache abschließen kann.

Alles Gute für dich und deine Familie!


Ich würde den Fall der Klinikleitung mitteilen. 1. werden die davon informiert und können evtl heraus finden wie es dazu kommen konnte. 2. Kann so etwas in Zukunft vielleicht vermieden werden. Es ist nicht im Sinne einer Klinik das sich so etwas mehrt oder nach außen dringt. Eine pathologische Untersuchung(was ja jetzt wegfällt) ist in so einem Fall sinnvoll und war ja auch vorgesehen. Deiner Cousine hilft es wahrscheinlich im Moment nicht aber ich würde es definitiv nicht unter den Tisch fallen lassen. 

Danke. Das sind gute Hinweise und eine nachvollziehbare Ansicht. Da muss es ja nur einen Mitarbeiter geben, der häufiger mal etwas verschlampt. Eine Meldung an die Klinikleitung kann hier ja schon Wunder bewirken, sofern die Meldung dann auch ernst genommen wird. Ich werde das versuchen, danke.

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Ist keine harte nuss, wie du es beschreibst. Eventuell war vorher keine pathologische Untersuchung angeordnet oder der fötus bei der ausschabung schon nicht mehr in ihr oder zu wenig Material vorhanden. 

In diesem Stadium gibt es nicht viel zu untersuchen. Ich hatte selbst 2 fehlgeburten in etwa diesem Stadium, dafür findet man selten Gründe.

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