Klingelschild für 130€?

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4 Antworten

Geht es um ein Klingelschild am Tableau am Hauseingang? Gibt es eine Wechselsprechanlage? Oder wie ist die Anlage gestaltet? Ich meine, das Anbringen des Namens des Mieters ist Bestandteil der Verwaltungsaufgaben des V. bzw. der HV. Für Klingel- bzw. Wechselsprechanlage(n) zahlt der Mieter schließlich Miete. Ohne Angabe des Mieters neben seinem Klingelknopf ist die Zuordnung nicht möglich und damit die Anlage für ihn sinnlos. Warum sollte er also  für die Funktionalität extra zahlen?

Noch eine Frage: In welcher Form werden die 130 EURO verlangt? Im Rahmen einer Betriebskostenabrechnung oder als Einzelrechnung? Im Ersteren wäre klarzustellen, dass hier keine Betriebskosten lt. Gesetz vorliegen, also deshalb keine Zahlung erfolgt. Im Übrigen kann in einer Hausordnung nicht festgeschrieben werden, dass du das zahlen sollst.

Wie sieht denn das Schild aus und wie groß ist es?

jennifer232 28.08.2015, 11:55

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Sicher nicht pauschal zu beantworten...

Jedoch müssen die Kosten angemessen und nachvollziehbar sein...

Wenn es alles spezielle Schilder mit Goldprägung sind mag es ja stimmen, wenn es simple Schilder sind - ggfs aus Plastik mit gefrästen Buchstaben - kostet sowas kaum 10€ je nach Größe ..

Ggfs kann der Vermieter etwas mehr nehmen wegen Besorgen /Service

Aber dann sicher keine 130€ - allerdings gut möglich das der Vermieter die Situation ausnutzt ...

Dann kann man es nur aufn Rechtsstreit einlassen...und das wird teurer..

Vlt besser anbieten selbst ein Schild nach exakten vorgaben zu besorgen und zu montieren...

@albatros

Es handelt sich um ein Schild am Klingelapparat und an der Haustür (siehe Bilder). Außerdem hat mein Freund heute nochmal auf der Hausordnung nachgelesen, die im Treppenhaus hängt. Dort steht folgendes: "Die Namensschilder an der Briefkastenanlage, Haus- und Wohnungstüre werden vom Verwalter einheitlich angebracht." Das kann ich 100%ig nachvollziehen, denn es sieht einfach schöner aus, wenn alle Schilder gleich sind. Trotzdem steht nichts von der Übernahme der Kosten durch den Mieter, geschweige denn von 130€.

Wie genau die Summe abgerechnet werden soll, weiß er selbst nicht. Er hat davon nur durch seinen Vermieter (also den Eigentümer der Wohnung) erfahren. Als er diesem mitgeteilt hat, dass er die Klingelschilder lieber selbst anfertigen lassen möchte, kam nur als Antwort: "Das geht leider nicht, das will die Hausverwaltung nicht, tut mir Leid." Kommt mir persönlich auch sehr merkwürdig vor.

Noch etwas ist sehr komisch: Laut Vermieter kann sich mein Freund entscheiden, ob er namentlich am Briefkasten erwähnt werden will, dann muss er zahlen, oder ob er das nicht will, dann steht da gar kein Name. Er wird also vor die Wahl gestellt, ob er ein Schildchen haben möchte oder nicht. Sowas geht doch auch nicht, oder? Ich bin auch der Meinung, dass das Ändern des Namensschildes zu den Arbeiten gehört, die VOR dem Einzug stattfinden müssen und daher nicht in die Betriebskosten fallen. (Auch nachzulesen in einem Artikel im Focus über einen ähnlichen Gerichtsstreit: http://www.focus.de/immobilien/mieten/wohnen-neue-namensschilder-muss-der-vermieter-zahlen_aid_871200.html)

Das Problem ist, dass mein Freund zwar gut Deutsch spricht, aber noch lange nicht gut genug, um sich um solche Dinge zu kümmern. Ich bin leider auch momentan nicht in der Nähe, deshalb hoffe ich, dass sich eine Universallösung für solche Fälle finden lässt.

 - (Vermieter, Zahlen, Mieter)  - (Vermieter, Zahlen, Mieter)
BigBen38 28.08.2015, 19:39

Zumindest das Schild an der Klingelanlage ist eine sehr hochwertige Spezialanfertigung - und mit 4Namen drauf - geht man nun davon aus, das einige bereits dort wohnten - und der Name deines Freundes nun zusätzlich drauf muss, ist es dem Vermieter nicht zuzumuten diese Extrakosten zu tragen.

Bei Einzug eines Mieters kommt er dafür auf - und ggfs hat er gerade EUER Schild schon 1oder 2 mal geändert - und hat nun einfach die Faxen Dicke ??

In dem Fall kann ich ihn sogar verstehen - wenn Ihr Euch zu viert die Miete teilt - spart ihr eh enorm... 

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albatros 29.08.2015, 00:43

Die Regelung in der HO ist so in Ordnung. Das macht in der Regel immer der Hausmeister, auch bei meinem Großvermieter ist das so ohne jegliche Kosten für den Mieter. Es ist, wie schon in meiner Antwort erwähnt, ohne individuelle Vereinbarung im Mietvertrag keine Kostenabwälzung auf den Mieter möglich. Ohne Name auf Tableau oder auch dem Briefkasten verlören Beide ihren Sinn. Sie gehören aber beide zur Mietsache und deren vertragsgemäßer Gebrauch ist nur mit Namen des /  der Mieter möglich. Es könnte sich ergeben, dass sämtliche Post an den Absender zurückgeht mit dem Vermerk, dass der Empfänger unter dieser Adresse unbekannt ist.

Ich sehe deshalb keine Verpflichtung die geforderten Beträge zu zahlen.

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Hausverwaltungen schreiben das mit den Klingelschildern oft vor, damit ein einheitliches Bild entsteht und nicht jeder was anderes hinklebt. Die 130€ sind eindeutig zu viel. Wie gesagt die 20€ sind ok. Entweder andere Schilder abmessen, Material feststellen, Foto machen wegen Schrift und Schild um die Ecke anfertigen lassen. Selbst anbringen.


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