Klinefelter-Syndrom - warum nicht weiblich?

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2 Antworten

Das Y-Chromosom verhindert die ausbildung weiblicher Geschlechtsmerkmale. Das X-Chromosom sorgt dafür, dass unter anderem die Geleschtsmerkmale weiblich gebildet werden, also eine Vagina, Gebärmutter und Eierstöcke. Wenn ein Y-Chromosom vorhanden ist, wird diese Entwicklung blockiert.

Aus den Gonaden (Keimdrüsen), die ein Kleinkind hat, wird die Rinde verwendet, um die Eierstöcke zu bilden. Wenn ein Y-Chromosom da ist, wird nicht die RInde verwendet, sondern das Mark. Das bildet dann die Hoden beim Jungen. Deshalb sind Menschen mit diesem Klinefeltersyndrom, dem Karyotyp 47 XXY immer vom Phänotyp (Erscheinungsbild) männlich.

Das zweite X-Chromosom spielt keine Rolle, da jedes überzählige X-Chromosom als sogenanntes Barr-Körperchen deaktiviert und am Rande des Zellkerns gelagert wird. Nur bei der Zellteilung wird es entpackt und repliziert.

Dieser Karyotyp 47 XXY wird oft nur daran erkannt. Denn wenn bei einem dieser Männer eine Zelle untersucht wird, wird das Barr-Körperchen festgestellt, das ein Mann aber normalerweise nicht hat, nur Frauen haben es. So wird das Klinefelter-Syndrom festegestellt. So muss nicht aufwändig ein Karyogramm gemacht werden.

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Dein ichbinich2000

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Das Vorhandensein eines Y-Chromosoms bedeutet, dass das Individuum männlich ist. Egal wieviele X da sind. Chromosomen löschen sich nicht gegenseitig aus.

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