Klimawandel polarkappen?

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5 Antworten

Da musst Du zwischen den verschiedenen Eismassen unterscheiden:

Einmal das arktische Meereis, das auf dem Meer schwimmt und wie ein Eiswürfel in einem Glas Wasser beim Schmelzen keinen direkten Anstieg des Meerespiegels verursachen kann. (Leider hat das Schmelzen des Meereises aber einen indirekten Einfluss)

Zum anderen das

Landeis

, das auf Land aufliegt und durch ein Schmelzen durchaus den Meerespiegel steigen lässt, und in der Arktis vor allem der

grönländische Eisschild

, der ja auch in der Arktis liegt. https://de.wikipedia.org/wiki/Arktis

Dieser allein könnte bei einem vollständigen Abschmelzen (das aber Jahrhunderte dauern würde!) den Meerespiegel um etwa 7 m erhöhen. Gerade Grönland verliert in letzter Zeit beschleunigt Eis, einmal durch direktes Schmelzen, andererseits durch ein schnelleres Abfließen der Gletscher am Rand. In der Mitte gewinnt der Eisschild zwar etwas durch erhöhten Niederschlag, insgesamt verliert aber Grönland in sich langsam beschleunigendem Tempo an Eis. http://scilogs.spektrum.de/klimalounge/rekordjahr-2016-die-wichtigsten-daten-und-grafiken-die-jeder-kennen-sollte/ Dort Abb. 5.

.

Zum indirekten Einfluss des Abschmelzens des Meereises:

Meereis strahlt durch seine sehr helle Oberfläche viel Sonnenlicht direkt zurück, und trägt dadurch zu eine Kühlen der Erde bei. Wenn es schmilzt, nimmt der dunkle Ozean darunter viel mehr Wärme auf, die zu mehr Schmelze führt, die zu mehr Wärme führt....

Dies ist die "Eis-Albedo-Rückkopplung", die die Erwärmung beschleunigt.
Diese zusätzliche Wärme führt auch zu einem zusätzlichen Schmelzen des
grönländischen Eisschildes. http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Eis-Albedo-R%C3%BCckkopplung

globale Temperaturaufzeichnungen bis 2016 - (Wasser, Eis, Klimawandel) Massenverlust grönländisches Landeis - (Wasser, Eis, Klimawandel)

Durch Eis welches auf dem Wasser schwimmt und später schmilzt steigt der Meeresspiegel nicht, denn die Verdrängung verändert sich nicht.

Test: Fülle ein Glas mit Wasser und Eiswürfel markiere den Wasserstand und schau nach wenn die Eiswürfel geschmolzen sind.

Was mit dem Anstieg gemeint ist sind Eismassen die auf Land auf liegen. (Grönland bis zu 3 km dick). Gletscher in den Gebirge, Antarktis. Wenn die Schmelzen dann steigt er an.

Zum Problem des Klimawandels:

Die Wissenschaft erkennt immer mehr das alles irgendwie zusammenhängt. Die Frage ist nur wie! Das hat Alexander von Humboldt aber auch schon Mitte des 18. Jahrhunderts erkannt. Getan haben wir seitdem nichts. Erst seit etwa 25 Jahren werden Strategien wie die Nutzung von CO2 freier Energie voran gebracht.

Die Probleme werden viel größer sein als nur der Meeresspiegelanstieg. Durch die Erwärmung verändern sich die Temperaturen im Meer das verändert die Nahrungsketten (Krill) und die Meeresströmungen (Golfstrom). Das führt zu Nahrungsknappheit, durch das Erwärmen taut auch der Permafrost auf. Dadurch wird Methan in unglaublichen Mengen frei, was weiter zur Erwärmung beiträgt. Das führt zur Versauerung der Meere. Kalkhaltige Tiere sterben ab. Die die Grundlage für viele Arten bilden (weite Teile der Welt leben nur von Fisch), von dem Verlust der Artenvielfalt von Korallenbänken will ich gar nicht reden. Usw usw. Zusätzlich holzen wir noch die CO2 senken - unsere Wälder ab. Es werden sogenannte Kipppunkte des Erdsystems übersprungen. Das erkennt die Wissenschaft immer mehr. Die Frage ist wann welcher Kipppunkt erreicht wird und was er auslöst und wie man dagegen steuert. Und da streiten sich die Länder und Lobbyisten und Gelehrten.

Das große Problem dabei ist die Schnelligkeit in der das ganze zur Zeit abläuft. Klimawandel hat es schon immer gegeben. Die Natur hatte aber viele Millionen Jahre Zeit sich damit anzupassen. Was jetzt zusätzlich durch den Menschen verursacht wird geschieht seit 200 Jahren. Das ist Erdgeschichtlich gesehen ein Furz! Problem erkannt?

in der Wissenschaft ist das Problem schon lange bekannt, nur die Politik und Forschung hängt hinterher. Mit aktueller Technik ist es quasi unmöglich kein CO2 auszustoßen. Strom muss in der Sekunde erzeugt werden, in der er produziert wird. Das ist vor allem morgens wenn die Leute haare Fönen, Radio hören, den Toaster und kaffekocher + Licht einschalten. In der nacht 0-5 Uhr wird sehr wenig Strom benötigt. Wind und Solarenergie sind nicht steuerbar. Sie erzeugen Strom zu zufälligen Zeiten, manchmal so viel, das keiner ihn braucht und wir ihn ins Ausland exportieren (deutschland bräuchte die 15-fache Weltweite Jahresfürderung an Lithium für genügend Batterien. Naja und man kann kaum die weltweite Förderung für sich allein beanspruchen.) Abends und im Winter müssen wir dann Atom- Kohlestrom aus dem Ausland zurückkaufen. Dieses System Funktioniert halt nur, weil das Ausland genügend Kohle und Atomstrom hat. Nun ist irgendwo auf der Welt immer Tag. Leider sind die Verluste in den Stromleitungen schon bei wenigen 100km sehr Groß.

Wasseremergie ist optimal. Müssen halt ein paar Leute umgesiedelt werden, aber man kann bei Bedarf mehr Turbinen dazuschalten und so die Produktion kontrollieren. Leider benötigt die Nutzung sehr bestimmte Geländeeigenschaften, welche schon fast ausgeschöpft sind.

Für Haushalte gibt es sogenannte 0-Emissionshäuser. Häufig dort, wo geothermie genutzt werden kann, aber auch anderswo. Diese sind leider immens teuer. Industrie und Produktion wird aber kaum mit 0-Emission möglich sein. In großen Teilen der Welt, können sich diese Häuser eh nicht geleistet werden (die wären froh, wenn sie überhaupt ein Haus oder Bildung hätten).

Kernfusion soll ab ca. 2070 einsatzbereit sein. Deuterium und tritium sollen ohne weiteres für 500 Jahre reichen, selbst wenn der Strom-Bedarf sich verzehnfacht (was in dem Zeitraum nicht auszuschließen ist). Jeder kann natürlich privat emergie sparen. In der Realität fahren aber auch die, die am meisten auf den Klimawandel hinweisen auch lieber Auto als Fahrrad.

Mit unseren heutigen Mitteln, kann der CO2 Ausstoß etwas gesenkt, aber nicht gestoppt werden. 

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Das sind ja riesige Eisberge über dem Wasserspiegel, die dann wenn sie tauen in das Meer stürzen. Da fängt das Problem ja an.

Wenn du ein Glas mit Wasser hast und nen Eiswürfel reinstellst, steigt ja der Wasserspiegel. Wenn das Eis geschmolzen ist bleibt das Wasser ja gleich hoch...

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@fragenwow

Die Eisberge befinden sich ja auch über dem Wasserspiegel. Stell dir einfach vor du schüttest so viele Eiswürfel in ein Wasserglas, das auch oben Eiswürfel hinausragen...in diesem Fall steigt beim Schmelzen auch der Wasserspiegel

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Aber Grönland wäre auch betroffen. Und da ist Landmasse.

Gut erkannt. Durch den Nordpol würde der Meeresspiegel nicht einen Pikometer steigen. Die Nordpolarregion ist Schwimmeis.

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