Klimawandel die Welt hat selbst schuld?

7 Antworten

Hallo,

Es gibt gerade knapp acht Milliarden Menschen auf der Erde, und ich vermute, sie denken nicht alle das gleiche.

Wenn es noch nicht einmal vollständigen Konsens darüber gibt, dass es überhaupt einen bedrohlichen, menschgemachten Klimawandel gibt (unter den ernsthaften Wissenschaftlern, die sich damit befassen schon, aber in Foren wie diesem hier tummeln sich die Besserwisser und Verschwörungstheoretiker) dann gibt es allein deswegen keinen Konsens darüber, dass wir etwas aufhalten könnten, was einige wenige noch nicht einmal für real halten.

Dennoch glaube ich nicht, dass irgend etwas in uns vorprogrammiert sei. Sehr wahrscheinlich schon, aber nicht unabänderlich.

Von einem menschengemachten Klimawandel hat der die das Fragesteller gar nicht gesprochen.

Egal was die Ursachen sind, der Kampf gegen die Klimaerwärmung ist der reinste Blödsinn, weil er ganz und gar wirkungslos ist. Durch das Abschmelzen der Eisflächen, das Auftauen der Permafrostböden und das Abholzen, Verdorren, bzw. Verbrennen der Wälder ist die Klimaerwärmung längst ein sich selbst verstärkender Vorgang.

Der Menschheit bleiben nur die Alternativen sich anzupassen oder dezimiert zu werden.

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Der Mensch ist aber auch im Stande genau dies einzusehen und entgegenzusteuern. Würden alle Menschen so denken, würde es Umweltbewegungen nicht geben. Es ist also möglich diesen Kreis zu durchbrechen. Wichtig ist nur, dass dem Rest der Menschheit auch klar wird, dass es kein ewiges Wachstum gibt.

Das muss aber auch nicht heißen, dass wir alles verbieten müssen. Alternativen für die heutigen Umweltkiller finden kann da schon helfen. Es ist also eher ein Umstellen als ein Bremsen. Das erfordert aber viel Arbeit und viel Kraft. Alles was Kraft fordert wird in der Regel seitens der Menschen erst gemacht, wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt. Es wird also die Umstellung geben, nun geht es nur noch darum diese Umstellung so schnell es geht voran zu bringen

Umweltbewegung ist erstmal nichts weiter als eine lautstarke Versammlung. Das heißt jedoch längst nicht, dass sich die Demonstranten selbst einschränken würden.

Unsere ach so tolle Jugend fordert nämlich nur von anderen Verzicht. Geht es ihnen an den eigenen Kragen, hört es ganz schnell auf mit dem Umweltbewusstsein.

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@Maya707

Es gibt solche und solche. Natürlich gibt es Jugendliche, die nur vordern und selbst nichts machen. Es gibt aber auch Aktivisten (auch unter den Jugendlichen), die sich wirklich einschränken. Da ist dein Kommentar schon sehr verallgemeinernd und unterstellend. Da es bei einigen Menschen offensichtlich möglich ist die Umstände zu erkennen und entsprechend zu handeln, ist der Mensch generell zumindest in der Theorie dazu im Stande.

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@Lorbano

Ich war vorher auch nicht so verallgemeinernd. Leider muss ich ständig lesen, wie Jugendliche Verbote fordern und die Schuld zuweisen. Doch würden die nie auf die Idee kommen, ihr eigenes Handeln zu hinterfragen. Das ist einfach die Wahrheit.

Der Teil derer, die selbst aktiv etwas tun, ist im Vergleich gering. Schön, dass es sie gibt. Hut ab. Aber viele sind es nicht.

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@Maya707

Naja, wenn du von der "tollen Jugend" sprichst, die nur von den Anderen Verzicht fordert hast du schon alle Jugendlichen in einen Topf geworfen ohne zu differenzieren. Am Ende muss jeder selbst seinen Teil beitragen um die Umwelt zu schützen, da bringen Schuldzuweisungen von beiden Seiten auch nichts

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@Lorbano

"Tolle Jugend" hätte ich selbstverständlich wesentlich anders sagen können. Am Ende ist aber leider die Wahrheit: so lange die Reichen weiter machen wie bisher, kann sich der kleine Mann den Arsch aufreißen wie er will. Es bringt so gut wie gar nichts.

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@Maya707

Das stimmt leider. Wenn die Naturkatastrophen in den nächsten Jahren schlimmer werden, werden aber auch die Reichen sehen, dass man sich nicht freikaufen oder die Realität ignorieren kann. Schade, dass es dann schon zu spät ist. Deswegen bin ich für alle Ansätze, die jetzt versuchen einzuschreiten auch wenn sie klein sind. Es ist immerhin immer noch besser als nichts zu tun. Ansonsten liegt es natürlich an jedem erst einmal selbst sein Verhalten anzupassen. Das gilt für Jugendliche genau so wie für Ältere

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Ja, das ist seit einger Zeit ein besonders perfider und bösartiger Take der konservativen und Klimawandelleugner-PR:

Unabänderlichkeit, Ausweglosigkeit darstellen. Hoffnungslogkeit verbreiten. Assymetrische Demobilisierung.

Ziel ist hier konkret die Lähmung des Widerstandes gegen die fossile PR, deren korrupte Handlanger in der Politik und deren Nachplapperer.

Ein Thread:

"Wir müssen lernen, damit zu leben." Es ist die Kunst der Konservativen, Dinge als 'unveränderlich' darzustellen, um einen Wandel zu verhindern. Diese lange erprobte Strategie kann bei vielen Menschen kindliche Bewältigungsmuster triggern und Hilflosigkeit auslösen. Ein Thread.
Der Klügere gibt nach. Reden ist Silber, schweigen ist Gold. Kinder sollte man sehen, aber nicht hören. Nachgeben und schweigen, sich fügen, Gehorsam und Demut zeigen: diese Verhaltensmuster wurden Kindern traditionell abverlangt und durch eine autoritäre Übermacht erzwungen.
Im Zentrum des konservativen Autoritarismus stehen weder Argumente, sachliche Erwägungen, Interessenausgleiche oder Gleichwürdigkeit. Im Zentrum steht die Autorität an sich, in Gestalt von Familienvätern, Staatenlenkern, Religionsgründern, spirituellen Wesen. Sie entscheiden.
"Wir müssen lernen, damit zu leben": Mit dem Virus, mit sozialer Ungleichheit und Armut, dem Hochwasser, den Stürmen, den Dürren ... Der Kern dieser weichen Formulierung ist hart: Füge dich. Sei bescheiden. Vertrau auf die höhere Ordnung. Begehre nicht, was dir nicht zusteht.
Sich in eine höhere Ordnung fügen, Demut zeigen vor Autorität, Gott gehorchen: dies ist wieder sehr gefragt. Unter dem mitteralterlichen DEUS VULT zogen Kreuzritter zum Töten aus. Heute weht der Leitspruch wieder auf christlich-nationalistischen Fahnen.
Die christlich-göttliche Autorität hat in vielen osteuropäischen Ländern längst großen Einfluss auf politische Entscheidungen gewonnen, in USA ohnehin. Armin Laschet ist in erzkatholischen Männerbünden sozialisiert und durch sie politisch aufgestiegen.
Es gehört zum Wesen der patriarchalen Autorität, dass "Milde und Gerechtigkeit" nur jene erfahren, die nicht die Autorität in Frage stellen. Dies ist klar an den süßlichen Worten zu sehen, die Trump seinen Loyalisten gegenüber ausspricht, ungeachtet ihres sonstigen Verhaltens.
Armin Laschet ist ein prototypischer Vertreter christlich-autoritativer Strukturen. Wir haben ihn oft "milde & gerecht" erlebt, etwa wenn er in Gummistiefeln, mit warmen Worten und weichem Gesicht, Trostreden halten will. Seine Härte wird deutlich, wenn man ihn in Frage stellt.
Für die Wirksamkeit konservativer Argumente ist es nicht länger nötig, Probleme kleinzureden (zB "es gibt keinen Klimawandel, keine Armut usw."). Es genügt nun, diese Probleme als unabänderlich, unausweichlich darzustellen. Dies löst Reflexe von Lähmung, Angst, Unterwerfung aus.
Im Umgang mit Klimawandel und Ungerechtigkeit erfahren wir Angst und Hilflosigkeit. Diese Hilflosigkeit wird durch autoritative Kommunikationsmuster der Politik bewusst getriggert und kann zu Passivität führen, zu der Unterwerfung, die viele Kinder früh im Leben lernen mussten.
Es war in den letzten Jahrzehnten bewusste Wahlkampfstrategie der Konservativen, durch Triggern dieser seelischen Reflexe einen Dunst der Unabänderlichkeit, Alternativlosigkeit und Lähmung über das Land zu legen. Sie nennen es "asymmetrische Demobilisierung".
Wie in konservativen Kreisen über linke Spitzenpolitiker:innen gesprochen wird, erinnert mich an das neidvolle Raunen der Spießereltern am Gartenzaun: "Sieh nur, was die Nachbarin wieder trägt! Wie wichtig sie sich nimmt! Und wie die beiden miteinander umgehen, so schamlos!"
Angst und Hilflosigkeit im Angesicht von Naturkatastrophen kann man nicht ablegen. Es mag ein Trost sein, dass wir zusammenstehen, dass Fürsorge, Hilfe, Mitgefühl real sind und dass die Zivilgesellschaft lebendig und solidarisch ist und bleibt.
Wie kann die durch konservative Kommunikationsstrategien künstlich erzeugte Hilflosigkeit abgestreift werden? Durch Vertrauen auf die nachkommende Generation, die wacher, informierter, zupackender ist als jede Generation vor ihr. Vertrauen muss offen ausgesprochen werden. Tut es.
Eines lehrt die Geschichte - konservative Positionen sind seit Jahrtausenden auf dem Rückzug. Egal, wie sehr darauf herumgetrampelt wird: Es wächst grün auf den alten Steinen.

https://twitter.com/KJPGehrden/status/1416345934993281026

Hi.

Auch wenn der Mensch die Selbsterkenntnis schon hatte...der Einfachheit halber gebe ich dir recht. Der Mensch ist selbst schuld an seinem eigenen Untergang.

Darf er deswegen keine Hoffnung haben? Oder nicht alle seine Möglichkeiten ausschöpfen?

Was schlägst du vor? Reumütig warten, bis der selbst verschuldete Tod eintritt?

Wir sind evolutionär gezwungen, unser grundsätzliches Handeln einem Zweck zu widmen. Arterhatung... Vielleicht kannst du auch Ueberlebensinstinkt dazu sagen. Das wäre also der erste Grund, der für das Verhalten sorgt, was du kritisiert.

Hast du Kinder? Falls ja... Würdest du sie dem sicheren Tod überlassen, weil du grad zu faul bist oder pessimistisch? Würdest du etwas unversucht lassen, was eine mehr oder minder grosse Chance hat, sie zu retten und ihnen ein glückliches Leben zu verschaffen? Grund 2.

Ist es nicht besser, Gelder in Forschung zu stecken... statt in Waffen? Vielleicht können wir nur 2 Generationen Verzögerung erforschen.. 2 Generationen, die auch forschen...usw.

Und nicht zuletzt... Was veranstaltet der Mensch nicht alles, um seine Freizeit zu gestalten?.. Um dem Gefühl der Langeweile zu entgehen? Zukünftiges alternatives Leben zu erforschen und Rettungsmassnahmen einleiten, die das Blatt wenden könnten... Ist hat nicht ganz so langweilig wie auf den Tod warten... Grund 3

Auf lange Sicht ist es eher realistisch, dass wir in der Lage sind, uns zu verbreiten... Zu überleben... Alternativen zu entwickeln.

Wir haben die Pest besiegt, wir haben Kreuzzüge und Hexenverbrennungen und allgemein das finstere Mittelalter besiegt, ja und Hitler haben wir auch klargemacht. Da wirds ja wohl mit Überbevolkerung und Klimawandel auch klappen. Allgemein möchte ich dir sagen, dass deine pessimistisch Sicht der Dinge nicht unbedingt der Realität entspricht. Denn in der Realität gibt es Hoffnung :-)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Am Ende sind wir ja auch primitive Lebewesen die einfach ihren Trieben folgen.

Ja genau.

Entweder wir sterben aus oder wir erfinden etwas Besseres als den Menschen, etwas, das uns dann ersetzt und statt uns das Weltall usw. erforscht.

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