Klimawandel - weniger oder mehr Regen?

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2 Antworten

Das hängt davon ab, was für ein Gebiet Du betrachtest.

Es gibt nämlich zwei verschiedene Vorgänge, die die Veränderung der Niederschläge  durch die globale Erwärmung beeinflussen, die zu gegensätzlichen Ergebnissen führen.

  • Zum einen kann wärmere Luft eine größere Menge an Wasserdampf aufnehmen. Dadurch hat sich die Menge an Wasserdampf in der Luft inzwischen um rund 4% erhöht. Das führt in den Gegenden, in denen es eh schon regelmäßig regnet, zu noch mehr Niederschlägen, also auch zu mehr Regen. Unter anderem deshalb nehmen Starkregenereignisse, Gewitter und lokale Überschwemmungen auch bei uns zu.
  • Zum andern führen die wärmeren Temperaturen aber auch zu einer stärkeren Verdunstung an der Oberfläche. Dadurch werden eh schon vergleichsweise trockene Flächen noch trockener. Das führt dann in diesen Gebieten zu noch weniger Regen. Dementsprechend haben auch die sehr trockenen Flächen auf der Erde zugenommen. http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/D%C3%BCrren#Trends

Interessant ist z.B. die Veränderung der Niederschläge im Winter, die ja bei entsprechend kalten Temperaturen als Schnee fallen: Da hat die Schneebedeckung auf der Nordhalbkugel im Herbst leicht, im Winter deutlicher zugenommen, weil eben mehr Wasserdampf in der Luft ist. Dagegen ist die Schneebedeckung im Frühjahr und besonders im Sommer stark zurückgegangen, da es ja wärmer wird und Schnee dann halt schneller bzw. früher schmilzt.

globale Temperaturen, CO2 und Sonneneinstrahlung 1950 bis 2016 - (Wasser, Klimawandel) Zunahme sehr trockener Flächen - (Wasser, Klimawandel) Schneebedeckung Nordhalbkugel - (Wasser, Klimawandel)

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