Klimawandel - vom Menschen verursacht?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, die gegenwärtige globale Erwärmung und der daraus folgende zusätzliche und beschleunigte Klimawandel sind größtenteils vom Menschen verursacht.

Es gibt zum einen den natürlichen Klimawandel seit es so etwas wie Wetter auf unserem Planeten gibt. Dieser natürliche Klimawandel wird z.B. durch größere Schwankungen der Sonneneinstrahlung, Veränderungen der Umlaufbahn der Erde (Milankowich-Zyklen), langfristige vulkanische Aktivitäten oder die Verschiebung der Kontinente durch die Plattentektonik und einiges mehr verursacht. Dieser natürliche Wandel läuft normalerweise in Jahrmillionen, Jahrzehntausenden und Jahrtausenden ab.

Die gegenwärtige globale Erwärmung und der daraus folgende, zusätzliche und beschleunigte Klimawandel dagegen wird größtenteils vom Menschen durch sein Emissionen an Treibhausgasen und andere menschliche Einflüsse verursacht, und ist um ein vielfaches schneller als der natürliche und verläuft innerhalb Jahrzehnten und Jahrhunderten:

Es gibt jetzt noch größere Sicherheit (>95%), dass der Mensch die dominante Ursache der globalen Erwärmung ist. Natürliche interne Schwankungen und natürliche äußere Antriebe (z.B. die Sonne) haben zur Erwärmung seit 1950 praktisch nichts beigetragen – den Anteil dieser Faktoren kann IPCC auf ± 0,1 Grad eingrenzen.

http://www.scilogs.de/klimalounge/der-neue-ipcc-klimabericht/

Der IPCC Bericht wurde dabei noch auf Druck einiger Regierungen vorsichtiger formuliert - die Wissenschaft hätte eher zu 99%, also praktisch sicher, geneigt.

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Nach den natürlichen Klimaantrieben würde sich das Klima eher abkühlen, und in einigen zehntausend Jahren die nächste Kaltzeit beginnen. Der Mensch hat diese langsame Abkühlung durch seine Treibhausgasemissionen in einen rasanten Anstieg umgekehrt:

https://www.gutefrage.net/frage/ob-und-wenn-ja-wie-schnell-wuerde-sich-das-weltklima-erwaermen-wenn-es-die-tatsaechliche-menschgemachte-globale-erwaermung-nicht-geben-wuerde?foundIn=list-answers-by-user#answer-228145156

globale Temparaturen, CO2 und Sonneneinstrahlung seit 1950 - (Klima, Klimawandel, Globale Erwärmung) Klimaantriebe laut dem 5. IPCC Bericht - (Klima, Klimawandel, Globale Erwärmung) Temparaturentwicklung nach der letzten Eiszeit bis heute, sowie Szenario A1B - (Klima, Klimawandel, Globale Erwärmung)
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Es gibt jetzt noch größere Sicherheit (>95%), dass der Mensch die dominante Ursache der globalen Erwärmung ist.

Wie soll das gehen, wenn CO2 einen Anteil am Treibhauseffekt von 9-26% hat? Während Methan und Wasserdampf bei rund 80% liegen? Dominante Ursachen sehen anders aus.

https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhausgas

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@Interkalator

Das ist natürlich abhängig von der Bewölkung, der relativen Luftfeuchtigkeit und anderem.
Nebenbei fällt bei Dir rein zufällig unter den Tisch, dass auch Wasserdampf H2O einen von-bis Bereich von 36-70& und Methan CH4 einen Bereich von 4–9 %. Selbst die Extremwerte von H2O und CH4 addieren sich also nicht zu den 80% auf, die Du da als "rund", also für den normalen Leser als durchschnittlich behauptest. (in der dort verlinkten Quelle Kiehl/Trenberth sind die 9% übrigens nicht direkt zu finden. Ich recherchier mal nach) https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt#Treibhausgase

Weiterhin solltest Du zwischen den kondensierenden Treibhausgas Wasserdampf und den nicht-kondensierenden unterscheiden. http://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/ist-nicht-wasserdampf-statt-co2-das-wichtigste


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@realfacepalm

Selbst die Extremwerte von H2O und CH4 addieren sich also nicht zu den 80% auf


"Wasserdampf ist das wichtigste Treibhausgas.[25] Sein Beitrag zum natürlichen Treibhauseffekt wird auf etwa 60 % beziffert."

"Methan trägt aufgrund seiner hohen Wirkung (25-mal so wirksam wie CO2[14]) mit rund 20 % zum anthropogenen Treibhauseffekt bei."

https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhausgas

Wenn du zwischen kondensierten und dekondensierten Gasen unterscheidest, dann solltest du auch auf CO2-Speicherung in den Meeren und Pflanzen bzw. deren Verstoffwechslung im CO2-Kreislauf berücksichtigen.

PS: Die Luftfeuchtigkeit ist nicht die Abhängigkeit der Stärke des Treibhauseffektes von Wasserdampf, sondern die Folge daraus.




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@Interkalator

Zur Wasserdampf / Methan-Wirkung: Da wechselst Du die Bezugsgröße. H2O trägt bis zu 80% zum gesamten THE bei, die von Dir genannten 20% für Methan sind  innerhalb des anthrophogenen Anteils, der wiederum nur einen kleinen Teil des gesamten THE ausmacht. Daher ist Deine Rechnung falsch.

Die Zahlen sind vor allem durch die Unsicherheit bei der Einbeziehung von Wolken schwankend - darum wird auch oft nur der Wert für klaren Himmel, "clear sky" angegeben.

Zum PS: Die Konzentration von Wasserdampf hängt in keinster Weise vom Treibhauseffekt ab. Die Lufttemperatur bestimmt die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf - je wärmer, desto mehr kann aufgenommen werden. Zur Verdeutlichung könnte man sich auf die gesamte Menge an Wasserdampf in Gramm beziehen, statt auf die relative Luftfeuchtigkeit.

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@realfacepalm

Da wechselst Du die Bezugsgröße.

Das stimmt. Ich vergleiche mal die Bezugsgröße nur vom CO2:

Laut Wikipedia war 2006 eine Produktion von 32 Gt beim menschengemachten Anteil. Der Natürliche Anteil beträgt 550Gt pro Jahr.

Wenn man nun 9-26% benennt nur vom natürlichen Anteil, dann kann man die auch für das Gesamte stehen lassen, denn die 32Gt vom Menschen zählen hierzu vielleicht 1%. Es wird also lange nicht dominant, dazu müsste der Mensch schon mindestens 400Gt pro Jahr beitragen.

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@Interkalator

Aha. Den eigenen Fehler nicht eingestehen und als Begründung ... ein schneller Themenwechsel.

Nochmal: Deine 80% sind falsch. Begründung oben.

Deine weiteren Einlassungen sind jetzt das nächste klassische Pseudo-Skeptiker-Argument, und dazu noch mit falschen Zahlen.

Eine ausführliche Widerlegung hier: https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-die-co2-emissionen-des-menschen-sind-winzig

Übrigens bereits in meiner ursprünglichen Antwort erklärt.

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@realfacepalm

Nochmal: Deine 80% sind falsch. Begründung oben.

Selbst wenn die 80% nicht stimmen und der Wert niedriger ist, kann CO2 nicht dominant sein, weil sie nur 9-26% ausmachen. Bedeutet andere Treibhausgase machen 74-91% aus.

Deine weiteren Einlassungen sind jetzt das nächste klassische Pseudo-Skeptiker-Argument, und dazu noch mit falschen Zahlen.

Die Zahlen habe ich immernoch aus dem gleichen Link von Wikipedia:

"Die geogene, also natürliche CO2-Produktion beträgt ca. 550 Gt pro Jahr."

"Der weltweite anthropogene CO2-Ausstoß betrug im Jahr 2006 ca. 32 Gigatonnen (Gt)"

https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhausgas

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@Interkalator

Deine Aussage:

denn die 32Gt vom Menschen zählen hierzu vielleicht 1%. Es wird also lange nicht dominant, dazu müsste der Mensch schon mindestens 400Gt pro Jahr beitragen.

ist leider Quatsch, mit falschen (1%) bzw. frei erfundenen (400Gt) Zahlen und ohne den Versuch, die Zusammenhänge erkennen zu wollen. Im Prinzip verwechselst Du Umsatz und Gewinn.

Die genannten 32 Gt kamen zusätzlich zu den 550Gt im Kohlenstoffzyklus hinzu. Für 2006 waren das also ein Zuwachs von etwa 5,8%.

550Gt waren der Start, nach 2006 waren es 550Gt + 32 Gt = 582Gt abzgl. dem was die Meere aufnehmen (das wären rund die Hälfte von den 32Gt - daraus folgt auch die Meeresversauerung) und dem was der biologische C-Kreislauf zusätzlich aufnimmt, und anderen Senken.

Dadurch hat der Mensch z.B. die CO2-Konzentration in der Atmosphäre von etwa 280ppm vor der Industrialisierung auf gegenwärtig über 400ppm gesteigert - also um über 40%

Zusätzliche Freisetzung von C aus einem langfristigen Speicher (hier durch Verbrennung fossiler Brennstoffe) in die Atmosphäre => mehr Treibhausgase in der Atmosphäre  => der Treibhauseffekt wird um einen bestimmten menschenverursachten Anteil größer => es wird wärmer.

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@realfacepalm

ist leider Quatsch, mit falschen (1%)

Wenn (Mittelwert) 17,5% CO2 Anteil am Treibhauseffekt vorhanden ist und 582Gt der Gesamtwert von geogen und anthropogen, dann sind das laut Dreisatz 1,02%, die einen Anteil am Treibhauseffekt haben, die man dem Menschen zuordnen kann.

Dadurch hat der Mensch z.B. die CO2-Konzentration in der Atmosphäre von etwa 280ppm vor der Industrialisierung auf gegenwärtig über 400ppm gesteigert - also um über 40%

Du verwechselst hier den Partialdruck mit dem Anteil am Treibhauseffekt. Dieser bleibt nach wie vor bei 9-26% (oder 17,5% Mittelwert). Selbst wenn der Partialdruck um 100% seit Industrialisierung gestiegen wäre, wäre das in Relation zu anderen Treibhausgasen immernoch ein geringer Anteil, weil wie ich schon zitierte beispielsweise Methan 25 mal so wirksam ist wie CO2.

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@Interkalator

Das geht, wenn man Zusammenhänge versteht, und nicht rein formal "korrekt" mit Zahlen jongliert.

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Vielen vielen Dank für deine Meinung und die Bilder. Damit kann ich sicher viel anfangen in meiner Facharbeit :)

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@Xxswannix

Xxswannix, Danke für den Stern! :-)

Und viel Erfolg bei der Facharbeit!

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Hallo,

div. Wandel des Klimas gab es schon seit jeher. Es ist also falsch wenn behauptet wird, dass der Klimawandel definitiv nur vom Menschen verursacht wird.

Was allerdings Fakt ist, ist die Tatsache, dass der Klimawandel durch den Menschen verstärkt und beschleunigt wird.

Beweisbar ist allein oder am besten die Wetterveränderung durch die offenkundigen Kondensstreifen und Wolken des Flugverkehrs. Als - wenn auch nur teilweise - Bedeckung am Himmel behindern sie die Wärmeabstrahlung der Erde. Darüber hinaus verstärken sie durch Reflexion die direkte Sonnenstrahlung, was an ihrem diffusen, mäßigen und strahlenden Weiß erkennbar ist. Allein der zweitgenannte Effekt reicht schon ohne Erhöhung der Durchschnittstemperatur durch den erstgenannten Effekt aus, um die Wasserverdunstung als Kriterium der Schadensereignisse, die dem "Klimawandel" zugeordnet werden, verstärkt anzutreiben, weil das Maß an Verdunstung zur Temperaturerhöhung unverhältnismäßig ansteigt. Weil dieser Einfluss jederzeit kurzfristig beendet werden kann, ist es irreführend von "Klimawandel" zu sprechen, unter dem ein langzeitlicher Prozess verstanden wird.  

 

Facharbeit Geographie - Klimawandel, Naturkatastrophen (Gliederung, Hilfe)

Ich brauche dringend ein Thema für eine 30-40-seitige Abitur-Facharbeit in Geographie.

Interessieren würden mich Naturkatastrophen. Ich denke das ist als Thema aber nicht günstig, weil es so viele verschiedene gibt und man auf nichts genau eingehen kann.

Klimawandel ist meiner Meinung nach zu umfangreich, ich bin auf die Idee gekommen beide Themen zu verknüpfen. Habe versucht eine Gliederung zu erstellen um zu sehen ob sich das Thema eignet:

Auswirkung des Klimawandels auf Naturkatastrophen 1. Definition Klimawandel 2. Ursachen 2.1. Natürliche 2.2. Industrialisierung 3. Gegenmaßnahmen 4. Auswirkungen auf Naturkatastrophen 4.1. Hurrikans 4.2. Erdbeben 4.3. Vulkanismus 4.4. Überschwemmungen alle kurz beschreiben und die veränderung durch klimawandel erläutern 5. Aktuelle Beispiele 5.1. einige nat.kats. aufzählen

Das ist alles was mir bis jetzt eingefallen ist. Habe viel recherchiert, es gibt gute Beiträge darüber und ich hab auch ein interessantes Buch gefunden. http://www.amazon.de/Wie-aus-heiterem-Himmel-Naturkatastrophen/dp/3423247665

Habt ihr eine Idee welche Punkte ich noch einfügen könnte? Oder soll ich die Gliederung ganz anders angehen und mit Naturkatastropgen allgemein anfangen bzw genauer auf die einzelnen eingehen?

Vielleicht hat auch jemand einen Vorschlag für ein ganz anderes Thema.

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