Klima retten = Demokratie abschaffen?

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Der Kapitalismus hat längst seinen Zenit erreicht und wir sind mitten in dessen Abwärtsspirale. Eine neues Modell wäre an der Stelle tatsächlich sehr angebracht.

Demokratie ist auch nicht optimal, aber ich kenne auch keine alternative Modelle, die bei so großen Gesellschaften vernünftig funktionieren können.

Eine Diktatur halte ich für dumm.

Was ich für sinnvoll halte: Ein Gesetz, dass die Umwelt gewürdigt und geschützt werden muss damit auch zukünftig weiterhin Menschen und andere Tiere diese Welt bewohnen können und damit keine Kriege um Ressourcen und Land noch mehr erzwungen werden. Das hat nichts mit Diktatur, sondern mit einem gesunden Menschenverstand zu tun. Und in Folge dessen: ja, Flugverkehr müsste erstmal zumindest weitgehend unterbunden werden, solange es keine "grüne" Alternative gibt. Tatsächlich kann ich mir sogar vorstellen, dass eine ökologische Alternative dann aus Dringlichkeit auch bald käme.

"Andere Tiere" die meisten Menschen sehen ja nichtmal ein das alle Tiere (wir eben auch) mit einander verwandt sind!! Ok nicht direkt aber irgendwie halt...! 🤪👨‍🌾♻🍀🐸☮😜

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Ich empfinde deine Ansichten als vernünftig.

Natürlich ist der Kapitalismus (eigentlich ein dämliches Wort, IMO) keine optimale Wirtschaftsform, das zeigt sich insbesondere jetzt, wo seine mangelnde Flexibilität und sein blindwütiges Wachstums- und Gewinnstreben zum Problem für uns alle werden.

Aber wie du im Grunde schon beschreibst: Maßnahmen zum Schutz der Welt müssen in einem demokratischen Umfeld getroffen werden, auch, wenn es länger dauert als unter einem totalitären Ökostaat. Ich befürworte sogar solche Gesetze wie eine Beschränkung oder weitgehendes Verbot von kommerziellen Flügen, bzw. ich könnte mich damit anfreunden, aber es muss auf parlamentarischer Ebene geschehen.

Die Herrschaft einer grünen Forscherelite würde die ohnehin schon tief polarisierte Gesellschaft völlig zerreißen.

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Und dann? Dann würden alle mit dem Auto fahren und die Straßen wären alle verstopft. Wie einige hier schon gesagt haben, man sollte auch mal an die Konsequenzen bei solchen Entscheidungen denken.

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@TitusPullo

Mir ist bewusst, worauf du hinaus willst, aber das Beispiel ist schlecht. Wenn Flugverkehr weitgehend verboten wäre, würden viele gar nicht erst reisen. Die, die regelmäßig weit reisen müssten, aber nicht fliegen dürften, würden tendenziell eher auf Züge umsteigen. So oder so: Die Masse an Menschen die dann noch weite Strecken auf sich nehmen -muss- auf Autos, Züge, Busse und Schiffe verteilt ist verschwindend gering.

Autos sind übrigens auch nicht gerade umweltfreundlich. Wenn nicht fast jedes Auto nur von einem einzelnen Menschen besetzt wäre, wären auch keine Straßen verstopft. Wenn das öffentliche Verkehrsnetz überarbeitet und mehr genutzt würde, wären wir noch deutlich effektiver unterwegs.

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@TitusPullo

Wir sollten vielleicht auch darüber nachdenken, welche Konsequenzen entstehen, weil wir aus Angst vor Risiken keine Entscheidungen treffen. Viele Risiken lassen sich mit etwas Einfallsreichtum ja durchaus minimieren. Aber ja: Natürlich werden sich einige Dinge ändern und manche davon werden vielen Leuten nicht schmecken, da sie auf bisherige Privilegien verzichten müssen - zumindest zeitweise bis eine neue Erfindung die Alte ersetzt - aber anders geht es auch "schnell" nicht.

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@kaladinus

Einfach zu glauben die Leute würden dann nicht mehr Reisen ist naiv. Wenn das nach einem Flugverbot nicht eintreffen sollte, denn viele Reiseziele sind auch mit dem Auto gut erreichbar, dann ist der Umwelt kein Stück geholfen.

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@TitusPullo

Selbst dann ist es ökologischer mit dem Auto zu fahren - in der Annahme, dass die Leute tendenziell nicht alleine verreisen. Fliegen lohnt erst bei Langstreckenflügen mit mehr als 4000 km. Ich glaube tatsächlich, dass auch wenige Leute motiviert wären solange mit dem Auto zu fahren - potentiell noch länger, da noch eine Fähre dazukommt. Ich bin aber wie gesagt generell kein Fan von unausgelasteten Autos. Die machen nur Sinn, wenn ÖPNV oder Fahrrad deutlich mehr Zeit und/oder Geld beanspruchen oder es einfach nicht möglich ist.

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@kaladinus

Wenn ein Auto fährt und fährt vielleicht, mehr Autos auf der Straße bedeutet aber mehr Unfälle was wieder zu mehr Staus führt. Stop and Go ist ebenso ein Klimakiller, hinzu kommt noch der Warenverkehr.

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Dass der Klimawandel uns allmählich einholt ist ja offensichtlich. Während der globale Norden mit den größten CO² Fußabdrücken quasi "Schuld" am Klimawandel hat (ohne hier jetzt mit dem Finger auf jemanden zeigen zu wollen, schließlich gehöre ich selbst auch absolut dazu), ist es der globale Süden, der als ersten die Folgen spürt. Mittlerweile sind wir aber an dem Punkt, dass selbst wir hier in DE merken, dass da etwas vor sich geht (mal sämtliche Personen ausgeklammert die das aus psychischem Selbstschutz leugnen).
Die vorgeschlagenen Lösungen sehe ich ein wenig kritisch. Zum einen halte ich Panikmache mittlerweile für den falschen Weg. Noch vor Jahren wäre das auch die Vorgehensweise meiner Wahl gewesen, frei nach dem Motto "die Menschen müssen Angst haben, damit sie es besser machen", heute sehe ich das kritischer. Genau diese Methode führt leider oft zum Gegenteil, die Leute verschließen sich. Den Menschen dieser Zeit fällt es unglaublich schwer, sich Schuld zuzugestehen. Anstatt dann also zu sagen "okay, stimmt, ich muss es zukünftig besser machen" schalten sie in den Abwehrmodus, und die Ankläger sind plötzlich "Moralapostel/Gutmenschen/links-grün versiffte Spinner/Verschwörungstheoretiker/...", soviel mal zur Vorgehensweise des Artikels, auch wenn natürlich durchaus Wahrheit drin steckt. Stephen Hawkins meinte wenn wir so weiter machen wie bisher gibt er der Menschheit keine 100 Jahre mehr (um die Aussage mal runterzubrechen), ich persönlich halte das für eine sehr realistische Prognose.

Eine "Öko-Diktatur" wäre sicherlich eine Lösung. Wir haben mehr als nur einmal bewiesen, dass Demokratie zwar die erstrebenswerteste Regierungsform ist, aber auch eine, für die die meisten Menschen nicht bereit sind. Demokratie ist mit unglaublich viel Verantwortung verbunden, zum einen ist da die Wahl: wählen ist eine Verantwortung. Während es unglaublich viele Menschen gibt, die nicht wählen gehen, gibt es auch noch die, die zwar wählen gehen, aber nicht sinnvoll. Damit ist nicht gemeint, dass sie ein Kreuz an der falschen Stelle setzen. Gerade die Demokratie erlaubt es ja, aus einer Vielfalt auszuwählen, vielmehr geht es darum wie gewählt wird. Da gibt es z.B. diejenigen, die schon die letzten 20 Jahre ihr Kreuz bei der selben Partei gesetzt haben und es auch die nächsten 20 Jahre tun. Ein sehr gefährliches Wahlverhalten finde ich. Dann gibt es auch einige, die beispielsweise nach Sympathie wählen, etc. Aber leider wählt nur ein sehr geringer Teil wirklich nach Inhalten, und von denen die es tun setzt sich der kleinste Teil wirklich mit den Inhalten auseinander, vielmehr fühlen sich die meisten über Wahlplakate und öffentliche Auftritte einzelner Politiker soweit informiert, dass sie meinen die Inhalte von Parteien und Politikern zu kennen. Auch das ist sehr gefährlich. Unterm Strich will ich sagen: Demokratie mag die beste Staatsform sein, aber auch die, die am meisten vom Bürger verlangt. Das zieht sich aber so durch die Geschichte der Menschheit: wenn es Rechte gibt schreit jeder hier, die Pflichten die damit einhergehen möchte aber niemand übernehmen. Trotz der negativen Worte sehe ich aber die Demokratie trotzdem als bestes Modell, Öko-Diktatur ist also eine Lösung, aber nicht die ideale meiner Meinung nach.

Der größte Feind des Klimaschutzes ist nicht die Demokratie, es ist tatsächlich der Kapitalismus. Klar, eine unbeliebte Meinung für die man schnell die Vorwürfe erhält dass man ja Kommunist sei und der Kommunismus nicht funktioniere usw., das ändert aber nichts an der Tatsache: Der Kapitalismus ist in der jetzigen Form nicht mit Klimagerechtigkeit vereinbar. Der Witz ist ja, dass wir immer wieder Fortschritte machen in Sachen Klimagerechtigkeit. Menschenrechte, Demokratie, Nachhaltigkeit, ... aber das eigentliche Übel nicht an der Wurzel packen. Der Kapitalismus ist gescheitert, dass ist keine Meinung sondern ein Fakt. Der Kapitalismus zerstört unseren Lebensraum und auch uns, zumindest so wie er aktuell funktioniert. Woran wird Erfolg in unserem Kapitalismus gemessen? Mit Geld. Was für eine Idiotie ist das denn? Geld ist ein Mittel, wie kann es da eigentlich sein, dass es der Zweck ist? Geld hat keinen eigentlichen Wert, trotzdem ist er der Indikator für gutes Wirtschaften, etwas Abstrakt aber okay...

Eine Lösung sehe ich also nicht darin, in der Politik etwas zu ändern, sondern in der Wirtschaft. Die Politik ist nicht das Problem. Es gibt schon einige alternative Wirtschaftsmodelle, die für Klimagerechtigkeit sorgen könnten. Kate Raworth entwickelte die "Donut-Ökonomie", ein Modell, das deutlich macht, wie Wirtschaft aussehen muss, wenn wir auch unseren Urenkeln noch ein Leben auf diesem Planeten ermöglichen wollen. Größter Kritikpunkt daran: sie zeigt unglaublich sinnvoll auf, wie die Ökonomie aussehen muss, nicht aber wie man das gewährleistet.

Ein anderes hervorragendes Modell ist die "Gemeinwohl-Ökonomie". In dieser sehe ich tatsächlich eine große Chance. Sie ist ein demokratischen Bottom-Up Modell, für das man sich als Einzelner per Unterschrift einsetzen kann, als Unternehmen auch auf andere Weisen. Abgesehen davon, dass es demokratisch ist und sich niemand hinstellt und sagt "So wird es gemacht!" (man kann niemandem Meinungen aufzwingen, da finde ich es einen sinnvollen Ansatz zu sagen: die Regeln und Gesetze entwickeln sich im demokratischen Diskurs), hat die Gemeinwohl-Ökonomie vor allem ein entscheidend wichtiges Element: Geld wird wieder zum Mittel, der Zweck ist das Gemeinwohl (nähere Infos wie das z.B. definiert wird gerne auf Nachfrage oder selbst nachschauen, neben dem Buch "die Gemeinwohlökonomie" findet man dazu auch viel im Internet). Das heißt: gesetzliche Vorteile (geringere Steuern, bessere Kredite, ...) für Unternehmen, die einen guten Gemeinwohl-Wert haben, die also viel für das Gemeinwohl beitragen. Bemerkenswert ist dabei auch, dass dies in einzelnen Bereichen durchaus über die nationalen Grenzen hinaus geht, also auch wie die Zustände bei Lieferanten aus dem Ausland sind spielt dort mit rein.

Darin sehe ich durchaus eine sehr sinnvolle Lösung, das größte Problem ist aktuell aber dass diejenigen, die die Macht und die Mittel haben, unsere Wirtschaftsform zu ändern, gleichzeitig diejenigen sind, die von der aktuellen profitieren. Deshalb lässt sich sowas tatsächlich nur durch Demokratie realisieren. Wenn 50 Millionen Einwohner für dieses Wirtschaftsmodell unterzeichnen, bleibt der Politik tatsächlich nichts anderes übrig, als diese Option sehr intensiv durchzuspielen. Problem: das benötigt Zeit, und genau die haben wir nicht...

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Ja vom Gemeinwohlsystem habe auch schon gehört und finde die Idee gut. Leider gibt es immer noch Diktaturen auf der Welt, die das nicht mitmachen würden und die viel mehr vom Kapitalismus profitieren. Nur wenn alle Menschen an einem Strang ziehen würden wären solche Gesellschaftsformen machbar. Eine Weltregierung wäre meiner Meinung nach gut.

Außerdem ist die indirekte Demokratie nicht ideal. Ein Politiker einer Partei verspricht etwas. Dann kommt die Partei und sagt: Fraktionszwang. Dann kommen Lobbyisten die die Meinung zu ihren Gunsten beeinflussen und dann stellt sich heraus, dass alles bloß Wahlkampf war um Stimmen zu gewinnen. Vor allem die Ausrede man könne ja eine andere Partei wählen wenn einem diese und jene Entscheidung nicht passe ist naiv, denn beim Wählen muss man Prioritäten setzen. Das macht vernünftige Politik schwierig. Dann kommt noch das Informationsnetzwerk hinzu mit dem man die Meinungen von Menschen manipulieren kann und sie so großflächig kontrolliert. Das sollte man nicht unterschätzen!

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@spiegeIzelt

Sehr treffend beschrieben! Der Einfluss von Sozial Media ist ja vor allem im Rechtspopulismus nicht zu überschätzen! Und auch was die Probleme unserer aktuellen Politik angeht stimme ich absolut zu. Immer wieder versuche ich mir zu überlegen, wie man da wohl etwas ändern könnte, aber mir scheint das ganze System ein festgefahrener Teufelskreis zu sein... Eine Lösung in der Demokratie ist natürlich immer die Mehrheit zu haben, doch für etwas so großes wie Änderungen von Regierungsform, Wirtschaftsform, Lobbyeinfluss, ... sehe ich kaum eine Chance genug Menschen zu mobilisieren...

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Sehr gute Antwort, DH, LG.

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Nein... erst mal.

Vieles wurde hier schon beschrieben was den Kapitalismus betrifft, und das es, zur Zeit nichts besseres gibt, als die Demokratie.

Auch die Demokratie unterliegt einer Entwicklung so wie alles, also auch der Kapitalismus. So, wie es jetzt läuft, nimmt der K. auf nichts Rücksicht, weder auf die Natur, noch auf auf ein soziales Gleichgewicht. Nicht innerhalb von diesem Land und schon gar nicht in anderen Regionen, die unsere Waren liefern.

Unsere Politik ist nicht einmal bereit dafür zu sorgen das Menschenrechte, Arbeits- und Umweltgesetze, in anderen Ländern, mit denen wir Geschäfte machen eingehalten werden.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/menschenrechte-konzerne-in-der-pflicht-1.3723783

Da gibt es einen Gesetzesentwurf, der dann Gesetz wird, wenn 7100 Firmen, von denen 1800 befragt werden, 400 die Fragebögen zurückschicken, von denen wiederum 200 Firmen, auf Fragen keine positive Antworten auf Fragen geben, wie sie es mit der Einhaltung der UN Forderungen halten.

Na, da werden sich schon 200 Firmen finden lassen die mit positiven Antworten, die nicht mal überprüft werden, so ein Gesetz verhindern. Kam man in dem Monitor Bericht zum Fazit.

https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/monitor/videosextern/geschacher-um-menschenrechte-wie-deutschland-un-standards-ausbremst-100.html

Da gibt es Konzerne wie Primark, die Artikel verkaufen, die so billig sind, das Kunden so viele Sachen kaufen, die sie nicht anprobieren, weil sie die lieber wegwerfen, wenn sie nicht passen.

Mit diesem K. richten wir unsere Welt mit Sicherheit zu Grunde, das geht gar nicht anders.

Und hier? Hier verdienen einige so wenig, dass sie gar nicht woanders kaufen können, als in den Billigläden. Der Rentner sammelt Flaschen und der Manager Ferraris.

Warum soll jemand, der eine Arbeit macht, hundert mal mehr verdienen als jemand, der eine andere Arbeit macht?

Jeder in seinem Job macht das was er kann, dann kann auch jeder das Gleiche bekommen. Der Bauer baut Kartoffeln an und ich halte seine Maschinen in Gang, der Arzt flickt sein Bein wenn er damit unter den Trecker gekommen ist und abends sitzen wir dann alle beim Bier, welches der Brauer gebracht hat als er seine Kartoffeln abgeholt hat. Alle bekommen das Gleiche, wer mehr Zeit einsetzt, weil er Spaß an dem hat, was er macht bekommt etwas mehr. Die Zeit die wir einsetzen wird honoriert, nicht das was was wir machen. ( kommt nicht aus meinen Gedanken, ist aber gut.)

Der Klimawandel lässt uns aber nicht genug Zeit, das alles langsam zu ändern, das hätten wir machen können als vor 30/40 Jahren, die ersten Einschätzungen in diese Richtung gingen.

Alleine über den Zeitfaktor betrachtet, wäre eine Ökodiktatur wohl richtig, aber wer soll das machen, ohne andere Ziele zu verfolgen?

Es gibt keinen anthropogenen Klimawandel, ist auch keine Option.

Also was bleibt, wenn die Demokratie zu langsam ist?

Tja, dann werden wir erst handeln, wenn wir ganz sicher sind, dass wir untergehen werden.

Bis dahin ist der Berg an Schäden aber wohl möglich so groß, das er unüberwindbar ist. ( Kippelemente).

Kippelemente – Achillesfersen im Erdsystem

Kippelemente sind Bestandteile des Erdsystems von überregionaler Größe, die ein Schwellenverhalten in Bezug auf das Hintergrundklima aufweisen. Das bedeutet, dass sie, sofern sie schon nahe an einem Schwellenwert operieren, bereits durch kleine externe Störungen in einen qualitativ neuen Zustand versetzt werden können. Beim Vergleich mit dem menschlichen Körper könnten Organe als Kippelemente beschrieben werden. Diese verändern ihre gewohnte Funktionsweise drastisch oder stellen die gar ein, sobald bestimmte Voraussetzungen, wie zum Beispiel Sauerstoffzufuhr, nicht mehr in ausreichendem Maße erfüllt sind. 
Dem Schwellenverhalten im Erdsystem liegen oft selbstverstärkende Prozesse zugrunde, die – einmal angestoßen – auch ohne weiteren externen Einfluss weiterlaufen. Dadurch kann es passieren, dass der neue Zustand eines Kippelementes erhalten bleibt, selbst wenn das Hintergrundklima wieder hinter den Schwellenwert zurückfällt. Der Übergang nach dem Überschreiten eines systemspezifischen Kipppunktes kann dabei sprunghaft, aber auch kriechend erfolgen. Seine Umweltauswirkungen sind weitreichend und könnten die Lebensgrundlagen vieler Millionen Menschen gefährden.

https://www.pik-potsdam.de/services/infothek/kippelemente/kippelemente

Wir können nichts abschaffen, das es nicht gibt; wir könnten den Parlamentarismus abschaffen, der mit der Demokratie gleichgesetzt wird, aber die Frage nach dem Klima wird dadurch m.E.n. nicht gelöst. Zumal es nicht primär um das Klima gehen kann, sondern um die Umwelt. Und "retten" ist auch so eine Sache; es würde reichen, wenn die Menschheit eine rationale Wirtschaft entdeckt, dann müsste sie nicht die ganze Zeit vor sich selbst gerettet werden. In dem Sinne bin ich der Meinung, dass der Kapitalismus weg muss. Wir müssen völlig neu denken und eine Wirtschaft entwickeln, die sich den Bedürfnissen des Planeten anpasst, das Gemeinwohl an erster Stelle stellt und in sich rational ist. Ob der Ökosozialismus das kann, wage ich zu bezweifeln, zumal hier nur eine Sozialdemokratie 2.0 mit ökologischem Anstrich gemeint wird, dazu noch ideologisch verbrämt und nicht wissenschaftlich gestützt. Wir müssen diese Denkschemata hinter uns lassen, denn vor uns liegen ganz neue Herausforderungen und Gefahren, die vom Westen und seit einigen Jahren auch von Schwellenländern ausgehen.

All das wird nicht gehen, wenn die Untertanen nicht zu Bürgern, zur politischen Tugend erzogen werden. Und das geht nur in einer Demokratie, weil es nur in der Demokratie Bürger gibt. Aber diese sind weder gewollt noch im heutigen System eingeplant. Die heutigen "Klimaziele" sind zu einseitig und sozialdarwinistisch, hier scheint wieder die Menschenverachtung des Parlamentarismus durch. Fleisch teurer machen, Flugreisen auch usw. Das heißt, am Ende können es sich nur die Besserverdienenden leisten, Umweltverschmutzung wird zum Privileg und der Kapitalismus geht in die nächste Runde. Vielleicht packen wir noch ein wenig Identitätspolitik rein, um von den eigentlichen Problemen abzulenken und bei den Wählern humanistische Pluspunkte zu holen, und weiter geht's mit dem progressiven Neoliberalismus. Parlamentarismus und Kapitalismus sind nur Symptome, es ist die Kultur, das Abendland, an das wir ran müssen, denn diese Kultur schafft diesen Typ Mensch, der unreif, unmündig und selbstzerstörerisch ist, weil er so programmiert wird. Ich glaube kaum, dass es eine Partei gibt, die diesen Weg gehen würde, denn Politiker wollen wiedergewählt werden und sind genauso wenig am Gemeinwohl interessiert wie andere Teile der Mafia an Steuergerechtigkeit.

Ein Systemwechsel ist lange überfällig. Jedoch wenn die Regierung gestürzt werden würde, was genau würde das wirklich ändern. Die die doch wirklich das Weltgeschehen lenken, die bleiben immer noch an der Spitze. Um diese große Elite zu stürzen müssten viele Leute von allen Ländern gegen diese sein. Wenn das nur Deutschland macht, dann bringt das nichts.

Der erste Autor schein von der Thematik auch keinen blassen Schimmer zu haben. Das sieht man schon daran, dass er kein Wissen davon hat, dass es längst umweltfreundliche Technologien gibt. Nikola Tesla war damals einer dieser Erfinder.

Warum denn hätten sonst die CIA damals 200 Kisten mit seinen Erfindungen nach seinem Tod einfach mitgenommen und seitdem unterverschluss halten sollen? Was enthalten diese Kisten was die Öffentlichkeit nicht wissen darf.

Technik gibt es bereits, aber die großen Konzerne würden dann kein Geld mehr machen.

Sehr richtig und hier stößt der Kapitalismus an seine Grenzen bzw. schreit das nach einem vernünftigeren System, LG.

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Sind ,,Die Grünen" türkenfeindlich?

Hallo, ich habe ein Problem. Unzwar bin ich quasi noch ,,Politik-Neueinsteiger" und kannte mich kaum mit den Parteien und Co. aus. Ich persönlich wollte bei den Kommunalwahlen letztens eine Partei wählen die meine Ideale repräsentiert:

  • Freiheit, Toleranz, Akzeptanz
  • (Sozial)Demokratie
  • ,,Links sein"
  • gegen Rassismus & Diskriminierung sein
  • gegen das Burka-Verbot sein
  • gegen TTIP sein
  • etwas gegen die ,,Kluft zwischen Arm und Reich" tun
  • nicht ausländerfeindlich/islamfeindlich sein

Mit ,,Die Grünen" habe ich gedacht, dass ich eine ,,logische Wahl" getroffen habe. Kürzlich habe ich mit meinem Cousin geredet (er kennt sich mit Politik sehr gut aus!). Er war geschockt dass ich Die Grünen gewählt habe. Er sagte, dass seien die größten Türkeifeinde die es überhaupt gibt. Die sollen bei den Anti-Erdoğan-Demos in der Türkei und bei den Kurden-Demos in der Türkei immer ,,ihre Leute" dabei haben. Cem Özdemir ist zwar selbst Türke, aber nach kurzer Recherche erfuhr ich, dass er gegen Erdoğan ist (und somit gegen die Türkei?).
Ich selbst bin kein Erdoğan-Fan, aber es gibt Dinge die ich an Atatürk bemängel und an Erdoğan gutheiße und umgekehrt. Erdoğan ist für mich trotzdem ein Verbrecher (private Ansichten).

Stimmt es nun und hat er recht? Sind Die Grünen somit türkeifeindlich, womöglich sogar anti-islamisch ? Mein Cousin bezieht sein Wissen aus langer Recherche aus deutschen und türkischen Quellen und weiß dementsprechend Vieles was ,,durchschnittliche Deutsche" womöglich nicht wissen...

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