Kleinunternehmerregelung Umsatzgrenze im Gründungsjahr überschreiten?

4 Antworten

Steuerbaer hat alles gesagt, aber eine kleine Ergänzung.

Die Schätzung mit den 11.000,- muss natürlich seriös gewesen sein.

Wenn auf einer Rechnung von Dir aus dem Juni über 12.000,- Euro stehen würde:

Wir berechnen auf Grund Ihrer Bestellung aus Februar 12.000,- Euro für ......

Wäre Deine Schätzung natürlich hinfällig, die würde Dir keiner abnehmen.

Aber vermutlich hattest Du ja einen Businessplan und die 11.000,- aus dem übernommen.

Stimmt das Finanzamt der Kleinunternehmerregelung zu, ist diese eigentlich für das Jahr fest.

"Wenn Sie im Gründungsjahr wider Erwarten mehr als 17.500 Euro steuerpflichtige Einnahmen erzielen, bleibt Ihnen der Kleinunternehmerstatus für das erste Jahr erhalten. Ab Januar des Folgejahres unterliegen Sie jedoch automatisch der Regelbesteuerung. Das gilt auch dann, wenn Sie ganz sicher sind, im zweiten Jahr wieder unter der 17.500-Euro-Grenze zu bleiben!"

Sicherheitshalber einfach beim Finanzamt anrufen oder vorbeigehen, und die Situation erklären :)

In dem Fall bleibt 2018 alles wie es ist. Die Kleinunternehmerregelung kann für das komplette Kalenderjahr in Anspruch genommen werden, auch wenn du dich bezüglich der Prognose für das laufende Geschäftsjahr (Umsatz kleiner 50.000) verschätzt hast. Ab 2019 wärst du dann regelbesteuerter Unternehmer.

Übrigens einen Steuerberater hinzuzuziehen kostet zwar etwas, kann sich aber dennoch lohnen. Gerade in der Gründungsphase gibt es viel zu beachten. Das Steuerrecht unterliegt einem stetigen Wandel - so dass selbst wenn man darin einigermaßen sattelfest ist, Unmengen an Zeit opfern müsste, um am Ball zu bleiben. Außerdem können Fehler teuer sein. Wenn aus Unkenntnis die Weichen einmal falsch gestellt sind, kann man sich auch mal ins Abstellgleis manövrieren, wo man nur schwer ( und mit noch höheren Kosten) wieder heraus gelangen kann.

1

Das war mich halt alles komisch, weil man mit ein wenig Überzeugungskraft mehrere Tausend Euro Steuern sparen kann. Einen Steuerberater werde ich hoffentlich bald auch hinzuziehen. Danke!

0
25
@businessich

Mit Überzeugungskraft hat das wenig zu tun. Außerdem bedeuten 60.000,00 EUR ja nicht gleich einen Gewinn. Mit Vorsteuerabzug komen viele im Gründungsjahr besser davon, da anfangs vielleicht noch keine bis geringe Gewinne erwirtschaftet werden.

0

Kleinunternehmer Regelung etwas überschritten?

Guten Tag,

ich habe mit meinem besten Freund eine Garten- und Landschaftsbau Firma aufgemacht am 20.07 und die Kleinunternehmerregelung geltend gemacht. Kleinunternehmerregelung besagt ja: "...entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird.“...

Wir haben auch nicht abgesehen das wir das überschreiten aber 2 große Aufträge haben uns jetzt schon auf 25000 Euro Umsatz gebracht (Quasi die hälfte von den 50000 Euro wenn wir bis Dezember nicht mehr arbeiten).

Ich dachte immer das wenn wir jetzt weitere Aufträge annehmen und mehr Umsatz generieren, dass eine Nachzahlung nur für die überschrittene Summe in Frage kommt (das wir quasi von jedem neuen Auftrag ab jetzt! immer 19% zurücklegen).

Mein Steuerberater sagt aber (weiß auch nicht ob er dort richtig liegt und wie weit der sich auskennt), dass wenn das Finanzamt bei der Steuererklärung die Kleinunternehmerregelung nicht akzeptiert wir dann für die komplette! Summe Umsatzsteuer nachzahlen müssen. Das wären bei den 25000 Euro schon ca. 5000 Euro + das was noch kommt.

Er sagte mir das wir am besten bis Dezember nichts mehr annehmen sollten, wobei auch fast nichts mehr anfällt. Nur das es jetzt schon auf das Finanzamt ankommt ob die sagen ist ok oder ob die sagen das wir bei der Summe schon nachzahlen müssen.

Bitte um einen kleinen Ratschlag.

MfG

...zur Frage

Kontoauszüge fürs Finanzamt. Buchhaltung fehlt

Hallo, mein ach so doller Freund hat wohl richtig Mist gebaut. Er ist seit etwas mehr als einem halben Jahr im Ebay tätig. Da er recht viel verkauft (Überwiegend PC und Videospiele). Da er das ganze soweit ausgebaut, dass er damit regelmäßig Geld verdient, hat er vor ca einem Monat einen Gewerbeschein beantragt und diesen Rückwirkend ab dem 1.Januar 2013 eintragen lassen um keinen Ärger mit dem Finanzamt zu bekommen. Er möchte die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, daher keine Umsatzsteuer ausweisen und im Jahr die ca. 17.000 Euro Umsatzgrenze nicht überschreiten (Sein bisheriger Umsatz liegt bei ca 3000 Euro). Seine Einkäufe tätigt er über Ebay, kauft ganze Sammlungen auf und verkauft die Spiele wieder einzeln. Das Problem ist nun folgendes...Er hat zwar eine Liste seines Bestandes (Videospiele) und dort immer eingetragen welches Spiel für wieviel verkauft wurde und auf der anderen Seite was er für die Sammlungen ausgegeben hat, aber der Rest fehlt (weder Datum, ausgedruckte Kopien der Auktionen als Beleg, noch sonstiges).

Jetzt die Frage: Gibt sich das Finanzamt auch mit den originalen Kontoauszügen zufrieden. Dort lässt sich zumindest Nachrechnen was er pro Monat an Umsatz gemacht hat. Es sind alle vorhanden und auch die Paypal-Umsätze lassen sich komplett nachvollziehen, die könnte er ausdrucken.

Dankeschön schonmal für eure Ratschläge Liebe Grüße Janine

...zur Frage

KFZ-Handel - Kleinunternehmerregelung/ Besteuerung?

Hallo Community,

ich befinde mich gerade in der Gründung meines nebengewerblichen Auto- und Teilehandels.

Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher ob ich die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen soll oder nicht. Das Ganze ist ein Nebengewerbe, ich will meinen Vollzeitjob behalten - ich mache quasi mein Hobby zum Zweitberuf.

Ich tendiere an sich stark zur Kleinunternehmerregelung, alleine schon aufgrund der vereinfachten Buchhaltung ( keine Vorsteueranmeldungen, etc.) . Allerdings ist es ja sehr wahrscheinlich im Autohandel, dass man selbst bei geringen Stückzahlen relativ schnell die Umsatzgrenze von 17.500 Euro erreicht.

Was ist wenn ich jetzt mit der Kleinunternehmerregelung starte, aber bereits Mitte 2016 über 17.500 EUR Umsatz liege? Bedeutet das für mich lediglich das ich im Folgejahr zur regulären Besteuerung übergehen muss oder auch das ich vielleicht für 2016 nachzahlen muss?

Ausserdem, wie werden bei der regulären Besteuerung Reparaturen, etc. verbucht? Gebrauchtfahrzeuge unterliegen ja der Differenzbesteuerung, sprich die Differenz zwischen EK & VK. Was aber wenn ich ein Fahrzeug gebraucht einkaufe, aber zb. 200 Euro in Reparaturen stecken muss? Wie wird das ganze steuerlich behandelt?

Gibt es vielleicht hier Leute aus der Branche, die mir ein paar hilfreiche Tipps zur Entscheidungsfindung geben können?

Besten Dank im voraus und einen schönen Sonntag.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?