Kleinunternehmerregelung nach §19 USTG - Umsatzgrenze überschritten, Gewerbe abmelden ohne steuerliche Folgen?

5 Antworten

Wenn du kein Gewerbe mehr betreiben willst, melde es ab.

Willst du aber weiter gewerblich tätig sein, so muss das Gewerbe angemeldet bleiben.

Und die § 19 UstG Reglung würde erst in 2019 wegfallen und du wärst dann regelbesteuert.

das hat auf deine andern Steuerarten und Abgaben keinen Einfluß.

Du hättest durch die Regelbesteuerung sogar den Vorteil, dass du deine verausgabte MwST beim Finazamt gegen die vereinnahmte MwST gegenrechnen kannst. Und du kannst deinen Kunden dann die MwST extra ausweisen, was auch für diese von Vorteil ist, wenn sie Vorsteuerabzugsberechtig sind.

Es entsteht für dich kein Nachteil.

Letztendlich ist der Steuerberater der Ansprechpartner.

Und wenn dein Laden nun läuft, warum willst du dann aussteigen?

Nur wegen der MwST Vorsteuerabzugsberechtigung?

Ich glaube das was sich ändert ist doch nur dass du dann Umsatzsteuerpflichtig bist. Was sich sogar positiv auf deine kurzfristigen Liquiden Mittel auswirken kann.

Du müsstest dann je Quartal eine Ust Voranmeldung machen und am Jahresende eine Umsatzsteuerjahresmeldung durchführen. Diese ganzen Gesetztesregelungen klingen meist schlimmer als sie wirklich sind. Was du nur nicht ausser acht lassen solltest ist die Art deiner gesundheitlichen Versicherung.

Das sind eher die Dinge die einen selbstständigen schnell sehr viel Geld kosten kann.

Aber ich gebe hierzu keine Gewähr. Nachfolgend ein Link in dem das Ganze sicherlich profesioneller erklärt wird.

http://lifos-gmbh.de/kleinunternehmerregelungsgrenze-ueberschritten-was-dann/

P.S. Sollte es nur eine Frage der Ust./MwSt. sein solltest du dich auch freuen an das Finanzamt abzudrücken, bedeutet du hast dann erst einmal Mehr Geld verdient als ausgegeben. Ob du wirklich Gewinn gemacht hast ist ne andere Sache.

Herzlichen Glückwunsch, warum nicht an der Erfolgreichen Eigenen Firma anknüpfen und weitermachen.
Gewerbeabmeldung muss doch nicht sein oder?
Gewerbeumänderung tut es doch auch oder?
Was sagt Ihr Steuerberater dazu?

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Termin beim Steuerberater steht für nächste Woche. Wollte mich nur mal voraus informieren.

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Kleinunternehmerregelung Umsatzgrenze im Gründungsjahr überschreiten?

Ich versuche es so einfach wie möglich darzustellen

Szenerio: Man ist Selbstständig und das Finanzamt hat der Kleinunternehmerregelung zugestimmt. Man fängt im März 2018 an und hat 11000€ Umsatz, als seriöse Prognose im Fragebogen für dieses Jahr angegeben.

Man verzeichnet schon im August 2018 60000€ Umsatz und hat damit die Grenze von 14583€ für dieses Gründungsjahr und 50000 für das nächste Jahr überschritten.

Ich bin mir sicher, dass man 2019 nicht mehr der Kleinunternehmerregelung unterliegt.

Was passiert aber 2018? Ich habe mir verschiedenste Webseiten angeguckt. Es wird meist nur in einem sehr kurzen Satz erklärt. Manche sagen, dass man trotz der Überschreitung 2018 immernoch bis zum Ende des Jahres der Regelung unterliegt. Manche sagen, dass man irgendwie in dem Überschreitungsmonat alles ändern muss und das Finanzamt kontaktieren muss. Manche sagen, dass man alle Einnahmen *0,19 rechnen muss und für die ganzen 10 Monate 2018 das Geld aus der eigenen Tasche abgeben muss.

Was passiert jetzt genau? Ich hoffe jemand kann es mir beantworten. Einen Steuerberater kann ich mir bei der Gründung mit 18 noch nicht leisten.

Ich freue mich auf irgendeine hilfreiche Antwort, danke

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