Kleinunternehmerregelung 17.500-Grenze

4 Antworten

Wie vom Fragesteller richtig zitiert, gilt die Kleinunternehmerregelung bei UMSÄTZEN, die im vorangegangenen Kalenderjahr zuzüglich Umsatzsteuer 17.500 EUR nicht überstiegen haben. Wenn es sich also um ein Geschäft handelt, in dem normalerweise 19 % USt erhoben werden, dann darf der Umsatz abzüglich USt 14.705,88 EUR nicht übersteigen. Sollte das der Fall sein, ist die Umsatzgrenze von 50.000 EUR belanglos, denn die die bezieht sich nur darauf, dass im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich 50.000 EUR Umsatz zuzüglich USt nicht erreicht werden. Mit "erstem" und "zweitem" Jahr hat das also nichts zu tun. Ebenso geht es nicht um den Gewinn, sondern den Umsatz. - Das Thema ist hier schon mal von EnnoBecker sehr schön als Tipp erläutert worden, einfach mal suchen.

Wenn Dein Gewinn in Richtung 17.500 Euro geht, ergibt sich daraus eine andere Konsequenz: Ab dieser Gewinngrenze muss die Anlage EÜR ausgefüllt werden. Unterhalb dieser Grenze reicht eine formlose Gewinnermittlung. Nur: wenn dein Gewinn in Richtung 17.000 Euro geht, muss Dein Umsatz doch wohl höher sein. Denn: Umsatz abzüglich Betriebsausgaben = Gewinn. Deswegen reichen die Angaben in Deiner Frage nicht zu einer richtigen Antwort.

Also die Regelung lautet:Umsatz im ersten Jahr € 17.500 und im laufenden Jahr € 50.000.Du machst Dich im Jahr 2010 selbstänig z.B. im März. € 17.500 x 10/12 = 14.583. Dein Umsatz darf nicht über 14.583 liegen. Bleibt er drunter geht es im Jahr 2011 mit der Kleinunternehmerregelung weiter. Liegt er drüber, muss ab 2011 die Mwst in Rechnung gestellt werden. Im zweiten Jahr, also 2011 darf der Umsatz max. € 50.000,- betragen um die Kleinunternehmerregelung noch für das Jahr 2011 anwenden zu dürfen. Liegt der Umsatz z.B. bei € 20.000,- darf für das Jahr 2011 die Kleinunternehmerregelung angewendet werden. Ab 2012 muss dann jedoch die Mwst in Rechnung gestellt werden.

Kleidung ist leider steuerlich nie abzugsfähig. Selbst bei einer Opernsängerin nicht. Einzige Aussnahme: Echte Berufskleidung wie Blaumann, Schutzkappenschuhe, Arztkittel

Kleinunternehmer Regelung etwas überschritten?

Guten Tag,

ich habe mit meinem besten Freund eine Garten- und Landschaftsbau Firma aufgemacht am 20.07 und die Kleinunternehmerregelung geltend gemacht. Kleinunternehmerregelung besagt ja: "...entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird.“...

Wir haben auch nicht abgesehen das wir das überschreiten aber 2 große Aufträge haben uns jetzt schon auf 25000 Euro Umsatz gebracht (Quasi die hälfte von den 50000 Euro wenn wir bis Dezember nicht mehr arbeiten).

Ich dachte immer das wenn wir jetzt weitere Aufträge annehmen und mehr Umsatz generieren, dass eine Nachzahlung nur für die überschrittene Summe in Frage kommt (das wir quasi von jedem neuen Auftrag ab jetzt! immer 19% zurücklegen).

Mein Steuerberater sagt aber (weiß auch nicht ob er dort richtig liegt und wie weit der sich auskennt), dass wenn das Finanzamt bei der Steuererklärung die Kleinunternehmerregelung nicht akzeptiert wir dann für die komplette! Summe Umsatzsteuer nachzahlen müssen. Das wären bei den 25000 Euro schon ca. 5000 Euro + das was noch kommt.

Er sagte mir das wir am besten bis Dezember nichts mehr annehmen sollten, wobei auch fast nichts mehr anfällt. Nur das es jetzt schon auf das Finanzamt ankommt ob die sagen ist ok oder ob die sagen das wir bei der Summe schon nachzahlen müssen.

Bitte um einen kleinen Ratschlag.

MfG

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Umsatzsteuer und Vereinsfeste

Hallo Leute :)

Ich hab mal ne Frage zum deutschen Steuerdschungel ;) Ich bin nun in der Vorstandschaft eines Jugendvereins und wir wollen eine offizielle Feier mit Band etc. starten. Leider habe ich das mit der Umsatzsteuer noch nicht ganz umrissen. Die Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG besagt ja dass man bis zu einer Umsatzgrenze von 17.500€ als Verein keine Umsatzsteuer abführen muss (im Folgejahr). Wenn ich nun einen Umsatz von 19.000€ erziele davon aber eine Band zahlen muss (2.000€) stellt sich mir die Fragen:

Von den 19.000€ wird die Band bezahlt … Die Band muss ja selbst von der Gage Umsatzsteuer zahlen … Wird die Gage der Band von den 19.000€ abgezogen (Da ja hier schon UST bzahlt wurde) oder nicht? Bin ich also das darauffolgende Jahr Umsatzsteuerpflichtig oder nicht?

Ich hoffe mir kann das mal einer erklären :) VIELEN DANK ;)

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Gewerbeschein - wieviel darf ich denn nun verdienen?

Ich würde gerne am Wochenende mit einem Kleingewerbe (ich glaube es wäre in diesem Fall freischaffende Künstlerin?) ein wenig Geld verdienen. Die junge Frau beim Finanzamt hat mir gesagt, dass ich mit einem Kleingewerbe 17.500€ im Jahr umsetzen darf. Heißt, dass ich ein formloses Schreiben bei meiner Steuererklärung beifüge mit allen Ein- und Ausnahmen und wenn nicht mehr als 17.500€ bei rum gekommen ist, liegt dieses Geld noch im Steuerfreibetrag. Zusätzlich sagte sie mir, dass, wenn ich einen anderen Job habe - sei es nun 400€ oder Teilzeit - haben diese Jobs rein garnichts mit dem Geld bzw. den Steuern meines Gewerbes zu tun. Jetzt steige ich da aber nicht mehr hinter, weil ja in diesen undurchsichtigen Gesetzen, jeder was anderes behauptet.

Ist es wirklich so, dass ich im Jahr NUR mit meinem Gewerbe 17.500€ Steuerfrei verdienen darf oder kann? Oder ist es vielleicht so, was mir realistischer vorkommt, dass mein Gesamtjahreseinkommen, mit z.B. 400€-Job nicht über 17.500€ kommen darf, um Steuerfrei zu arbeiten? Wie sieht es eigentlich aus mit der Krankenversicherung? Wenn ich noch zusätzlich einen 400€-Job habe, bin ich noch über meine Familie versichert. Bleibt es auch dabei, wenn ich zusätzlich noch ein Kleingewerbe anmelde?

Fragen über Fragen und ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen. Denn ich habe das Gefühl, keiner was so wirklich was Sache ist... :(

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Nebengewerbe in Hauptgewerbe - Kleinunternehmerregelung

Folgender Sachverhalt:

Seit 2010 habe ich ein Nebengewerbe, das ich im Juni diesen Jahres, also 2013 in ein Hauptgewerbe umgewandelt habe.

Während der gesamten Zeit als das Gewerbe als Nebengewerbe lief, habe ich von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch gemacht und die Umsätze waren auch in jedem Jahr unter 17.500 €.

Auch nach der Umstellung zum Hauptgewerbe ist die Kleinunternehmerregelung weiterhin aktiv. Allerdings wird es so sein, dass ich in diesem Jahr vom Umsatz über die 17.500 € kommen werde.

Nun ist es ja so, dass man von der Kleinunternehmerregelung dann Gebrauch machen kann, wenn im Vorjahr diese Summe (17.500 €) und im nachfolgenden Kalenderjahr 50.000 € Umsatz nicht überschritten werden.

So wie ich das nun verstehe, gibt es demnach für mich keine Probleme was die Umsatzsteuer angeht, auch wenn die Umsätze in diesem Jahr über 17.500 € sein werden oder, da ja im Vorjahr der Umsatz darunter war? Also nicht, dass ich nachträglich die Umsatzsteuer noch abführen muss oder sich sonstige Nachteile für mich ergeben.

Die Umstellung von Nebengewerbe auf Hauptgewerbe hat darauf keinen Einfluss oder?

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Gehören nicht steuerbare Einnahmen zum Gesamtumsatz?

Hallo! Ich habe vor kurzer meine Selbstständigkeit angefangen und habe mich für die Kleinunternnehmerregelung entschieden mit einer Grenze von 17.500€.

Nun erziele ich als Freiberufler über meine Webseite noch Einnahmen von Google Adsense, welche aufgrund der Versteuerung im Ausland (Google sitzt in Irland) definitiv zu den nicht steuerbaren Umsätzen zählt.

Wenn mein Jahresumsatz steuerbarer Einnahmen bereits ohne Google Adsense schon annähernd 17.500€ erreicht und ich mit Google Adsense ** zusätzlich** noch 10.000€ nicht steuerbare Einnahmen erhalte, wäre ich dann immer noch in der Kleinunternehmerregelung drin? Oder falle ich damit schon heraus und muss Buchführung, Umsatzsteuer etc. abführen?

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Kleinunternehmerregelung? Künstlerin und Honorarkraft im Kindergarten?

Ich bin als Künstlerin tätig und habe hierbei einen Jahresumsatz unter 17.500 €.

Zusätzlich bin ich Honorarkraft:

  • im Kindergarten als Integrationsfachkraft
  • Erziehungsbeistand beim Sozialen Dienst des Landkreises
  • Dozentin an der Kunstschule
  • Reiseleitung für Menschen mit geistiger Behinderung bei der Lebenshilfe

Dies alles zusammen gefasst erbringt einen Jahresumsatz über 17.500€. Fällt dann die Kleinunternehmerregelung weg? Muss ich bei meinen Honorartätigkeiten zukünftig nun auch eine Umsatzsteuer mit ausweisen?

Danke vielmals

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