kleinunternehmer rechnung ohne mehrwertsteuer ausweisen...probleme?

11 Antworten

@Cartman1: Deine Rechnung ist falsch. Also zuerst einmal darf man von einem Bruttobetrag nicht 19% abziehen, um auf den Nettobetrag zu kommen. Denn die Umsatzsteuer von 19% wird auf den Nettobetrag aufgeschlagen. D.h. bei Netto 100 Euro sind es brutto 119 Euro. Wenn ich jetzt, wie Du es getan hast, von brutto (119 Euro) 19% abziehen würde, käme ein Nettobetrag von 96,39 Euro raus. Sollte auch klar sein, wenn man sich klarmacht, dass 19% von zwei unterschiedlich hohen Beträgen (Netto und Brutto) auch zu zwei unterschiedlichen Beträgen führt. Zum anderen ist Deine Gewinnermittlung aber auch an sich falsch. Um auf Dein Beispiel zu kommen. Brutto Wareneinkauf 100 Euro. Wiederverkauf zu 105 Euro brutto ergibt einen Gewinn von 5 Euro. Soweit richtig. Darf ich aber die USt. abziehen, muss ich wie folgt vorgehen: Einkauf brutto 100 Euro. Vorsteuerabzug 19% ergibt einen Abzug von 16 Euro, also Nettoeinkaufspreis 84 Euro. Wiederverkaufswert brutto 105 Euro = netto 88 Euro (17 Euro USt.). Aus der Differenz von abzuführender USt. (17 Euro) zur verrechnungsfähigen Vorsteuer (16 Euro) ergibt sich ein Ergebnis von 1 Euro, d.h. ich muss 1 Euro an das FA abdrücken. Für die Ergebnisermittlung gilt dann natürlich netto Verkaufspreis abzüglich Netto Einkaufpreis, in Deinem Beispiel also 88 Euro minus 84 Euro = 4 Euro Ergebnis für das vorliegende Geschäft. Sicher hast Du am Ende recht damit, dass im vorliegenden Beispiel der Kleinunternehmer einen Vorteil hat, allerdings ist das Beispiel auch schlecht kalkuliert. Ich kenne niemanden, der mit einer Porduktmarge von 4,20% rechnet. Zudem erhält der NICHT_Kleinunternehmer auch für alle Anschaffungen, die zu den Betriebsausgaben zählen, die Vorsteuer erstattet, d.h. für jeden PC, jedes Handy, jeden Kuli und jedes Baltt Papier die UST. erstattet. Dies kann der Kleinunternehmer jedoch nicht, weswegen die Differenz aus dem Einzelgeschäft viel zu kurzfristig gedacht ist. Und letztlich muss auch der Staat an Unternehmensgeschäften beteiligt sein, um existieren zu können. Ohne die Einnahmen aus der Umsatzsteuer, wäre jeder Staat pleite. Dass Deutschland die Kleinunternehmerregelung eingeführt hat, zeigt aber auch, dass kleineren Unternehmen die Möglichkeit gegeben wird zu wachsen und sich erst später sich an den Kosten im Wirtschaftsgefüge Deutschland zu beteiligen.

Viele Firmen wollen sich eben die Vorsteuer aus Deiner Rg. ziehen. Nach § 19 USTG geht das leider nicht.

Mußt Du mal sehen, ob Du im Wettbewerb günstiger sein kannst als übliche, größere Firmen, die dann die Eingangsrechung quasi von Wettbewerbern netto beziehen können.

In Teilzeit fest angestellt (50%) und zusätzlich Kleinunternehmen anmelden, was ändert sich an den KV-Beiträgen und der Steuer?

Ich werde demnächst in Teilzeit (20St/Wochen) fest arbeiten und da ich ein kleines Kind habe, daher nicht in Vollzeit tätig sein kann und mir das Einkommen so nicht ausreicht, würde ich gerne ein "Einzelunternehmen" gründen welches wenn möglich der Kleinunternehmerregelung unterliegen soll. Ich weiß zunächst überhaupt nicht ob ich damit Geld verdienen werde oder eben nicht und kann da keine Prognosen machen (es handelt sich um Beratung und Dolmetschen für Ausländer).

Wenn ich also beim Gewerbeamt das Kleinunternehmen anmelde und zunächst keinen Kunden habe aber ab Oktober anfange fest in Teilzeit (50%) zu arbeiten, wie wirkt sich dies auf meine Steuern aus und auf meine KV-Beiträge? Als Kleinunternehmer darf man ja bis 17000€ Umsatz steuerfrei erzielen und wie ist das wenn man aus der Teilzeitanstellung etwa 14500€ brutto im Jahr verdient?

...zur Frage

Nachteile für Kunden, wenn man als Kleinunternehmer Dienstleistungen weiterverrechnet?

Hallo, als Kleinunternehmer wird Leistung einer Firma bezogen. ZB 100,- netto. Die Rechnung wird dem KU mit 119,- brutto in Rechnung gestellt.

Wenn jetzt der Kleinunternehmer die eigene Rechnung schreibt und nebst seinen eigenen Leistungen auch die der eingekauften Leistung dem Kunden in Rechnung stellt, dann werden doch die 119,- inkl. MwSt. weiterberechnet. Wegen der Kleinunternehmer-Regelung §19 etc. darf keine MwSt ausgewiesen werden.

Somit stellt der Kunde sich ja schlechter, wenn er die Leistungen über einen KU einkauft. Weil er die Umsatzsteuer ja zusätzlich bezahlt, ohne diese Absetzten zu können.

Oder stehe ich hier gerade auf dem Schlauch? „Verwirrt“

Danke für die Hilfe

Michael

...zur Frage

Umsatzsteuer bei Einkauf in EU ans Finanzamt nachzahlen

ich werde ein Kleinunternehmen anmelden.

Ich werde keine Umsatzsteuer auf meinen Rechnungen ausweisen, trotzdem werde ich eine Umsatzsteuernummer anfordern, damit ich im EU- Ausland ohne die ausländische Mehrwertsteuer einkaufen kann.

Im Internet habe ich jetzt gelesen. dass ich beim Wareneinkauf die Mehrwertsteuer von 19% dann hier beim Finanzamt nachzahlen muss. Stimmt das?

Meine Frage: Wann muss ich das nachzahlen? Wird der Betrag von meinem Konto abgezogen, nachdem ich meine Steuererklärung mit EÜ-Rechnung gemacht habe? Oder muss ich das dem Finanzamt irgendwie davor mitteilen.,?

DANKE DANKE DANKE!

...zur Frage

Absetzen von Betriebskosten bei Kleinunternehmern

Wenn ich Kleinunternehmer bin, bin ich nicht Umsatzsteuerabzugsberechtigt, das weiß ich. Grenze ist 17.500 Euro im Gründungsjahr, anteilig auf die Monate gerechnet (stimmt's?). Die eigentliche Frage: Wenn ich auf meiner Rechnung keine Umsatzsteuer ausweisen darf und ich nicht vorsteuerabzugsberechtigt bin... darf ich dann bei den Betriebskosten auch nur den Netto-Betrag absetzen. Beispiel: Computer wird angeschafft. Kostet 100 Euro + Mwst. = 119 Euro. Absetzen kann ich nur 100 Euro (weil Kleinunternehmer)?

Zweite Teilfrage: Um Benzinkosten geltend zu machen, sollte ich ein Fahrtenbuch führen? Mit Anlass, km-Stand Abfahrt, km-Stand Rückkunft.?

Dritte Teilfrage: Mir wurde geraten, bei einem Auto-Neukauf oder einem Leasing-Vertrag o.ä. das Auto auf die Firma anzumelden, da es sich so absetzen ließe, vorausgesetzt man verwendet es auch für den Betrieb, jedenfalls überwiegend. Wie weist man das nach? Fahrtenbuch?

Ich bin schon jetzt dankbar für Eure Antworten.

...zur Frage

Wie bucht man eine Rechnung aus Polen wenn die Rechnung 19% Mehrwertsteuer enthält?

Ein Bekannter (selbständig / kein Kleinunternehmer) hat etwas in Polen gekauft und der Verkäufer hat eine Rechnung mit 19% Umsatzsteuer ausgestellt.

Auf welches Konto (SKR03) kann er das buchen?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?