Kleinunternehmen - was kann man wie hoch absetzen?

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3 Antworten

Du bist dann verpflichtet, eine Einnahme-Überschussrechnung zu erstellen.

Also alle für den Geschäftsbetrieb notwendigen Kosten werden, von den Einnahmen erst einmal abgezogen. Nur die Differenz ist dann zu versteuern.

In der Startphase kann diese Differenz auch negativ sein. Dann hättest du einen Verlustvortrag in die nächste Periode zu übernehmen.

Super Antwort, die mir schon mal sehr weiterhilft! Kann so ein Verlustvortrag für die nächste Periode auch mit negativen Konsequenzen (finanzieller Art) verbunden sein? 
Das heißt in dem Beispiel, dass wenn man nur 500€ Gewinn macht und 600€ Ausgaben hat, man keine Steuern zahlen muss und sogar einen Verlustvortrag für die nächste Periode hat. Korrekt?

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@MrR0bot

Dann zahlst du zuerst gar keine Steuern und fängst das nächste Jahr mit einem Minusbetrag an. Das kann sich über mehrere Jahre hin ziehen. Es muss für das Finanzamt natürlich nachvollziehbar sein, dass du wirklich ernsthaft ein Gewerbe betreibst, und nicht etwa ein teures Hobby.

Beschränkt führt ein Verlust aus Gewerbebetrieb auch zu weniger Steuern in anderen Einkunftsarten.

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Mit einer Steuerklasse hat das nichts zu tun. Du hast keine Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit.

Stattdessen hast Du Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Nun gehören die Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu den Gewinneinkünfte. Es gibt grds. zwei MEthoden, wie man den Gewinn ermittelt. Da du ja wohl ein "Kleinunternehmen" (was auch immer das bedeutet soll?!) bist, bist Du nicht im Sinne von §§ 140, 141 AO zur Buchführung verpflichtet. Daher ist der Gewinn nach der Einnahmen-Überschuss-Rechnung zu ermittel (siehe § 4 Abs. 3 EStG).

Einen PC schreibst Du über 3 Jahre linear ab. In deinem Fall wären das 200 EUR Betriebsausgabe in den entsperchenden drei Wirtschaftsjahren.

Der Gewinn unterliegt der Einkommen- und Gewerbesteuer.

Ok, gibt es einen Unterschied zwischen "von der Steuer absetzen" und "Abschreiben"? 

Ich arbeite ja Hauptberuflich im öffentlichen Dienst, das "Gewerbe" läuft (für mich) neben her. Deswegen dachte ich, dass alle Gewinne/Einnahmen/Einkommen in einen Topf geworfen werden, also der aus dem (Haupt-)Beruf und der unternehmerischen Tätigkeit. Woran bemisst sich denn dann die Einkommenssteuer, ich nehme an, am erwirtschafteten Gewinn (und ich dachte an zusätzlich noch an der Steuerklasse)?

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Da du ja wohl ein "Kleinunternehmen" (was auch immer das bedeutet soll?!) bist,

Das bezieht sich wahrscheinlich auf § 19 Umsatzsteuergesetz. Anscheinend ist dem Fragesteller der Unterschied zwischen Einkommen- und Umsatzsteuer nicht klr.

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@PatrickLassan

Natürlich ist mir der Unterschied klar. Bloß weil es laut Definition keinen "Kleinunternehmer" gibt, heißt es nicht, dass nicht jeder wüsste was damit gemeint ist. 

Als "Kleinunternehmer" zahle ich lediglich Einkommens - und evtl auch noch Gewerbesteuer. Aber keine Umsatzsteuer.

Das würde mich jedoch noch stark interessieren:

"Ok, gibt es einen Unterschied zwischen "von der Steuer absetzen" und "Abschreiben"? "

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Puhh... bevor ich vielleicht nachher weit aushole.. wozu willst du das wissen?

"Angenommen jemand möchte ein Kleinunternehmen gründen und hätte dahingehend noch ein paar Fragen im Vorfeld zu klären, bei denen er sich noch nicht ganz sicher ist."

Zu unklar formuliert?

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@MrR0bot

Nein ist schon ok. Dachte bevor ich mir die Zeit nehme eine ausführliche und stichfeste Antwort abzugeben, frage ich nochmals nach. Aber da es sich für um eine hypothetische Frage handelt, ist mir der Aufwand zu groß.

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@MickyFinn

Kein Problem, keiner soll sich verpflichtet fühlen antworten zu müssen ;)

Es ist eigentlich keine hypothetische Frage, sondern nur so formuliert...

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