Kleinkind Durchschlafen

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7 Antworten

Er braucht die nächtliche Nähe noch. Gib sie ihm einfach weiterhin - irgendwann wird er von selbst ins eigene Bett ziehen. Und zwar ohne Stress.

Wegen mit hinlegen: warte 10, 15 oder 20 Minuten - je nachdem - bis er in der ersten Tiefschlafphase ist. Danach kannst du wieder aufstehen oder halt selbst schlafen.

Aber Schlaftraining - nein absolut nicht.

War das schon immer so? Kinder machen immer wieder Entwicklungsschritte, die auch stark den (Nacht)Schlaf beeinflussen können. Meine Tochter hat erst mit gut 2 Jahren durchgeschlafen. Und auch erst ab diesem Zeitpunkt hat es gereicht, wenn ich neben ihr saß, und sie händchenhaltend in den Schlaf begleitet habe. Auch wenn es anstrengend ist, hätte ich mein Kind nicht sich alleine in den Schlaf weinen lassen. Was bei ihr gut half, war ein verkürztes immer gleiches Abendritual. Ich spreche dann auch nicht mehr mit ihr, wenn sie im Bett liegt und "alles erledigt" ist. Ich sage dann höchstens noch: "Ich möchte jetzt nicht mehr mit dir reden. Du schläfst jetzt." Sie weiß, dass ich immer in Rufweite bin und auch immer wieder zu ihr komme. Hab das am Anfang so gemacht, dass ich z.B. gesagt habe: "Ich muss kurz unten was holen. Bin gleich zurück. Du bleibst liegen." Bin dann weg und schnell zurück - max.10 Sek. am Anfang. Das gab ihr die Sicherheit, dass sie ruhig auf mich warten kann. Ich musste schnell genug sein, dass sie nicht auf die Idee kam, nach mir zu rufen. Das klingt alles etwas kompliziert und vielleicht auch nach viel Aufwand. Aber nachts allein zu schlafen gefällt doch fast keinem - auch nicht uns Erwachsenen. Da muss man manchmal einfach etwas mehr investieren bs es klappt.

Darfst gern auch nochmal nachfragen, wenn du willst.

Alles Gute für euch!

Von den sogenannten Schlaftrainings kann ich Dir nur abraten. Sogar der Kinderschutzbund hat sich inzwischen offen gegen diese Methoden ausgesprochen.

Ein Kind schreien zu lassen, ist dumm und brutal. Denn ein Kind weint nicht, um die Eltern zu tyrannisieren, sondern weil etwas nicht stimmt: Es ist zu heiß, zu kalt, der Bauch drückt, es fühlt sich alleine, kann nicht schlafen usw.

Dazu kommt, dass ein Kind keine Vorstellung von Zeit hat; der unangenehme Zustand ist also zeitlos, das Kind weiß nicht, dass es irgendwann vorüber geht.

Ein Kind in einer solchen Situation alleine zu lassen, ist brutal. (Und nein, es macht die Sache nicht besser, wenn man alle paar Minuten ins Zimmer geht, nur um dann wieder raus zu gehen.)

Schlaftrainings führen ausserdem dazu, dass das Kind etwas Negatives mit dem Schlafen verbindet. Klar schläft es irgendwann erschöpft ein. Aber warum? Weil es eingesehen hat, dass es Schlafenszeit ist? Weil es verstanden hat, dass Mama und Papa ihre Ruhe wollen? Sicher nicht. Es hat gelernt, dass sowieso niemand kommt, wenn es weint.

Das kann nicht nur zu Bindungsstörungen führen, sondern auch dazu, dass man später immer wieder Theater mit dem ins-Bett-Bringen hat, da der Schlaf einfach mit etwas Negativem verknüpft ist.

Versuche, möglichst keinen Druck und Stress zu machen, denn das sorgt nur dafür, dass ein Kind die bereits erklärte negative Einstellung dem Schlaf gegenüber annimmt.

Alle Kinder (und auch Erwachsene) haben Phasen, in denen sie schlechter schlafen als sonst. Das ist ganz normal.

Meistens gibt sich das von selbst, wenn die Eltern nicht mit Hundeschulen-Methoden versuchen, dagegen anzugehen.

Bleib entspannt und gib Deinem Kind die Nähe, die es braucht. Lass Dir nicht einreden, das ein Kind im eigenen Bett schlafen muss, weil man sie dann nie wieder dazu kriegen würde, im eigenen Bett zu schlafen, das ist Bockmist.

Meine Tochter war ein sehr schlechter Schläfer, und ich habe von Anfang an mir ein Bein ausgerissen, um ihr das Schlafen angenehm zu machen. Alle möglichen Leute haben mir ständig gesagt, dass sie nie ohne das alles schlafen können würde und dass ich alles noch schlimmer machen würde und bla, bla, bla. Alles Unsinn, es zeigt sich jetzt, dass ich recht hatte. Sie ist jetzt gut 1 1/2, schläft viel besser, schläft seit einiger Zeit in ihrem Bett ein ohne dass ich im Zimmer bleibe, und wir haben nie Theater, wenn sie ins Bett gehen soll. Im Gegenteil, wenn man sie fragt, ob sie müde ist, nickt sie. Wenn ich sie ins Bett lege und ihr sage, dass sie jetzt schlafen darf, freut sie sich - während die Kinder der Leute, die Schlaftrainings benutzt haben, sich gegen das Schlafen wehren. Wir haben ihr jetzt vor einiger Zeit ein Stofftier gekauft, das wir überall mit hingenommen haben und immer in den Alltag einbezogen haben. Schon nach kurzer Zeit hat sie es geliebt und inzwischen hilft es oft beim Einschlafen.

Das Schlafen sollte für ein Kind keine Strafe sein. Und ich kenne so viele Kinder, die es als schlimm empfinden, ins Bett zu müssen, egal, wie müde sie sind. Wie schade, denn eine gesunde Selbstwahrnehmung entsteht so sicher nicht.

Bleib einfach entspannt, nimm Dein Kind so, wie es ist. So wie es bei den Erwachsenen gute und schlechte Schläfer gibt, so ist das auch bei den Kindern, und auch die ganz schlechten Phasen gehen vorbei.

Ich bin jedenfalls froh, dass wir die Nerven behalten haben und unserer Tochter ermöglicht haben, ihre eigene Müdigkeit wahrzunehmen zu lernen und den Schlaf als etwas Positives zu schätzen.

Sehr gute, ausführliche Antwort! Ich denke, dass man als Eltern grundsätzlich seinem Instinkt folgen sollte anstatt sich Büchern und Ratschlägen von Freunden zu unterwerfen - die sollte man einfach als Anregung nehmen und dann selbst entscheiden, ob man sich wohl damit fühlt, wie man mit der Schlafsituation umgeht.

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hatte seinerzeit das Gleiche Problem. Unsere Tochter konnte nicht alleine einschlafen und ist auch öfters wieder aufgewacht. Dass man mal aufwacht ist ganz normal, jedoch "kontrolliert" das Kind dann, ob man noch daneben liegt, sprich die gleiche Situation herrscht, wie beim ersten Einschlafen. Wir haben dann das Programm "jedes Kind kann schlafen lernen" und es hat sofort geholfen. Beim Mittagsschlaf angefangen und dann waren es nur noch 2 Abende. Es kann immer wieder mal Rückfälle geben, aber dann muss man meist nur noch einmal die Aktion mit Rausgehen und nach ein paar Minuten wieder Reingehen (dies dann mit Steigerung) machen. Es ist unglaublich, wie man Monate/Jahre unter der Schlafsituation leidet und dann kann man es in ein paar Tagen ändern. Aber man muss richtig konsequent sein. Du kannst die Aktion ja beginnen, wenn Du mehrere Tage am Stück Dein Kind nicht woanders abgeben musst. Denn das ist - denke ich - die Grundvorraussetzung, damit es funktioniert.

Warum an einem normalen Schlafverhalten eines Kleinkindes herumpfuschen, nur weil eine dumme Psychologin (!!) absolut Null Ahnung von den Bedürfnissen eines Kleinkindes hat?

Die Frau K.Z. sorgt mit ihrem Buch für zukünftige Patienten ihrer Kollegen. Über die Spätschäden denkt keiner nach, der ihre Einschlafbibel anwendet.

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@kiniro

Bei dem Schlafenlern-Programm finde ich, dass man es nicht pauschal ablehnen kann, denn natürlich gibt es solche und solche Kinder. Kinder die sich die seele aus dem Leib brüllen als würde man ihnen das Schlimmste antun (hab ich bei meinem Sohn erlebt und dann noch am gleichen Tag eingesehen, dass es wohl noch nicht an der Zeit ist, ihne alleine einschlafen zu lassen) und Kinder, deren Schreien eher ein harmloses Sich-Beschweren ist, das sich nach wenigen Minuten gibt. Bei solchen Kindern geht es meistens sehr schnell, dass sie ohne Probleme alleine in den Schlaf finden. Man kann es ja ausprobieren und wird als Mutter/Vater schnell merken, ob man das seinem Kind zumuten kann oder nicht.

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Er schläft einmal am tag ca 2-3 std. Ich wollte jetzt erst mit dem mittagsschlaf anfangen,undwen das gut klappt abends.das problem ist das ich dreimal die woche nachts arbeiten gehe, und er dann bei meinen eltern schläft. und die werden ihn nicht schreien lassen

Dein Kind ist, durch das daneben-legen, daran gewöhnt, dass es nicht alleine schlafen muss. Es ist für ihn wie ein Ritual. Ein Kind hat kurz vor dem Einschlafen bestimmte Dinge und Abläufe im Kopf - Teddy da, Mama da... Fehlt eines dieser Dinge beim Aufwachen, wird geplärrt, weil das Muster nicht mehr stimmt. Das ist bei Euch der Fall. Ich würde mich NICHT mehr mit hinlegen, sonst kommst Du aus der Nummer nicht mehr raus. Auch würde ich dafür sorgen, dass das Kind ein eigenes Bett bekommt und nicht mehr bei Dir mitschläft. Erschaffe ein FESTES Ritual abends, Geschichte vorlesen, noch kurz sitzen bleiben, dann aufstehen und gehen. Es wird passieren, dass Dein Kind dann anfängt zu brüllen. Brüllen lassen, geh nicht gleich wieder rein. Verzögere die Pausen dann in die Länge. Sprich, setze Dir selbst ein Limit, wie lange Du bereit bist, das KInd mal laut werden zu lassen - von mir aus 5 min. Geh dann rein. Verlängere das Ganze dann um sieben Minuten, um 10 Minuten von Abend zu Abend. Das wäre mein Tipp. Signalisiere dem Kind, dass Du in der Nähe bist, dass es keine Angst haben muss, lass ein Schlaflicht brennen usw.

Sehr gute Antwort!

Genauso würde ich es dir auch raten. Fang am Besten so bald wie möglich an, dein Kind daran zu gewöhnen, das es im eigenen Bett schlafen muss. Je älter es wird desto schwieriger kann es werden. Und wichtig sei konsequent. Wenn du angefangen hast dein Kind im eigenen Bett schlafen zu lassen, dann hole es nicht die nächste Nacht zu dir ins Bett. So würde es länger dauern bis dein Kind es lernt allein einzuschlafen.

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Miserable, total am Bedürfnis des Schwächsten vorbeigehende Antwort.

All die jenigen, die fürs Schreien lassen plädieren: viele von euch haben doch einen Partner, der nachts mit im Bett liegt - warum schlaft ihr dann nicht getrennt?

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Ist der Kleene augelastet,....geh mit ihm raus an die frische Luft,....laß ihn toben u. rennen.....die Welt erkundschaften.....biete ihm Abwechslung......schläft er am Tag auch, wie oft u. wie lang......vielleicht ist der Schlaf am Tag zu viel.......oder der Kleene ist nicht richtig ausgelastet........zu viel Streß am Tag, kann aber auch die Nachtruhe stören.......eine wohtemperierte Wärmflasche( nicht zu heiß, Vorsicht) kann manchmal auch Abhilfe schaffen...ansonsten sind die Vorschläge von Silencer recht gut.....

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