Kleingewerbe: Wie lange Umsatzsteuer-Voranmeldung?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn du nicht die Kleinunternehmerregelung anwendest, dann musst du das gesondert beim Finanzamt vermerken. Das heißt dann Optierung zur Umsatzsteuer.

Du kannst eine Fristverlängerung beantragen. Du bist aber trotzdem verpflichtet für jeden Monat eine Voranmeldung abzugeben!

Da die Voranmeldung elektronisch funktioniert brauch man da vielleicht 1 Minute um alles auszufüllen.

Wenn du das neu angemeldet hast, dann musst du 2 Jahre die Anmeldung jeden Monat abgeben.

Falls du deiner Pflicht nicht nachkommst, kann dich das Finanzamt persönlich in die Haftung nehmen (das ist nur relevant für Kapitalgesellschaften).

Erstmal danke für deine Antwort.

Ich hatte beim Fragebogen des Finanzamtes die Möglichkeit, auf die Regelung zu verzichten, da steht dann:

"Die Besteuerung erfolgt nach den allgemeinen Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes für mindestens fünf Kalenderjahre."

Da ich aber auch etwas von zwei Jahren für die Voranmeldung gelesen habe, wollte ich nachfragen.

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@GrafPorno

Dass du fünf Jahre lang umsatzsteuerlicher "Regelbesteuerer" bist, heißt ja nicht gleichzeitig, dass du auch Voranmeldungen abzugeben hast. Ob du Voranmeldungen abgeben musst oder nicht, richtet sich, wenn du Regelbesteuerer bist, nach den Beträgen, die @tigermax1966 in seiner Antwort genannt hat. Falls du ab dem 3. Jahr keine Voranmeldungen mehr abzugeben hast, zahlst du die Umsatzsteuer eben im Rahmen der Jahreserklärung - aber du zahlst sie auf jeden Fall 5 Jahre lang (§ 19 Abs. 2 Satz 2 UStG).

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Der Abgabezeitraum für die Umsatzsteuervoranmeldung richtet sich nach der Umsatzsteuerzahllast des Vorjahres. Die Abgabepflicht wird vom Finanzamt festgestellt; falls sich der Abgabezeitraum ändert, erhält der Unternehmer eine Mitteilung. Beträgt die Vorjahres-Umsatzsteuerzahllast nicht mehr als 1.000 €, kann das Finanzamt den Unternehmer ab dem dritten Kalenderjahr von der Verpflichtung zur Abgabe der Voranmeldungen und Entrichtung der Vorauszahlungen befreien. Zwischen 1.000,01 € und 7.500,00 € wird die Umsatzsteuervoranmeldung vierteljährlich abgegeben, bei höheren Zahllasten ist die Umsatzsteuervoranmeldung monatlich zu erstellen. Neu gegründete Unternehmen müssen die ersten zwei Jahre immer monatliche Voranmeldungen abgeben (§ 18 Abs. 2 UStG).

Du wirst wohl nach einem Jahr vom Finanzamt - wenn Du diese Grenzen nicht überschreitest, aufgefordert werden vierteljährlich oder jährlich abzugeben.

Im übrigen ist es für Entscheidung, ob man auf die Kleinunternehmerregelung anwendet oder nicht völlig unerheblich, ob die Kunden Unternehmer sind.

Na du bist ja lustig ! Was ist denn an deinem Gewerbe klein, wenn du nicht die Kleinunternehmerreglung nach § 19 UStG in Ans69pruch nimmst ?

Ich gebe gern zu, dass ich mich da nicht gerade optimal ausgedrückt habe ;)

Ich möchte einfach meine gezahlte Vorsteuer wieder absetzen können. Meine Kunden stört es eben nicht, wenn auf den normalen Preis noch die MwSt. drauf kommt, da sie sie ohnehin absetzen.

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