Kleingewerbe, Steuer - was muss ich abgeben?

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5 Antworten

Am besten einen Steuerberater kontaktieren, da bei einer Gewerbegründung/Beginn einer Selbstständigkeit sehr viel zu beachten ist. Neben den kaufmännischen, rechtlichen und marktrelevanten Aspekten auch die Rolle des Unternehmers. •Erörterung der Chancen und Risiken einer beruflichen Selbstständigkeit •Konkretisierung der Geschäftsidee und Ausrichtung auf die Gründungsperson •Orientierung am Markt •Bewertung des Unternehmens bei einer Betriebsübernahme = Schwachstellenanalyse - Gründerperson: Bewertung der fachlichen und persönlichen Voraussetzungen •Prüfung von Markt- und Wettbewerbsverhältnissen •Konkurrenz- und Nachfragesituation: Kundenpotenzial, Einzugsgebiet, Standort •Gesellschaftsrechtliche Fragestellungen •Investitions- und Finanzplan •Entwicklung von „best-case-worst-case-Szenarien“ für den Markteintritt •Bewertung vorhandener Risikopotenziale und alternativer Handlungsoptionen •Maßnahmen zur Markteinführung bzw. Marketing •Erstellen eines Plans für die nachfolgenden organisatorischen Schritte


Zudem sind in der Einkommensteuererklärung für Sie der Mantelbogen und die Anlage G für Gewerbebetriebe n.§15 EStG oder in der Anlage S für Selbsständige n.§18 EStG evtl. andere Anlagen (Kapitaleinkünfte §20 EStG, Vermietung u. Verpachtung §21 EStG etc.) abzugeben.

Wenn Ihr Umsatz oder die Ausgaben über 17.500 € liegt und Sie kein Bilanzierer, müssen Sie noch die Anlage EÜR abgeben. Bei der Einnahmen- Überschussrechnung können Sie einfach Ihren Gewinn ermittlen, in dem Sie Ihre Einnahmen minus Ihrer betrieblichen Ausgaben nehmen. Hier auf steuerliche Besonderheiten einzugehen wäre jetzt etwas ausschweifend.

Unterlagen wie Rechnungen, Bankbelege etc. muss man dem Finanzamt erst bei Nachfrage vorlegen.

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Bei Gewerblichen Unternehmern wird der Gewinn n. §4(1) EStG (Bilanz) oder n.§4(3) EStG (Einnahmen- Überschussrechnung) ermittelt. Ob Sie eine Bilanz erstellen müssen, hängt davon ab, wie hoch Ihr Gewinn / Umsatz ist. Eine Bilanz ist n.§140 AO für alle abzugeben, die nach anderen Gesetzen Bücher führen abzugeben(z.B. Kaufmänner, wie Kfm. kraft Rechtsform d.h. Kapitalgesellschaften) zudem n. §141 AO wenn: •Umsätze, auch steuerfr. (ausgen. § 4 Nr. 8 bis 10 UStG) mehr als 500.000 € im Kalenderjahr oder •selbstbewirtschaftete land- und forstwirtschaftl. Flächen mit einem Wirtschaftswert (§ 46 des BewG) mehr als 25.000 € oder •Gewerbebetriebgewinne mehr als 50.000 € im Wirtschaftsjahr oder •Land- und Forstwirtschaftsgewinne von mehr als 50.000 € im Kalenderjahr


In den ersten beiden Kalenderjahren nach Ihrer Gründung müssen Sie monatlich eine Umsatzsteuer-Voranmeldung abgeben §18(2) UStG. Eine Umsatzsteuererklärung n.§ 18 (3) müssen Sie trotzdem noch abgeben, auch wenn Sie Kleinunternehmer n. §19 UStG (Umsatz zzgl. der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 € nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 € voraussichtlich nicht übersteigen wird) sind. Bei der USt-VA und der UStE ist natürlich noch darauf zu achten, ob nach vereinbarten Entgelten (Sollversteuerung) oder nach vereinnahmten Entgelten (Istversteuerung) §20 UStG entsprechend die VA oder Erkl. abzugeben ist. Grds. ist von der Sollversteuerung auszugehen (§16 UStG). Die Istversteuerungmuss beantragt werden (dies kann auch schon durch das Kreuz im Erfassungsbogen für das Finanzamt erfolgen), wenn das Finanzamt nicht widerspricht, sondern dies durch einen Verwaltungsakt, dies kann auch durch konkludentes (schlüssiges) Handeln sein, bestätigt. Istversteuerung ist nur möglich, wenn: - Gesamtumsatz § 19(3) im vorangegangenen Kalenderjahr weniger als 250.000 € oder - der von der Verpflichtung, Bücher zu führen n. § 148 AO befreit ist, oder - soweit er Umsätze als Freiberufler i.S.d. § 18 (1) Nr. 1 EStG ausführt,


Zur Abgabe der Gewerbesteuererklärung würde ich raten, wenn Sie einen Verlust haben, dann können Sie den Verlust vortragen. Verpflichtet sind Sie zur Abgabe der Gewerbesteuererklärung bei einem zu versteuernden Einkommen nach Gewerbesteuergesetz von mehr als 24.500 € (dies ist der Freibetrag für alle, außer Kapitalgesellschaften).

mehr dazu: http://www.gutefrage.net/tipp/was-muss-man-alles-tun-wenn-man-sich-selbststaendig-macht

War Dein Umsatz im Jahr davor unter 17.500,-? Sonst würde noch Umsatzsteuer fällig sein.

Wenn Du im Jahr 2013 die 24.000,- Umsatz hattest, musst Du ja ab 2014 mit Umsatzsteuer arbeiten.

Du stellst Deine Einnahmen udn Ausgaben in einer Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung zusammen.

Das Ergebnis kommt über die Anlage "G" in die Einkommensteuererklärung.

Die Belege gut aufbewahren, wenn das Finanzamt die haben will, werden sie sich melden.

Du brauchst eine EStE, dafür eine EÜR samt Anlagen und eine UStE (auch als Kleinunternehmer). Die EÜR muss elektronisch eingereicht werden, ebenso wie die UStE. Üblicherweise macht man das mittels entsprechender Finanzbuchhaltungssoftware; alternativ per Elster-Formular.

Die Sachbearbeiter beim Finanzamt sind doch nicht deine Steuerberater ! Du bist als Gewerbetreibender verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung mit Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) zu erstellen und abzugeben. Die Belege müssen dementsprechend sortiert sein, um bei Anforderung nachgereicht werden zu können. Wenn das Finanzamt deine Berechnungen nicht nachvollziehen kann, dann wirst du geschätzt ! Und das ist fast immer zu deinem Nachteil !

Die EÜR kannst du auch in einer Exel-Tabelle erstellen und die Ergebnisse in das Formblatt (https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/display.do?%24context=0C214ED85E8240E08777) übertragen.

Du bist dazu verpflichtet, eine Gewinnermittlung anzufertigen bzw. die Anlage EÜR zur Einkommensteuererklärung einzureichen.

Außerdem ist die Frage der Umsatzsteuer zu prüfen, Kleinunternehmereigenschaft nach Paragraph 19 UStG oder Option zur Regelbesteuerung.

Natürlich darfst du NICHT einfach einen Schuhkarton dort abgeben.

Unabhängig von der Frage nach anfallender Gewerbesteuer ist das Betriebsergebnis selbstverständlich einkommensteuerpflichtig.

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