Kleingewerbe: Darf der Auftraggeber meine Rechnung einfach um 50% kürzen?

9 Antworten

Schon bei der Unterschrift unter diesen Vertrag wäre mir die Hand verdörrt. Wann ich meine Rechnungen schreibe ist meine Sache. Im Gesetz steht bis wann das anzuerkennen ist. So lange der was anderes vereinbart haben will, würde ich da nicht mitspielen.

Es ist eben jetzt die Frage, was Du nächsten Sommer machen willst. Denn natürlich kann man sich vermutlich sogar gut begründet wehren. Man kann auch sagen: Lieber Auftraggeber, wenn ich Deine Aufträge nicht abgedeckt hätte, dann hättest Du da weniger Umsatz gehabt. Wieso willst Du jetzt von mir noch einen Betriebsausgaben-Bonus?

Was natürlich noch die freundliche Sicht der Dinge wäre. Ich wäre unfreundlicher und würde ihn fragen, was ihn reitet so etwas in Verträge zu schreiben und dann auch noch zu meinen, dass das Bestand hat. Gleichbehandlung von Auftraggeber und -Nehmer, sind doch hier gar nicht gewahrt.

Wo sind seine Nachteile? Konnte er keine Abrechnung schreiben? Natürlich konnte er das. So lange er die Daten für seine Abrechnungsgrundlage hatte. Beispielsweise die Stunden.

Die gearbeiteten Stunden kann er aber auch ohne Rechnung erfahren. Muss er eben nachfragen. Vielleicht ist er seiner Sorgfaltspflicht noch nicht einmal nachgekommen.

Die Stunden halte ich übrigens für tatsächlich diskutierbar. Wenn er aufgrund anderer Umstände von 60 Stunden ausgehen konnte und Du reichst jetzt 65 ein, dann wäre es trotzdem an ihm die Stunden beim Kunden noch in Rechnung zu stellen. Weigert der sich, dann könnte man immer noch über eine Kürzung nach der o.g. Klausel diskutieren. Die dann m.E. sogar Bestand haben könnte.

Wie Eingangs schon gesagt: So einen Vertragspartner hätte ich nicht akzeptiert. Der steht nur auf seiner Seite. Solche Leute kann man nicht gebrauchen. Teile ihm mit, dass Du keinen Bock auf Diskussionen hast, er soll das Geld überweisen. Sonst landet es vor Gericht.

Teile ihm weiter mit, dass Du auch seinen Kunden anrufen kannst und den über die Vorgänge informieren könntest. Was wird der wohl davon halten, dass er eine erbrachte Leistung bezahlen soll, wenn der Zwischenhändler sie eben nicht bezahlt hat... Die Verstimmung sei nicht gut.

Je größer die Konfrontation ist, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit keine neuen Aufträge zu erhalten. Das ist auch unabhängig von einem Ausgang eines Klageverfahrens. Aber auch wenn Du ihm das schenken würdest, was bedeutet dieses denn für die Zukunft.

Juristisch kann ich das tatsächlich nicht einschätzen. Meine Hinweise basieren wie gesagt darauf, was ich tun würde. Und das würde ich ihm sagen.

alle event Veranstaltungen müssen vom Auftragsgeber immer sehr kurzfristig abgerechnet werden, 

Die Rechnungsstellung des FM (Freien Mitarbeiters) erfolgt nach Beendigung einer Aktionswoche, spätestens jedoch 3 Wochen nach Beendigung der Aktion. Später eingehende Rechnungen können vom AG nur zum Teil anerkannt werden....zu ... zum Teil würde für mich weniger als die Hälfte sein

Du hast doch dem zugestimmt, bei  individuellen Verträgen gerad im event -Bereich sind Einzelabmachungen  sehr vielfältig , das wäre doch ggf. auch für Dich drinnen gewesen bis zu 80-100% ! Entschädigungserstattung falls der Veranstalter mal  kurzfristig absagt .. 

Du kannst versuchen die AGB- Klauseln, ich denke ::am  Gerichtsstand Ort des Auftragsgebers,  als Nichtig /Teilnichtig erklärt zu bekommen... solltest Du aber unterliegen bezahlst Du alle Anwälte  , Gerichtskosten und was sonst  an Gutachten usf. erforderlich ist..

Hallo,

Recht haben und Recht bekommen sind leider zwei paar Stiefel. Aus meiner Erfahrung kann ich dir nur empfehlen mit dem Vertragspartner zu verhandeln. Du hast nur die Möglichkeit dagegen zu klagen und m.E. laufen diese Klagen zu 80% immer auf ein Vergleich hinaus. Wenn du also keine Rechtsschutzversicherung hast, solltest du mit deinem Auftraggeber verhandeln und versuchen mehr Prozent zu bekommen...

Ein Rechtsstreit ist teuer und dauert....

Lohnfortzahlung (Entgeldfortzahlungsgesetz EntgFG) im Krankheitsfall - In der Gastronomie u. Teilzeitangstellt ausgehebelt?

Folgende Frage dreht sich um Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Hier die Ausgangslage:

Man arbeitet Teilzeitangestellt (24 Stunden / Woche) in einem Gastronomiebetrieb. Man bekommt dafür den Mindestlohn auch "Aushilfslohn" genannt von 8,50 die Stunde. Es wurden keine besonderen Absprachen getroffen d.h es gibt keinen speziellen Arbeitsvertrag. Man arbeitet schon länger als 3 Monate im Betrieb.

Jetzt tritt der Fall ein das man längere Zeit krank wird ( Krankenhaus Operation / Nachweispflichten alle erfüllt) Krankheitsdauer ca 3-5 Wochen.

  1. Kann der Arbeitgeber eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall unter diesen Umständen ablehnen?

  2. Gibt es Regelungen (z.B Tarifverträge ) welche die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ausschließen.

  3. Wie beantragt der Arbeitnehmer diese Lohnfortzahlung?

  4. Es liegt eine Arbeitszeit 24 Stunden die Woche vor ( 4 Tage je 6 Std) - Diese ist aber nicht in einem Vertrag geregelt. Wie setzt sich der Fortzuzahlende Lohn nun zusammen? Bsp: Wird als Grundlage hierfür der durchschnittliche Monatslohn der letzten drei Monate herangezogen und dieser als Lohnfortzahlungsbetrag festgesetzt?

Folgender fiktive Fall: Unser Teilzeitangestellter im obigen Beispiel muss operiert werden und weiß daher das er für ca 3-5 Wochen arbeitsunfähig werden wird. Er geht daher zu seinem Chef, teilt ihm dieses mit und fragt wie es mit der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall aussieht. Der Chef lacht nur und sagt "Wer nicht arbeitet bekommt auch kein Geld, hier in der Gastronomie ist das anders geregelt, der Lohn wird nicht fortgezahlt" - ist so etwas möglich? Oder muss der Lohn weiter bezahlt werden?

Ich hoffe mir kann jemand dabei helfen.

Danke schon mal für eure Antworten!

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Rechnung auf alten oder neuen Firmennamen ausstellen?

Folgende Situation:

Der Rechnungsempfänger ist eine Firma, die vorhatte, ihren Firmennamen zu ändern.

Zum Zeitpunkt der Auftragserteilung per E-Mail war der neue Firmenname erst geplant und ich weiß nicht, ob er bereits angemeldet wurde. Das Ende des Projekts kann sich mit dem Inkrafttreten des neuen Firmennamens überschnitten haben.

**Muss nun die Rechung auf den alten oder neuen Firmennamen ausgestellt werden?

Ist die gültig und kann ich den Betrag bei Nichtzahlung einklagen, wenn der alten Name auf der Rechnung steht, aber der neue bereits gilt?**

MfG

MfG

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