Kleingewerbe anmeldung Fragen zu anmeldung

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7 Antworten

Ob deine Tätigkeit im Haupt- oder Nebenerwerb betrieben wird, hängt davon ab, ob es von Beginn an deine Haupteinnahmequelle sein soll ! Wenn du es ganz ruhig neben ALG-Leistungen betreiben willst, dann kreuzt du erst einmal Nebenerwerb an.

Und da die Anmeldung für deine "Zentrale" erfolgt (denn du hast ja noch keine), ist es deine Hauptniederlassung. Als Tätigkeit kannst du ruhig Internetdienstleistungen angeben. Nur wenn du noch in nennenswertem Rahmen Dinge verkaufen willst, solltest du die betreffende Warengruppe mit angeben. Mehr reinschreiben kostet nichts.

Sicherlich wird du als Gewerbetreibender auch Zwangsmitglied bei der IHK. Aber Kosten fallen bei geringem Umsatz noch keine an. Und um Gewerbesteuer zahlen zu müssen, musst du schon richtig gut verdienen. Also keine Bange !

Mit freiberuflicher Tätigkeit hat dein Angebot nichts zu tun. Also musst du schon ab der ersten Werbung, mit der du startest dein Gewerbe anmelden. Irgendwelche Freigrenzen gibt es im Gewerberecht nicht. Auch wenn du Verluste machst, musst du dein Gewerbe angemeldet haben ! Entscheidend ist die Gewinnerzielungsabsicht !

Ein Kleingewerbe gibt es übrigens nicht. Spielt also bei der Anmeldung keine Rolle. Erst wenn du die Unterlagen zur steuerlichen Erfassung (mit Steuernummer) bekommst, kannst du dort die "Kleinunternehmerregelung" in Anspruch nehmen. Das bedeutet, dass du von deinen Kunden keine MwSt erheben und an das Finanzamt abführen musst. Ist nur ein Verfahren zur Steuererleichterung für kleine Unternehmen (Umsatzgrenze im ersten Jahr 17.500 euro, danach 50.000 euro). EKSt zahlst du natürlich trotzdem ab 8.004 Euro.

Du solltest erst mal prüfen, ob es für ein "Gewerbe" reicht. Solange es nur ein paar Aufträge sind musst Du kein Gewerbe anmelden. Erst wenn es nachhaltig, langfristig und mit Gewinnerzielungsabsicht angelegt ist musst Du evt. ein Gewerbe anmelden. Wie viele Aufträge sind es denn bis jetzt? Außerdem wird gleich die IHK um die Ecke biegen und von Dir einen hübschen Jahresbetrag abverlangen. GEZ und Berufsgenossenschaft melden sich ebenfalls. Die Stadt wird prüfen, ob Du da wo Dein Arbeitsplatz ist überhaupt eine Gewerbefläche ausgewiesen ist und so weiter und so fort. Sie kommen aus allen Löchern, wenn Du den Gewerbeantrag abgiebst.... Ach hätte ich fast vergessen, die Krankenkassen kommen auch auf Dich zu und drängen auf eine viel zu teure Selbständigenversicherung .... Das wird keine Spaßveranstaltung und das "Abmelden" dauert auch wieder seine Zeit. Als Programmierer musst Du ein "Gewerbe" anmelden mit Gewerbesteuer, IHK Beiträgen usw. falls Du Seiten redaktionell betreust, also vorhandene CMS wie Wordpress nutzt wäre zu überlegen, ob es sich nicht um eine freiberufliche Tätigkeit handel. Das kannst Du in Deinen Rechnungen immer so rein schreiben. Da bist Du günstig über die Künstlersozialkasse versichert, die IHK und Gewerbesteuer fallen auch aus. Einen Gewerbeantrag musst Du auch nicht ausfüllen.

ABER.... ich bin kein Steuerberater oder Rechtsanwalt sondern "nur" Praktiker... lass Dich von den Profis beraten oder recherchiere im Internet und bilde Dir Deine eigene Meinung. Angemeldet ist man schnell, aber dann laufen die Mühlen der Behörden und abmelden dauert und der Spass kann teuer werden.

**ist das wahr?**** **Das man nicht unbedingt ein Gewerbe anmelden muss?****

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**ist das wahr?**** **Das man nicht unbedingt ein Gewerbe anmelden muss?****

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@Internet2012

Jein. Es ist jedenfalls absolut falsch, dass man bei ein paar wenigen Aufträgen die Kohle einkassieren kann, ohne sich irgendwo anzumelden. Eine Steuererklärung wird auf jeden Fall fällig. Innerhalb eines Monats musst du deinem Finanzamt mitteilen, dass du jetzt etwas aus diesen Verkäufen verdienst. Spritz kriegen sie es sowieso, bei eBay bist du schließlich nicht anonym unterwegs.

Und lass dir von dem Herren da oben keine Panik einreden. Von wegen Gewerbefläche blabla. Ich habe auch kein kleines Gewerbe angemeldet und nichts dergleichen ist mir passiert. Freiberuflichkeit statt Gewerbe wird nicht durchgehen, die Arbeit ist nicht künstlerisch. Ein paar Zeilen in Wordpress tippen macht noch keinen Schriftsteller aus.

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@Top: Du bist kein Praktiker sondern offensichtlich ein Ahnungsloser. Weder IHK, noch GEZ oder BG wollen Geld von ihm, bevor er nicht richtig viel Geld verdient.

Nichtmal Steuern zahlst du, wenn nur geringe Einnahmen kommen.

Ich betreibe mein Gewerbe seit 10 Jahren klein aber fein ganz legal vom Wohnzimmer aus.

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@Jorgfried

@Jorgfried: Danke für das Kompliment und zum Teil muss ich Dir Recht geben. Bei der sich ständig ändernden Rechtsprechung habe ich mich schon oft als Ahnungsloser gefühlt. Allerdings habe ich inzwischen auch 25 Jahre Sebständigkeit auf dem Buckel vom Gewerbe, GbR, KG, GmbH und für ein paar Jahre sogar AG alles durch. Viele unserer externen Dienstleister sind Freiberufler oder haben ein Gewerbe als e.K. angemeldet. Die Grenzen sind im Fall von Internet2012 fließend. Wenn die Haupttätigkeit das Programmieren von Webseiten ist, läuft es auf ein Gewerbe hinaus. Falls es jedoch hauptsächlich redaktionelle Seiten und Texterstellungen sind, die mit Standardtools wie Wordpress verarbeitet werden könnte es auch zu einer freiberuflichen Tätigkeit reichen. Wenn die bildliche Gestaltung von Webseiten dazu kommt ist es recht klar, dass es sich um eine künstlerische, freiberufliche Tätigkeit handelt. Ich hatte ja geschrieben, dass man sich zumindest beraten lassen sollte, weil man sich als Freiberufler organisatorisch viel sparen kann und keine Gewerbesteuer sowie die lieben IKH Beiträge zahlen muss. Außerdem besteht bei einer redaktioniellen Tätigkeit auch die Möglichkeit der Künstlersozialkasse beizutreten. Es lohnt sich auf jeden Fall die angebotenen Fragebögen im Internet auszufüllen und den Steuerberater oder gleich das örtliche FA zu fragen. Die FAs sind je Stadt, Kreis auch sehr unterschiedlich. Bei uns in der Region versuchen sie die Kleinstgewebetreibende draußen zu halten und legen die Richtlinien für "Liebhaberei" sehr niedrig, aber Cuver hat natürlich Recht, wenn er schreibt, dass Du jede Einnahme beim FA anmelden musst... zumindest in der nächsten Steuererklärung, monatlich würde dies ein Praktiker nicht machen. Ich schrieb ja, dass ich dies nicht aus rechtlicher, sondern pragmatischer Sicht geschrieben habe. Internet2012 sollte seine eingenen Schlüsse ziehen und sich beraten lassen. Hier noch zwei nützliche Links: http://www.das-unternehmerhandbuch.de/2010/06/09/kuenstlersozialkasse-faq/

Auf jeden Fall drücke ich Dir die Daumen, dass Dein Weg in die Selbständigkeit klappt. Ich habe es nie bereut, aber es gab und wird auch immer wieder Höhen und Tiefen geben. Lass Dich nicht klein kriegen und vor allem... finde Deinen Weg. Die schlimmsten Fehler in meiner Laufbahn waren Empfehlungen von Unternehmensberatern. Ich hoffe ich habe jetzt niemanden hier brüskiert.

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Was möchtest du denn? Willst du dem Arbeitsmarkt weiterhin zu Verfügung stehen oder willst du nur das machen? Im allgemeinen wäre aber im Nebengewerbe am Besten, du kannst es ja jederzeit ändern.

Die Anmeldung ist für eine Hauptnierderlassung.

Du brauchst nichts unterstreichen.

Dein Hartz IV wird nicht einfach gestrichen, egal ob Haupt- oder Nebenerwerb. Du musst es nur angeben und eine vorläufige EKS machen. Da füllst du aus, welche Einkommen du im nächsten Zeitraum (also dein Bewilligungszeitraum/ höchstens 6 Monate) erwartest. Nach dem Zeitraum musst du dann dein Einkommen und Ausgaben abrechnen und belegen. Aber keine Panik, es reicht eine Einnahmen-/ Überschussrechnung für dich, die du dann in den Vordruck der abschliessenden EKS überträgst.

Ja, wenn du im ersten Geschäftsjahr unter einem Umsatz von 17.501,00€ und im Zweiten unter einem Umsatz von ca. 50.000,00 € bleibts.

Nächstes müsste (A), die Hauptniederlassung (dein Wohnort, nehme ich an) sein. Tätigkeit: "Dienstleistung im Bereich Internet / Web - Service"

Mehr Infos auf: http://www.gewerbe-anmelden.info/kleingewerbe.html

Unter 17.500 - mit 17.501 wäre er schom umsatzsteuerpflichtig, da gehts um jeden Euro.

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Gewerberechtlich gibt es kein Kleingewerbe. Nebenerwerb ist nur fürs Arbeitsamt relevant.

Diese 17.500 Euro Grenze betrifft nur die Frage zur Kleinunternehmerregel, die dann im Formular vom Finanzamt auftaucht.

Die ist aber eh uninteressant, wenn man für Unternehmen arbeitet. Da verdient man als Umsatzsteuerpflichtiger mehr.

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@Jorgfried

Das stimmt nicht ganz. Du kannst dich auch hauptberuflich anmelden und ein Kleingewerbe führen. Da geht es nämlich nur darum, ob die Umsatzsteuer abgeführt wird oder nicht. Hat man sich für das Kleingewerbe entschieden darf man nirgends in den Rechnungen die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) aufführen und ist dazu verpflichtet dies auch mit einem Satz kenntlich zu machen (Befreiung nach §......) Das bedeutet allerdings auch, dass man auch die Rechnungen komplett in seine Steuer reinpackt und nicht rausrechnet, was davon welcher Steuersatz ist. Und wenn man dann zwei Jahr hintereinander eine bestimmte Summe (soviel ich weiss, waren es ca 13 000€), muss man die Umsatzsteuer auch abführen- ob monatlich, vierteljährlich oder jährlich hängt vom Umsatz/ Finanzamt ab.

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Wenn Du ALG II beziehst, dann besser Nebengewerbe, da Du sonst keine Grundversorgung etc. mehr erhältst.

(A) Hauptniederlassung

Angemeldete Tätigkeit: Internetservice

das geht glaube ich nicht als nebenerwerb. Die Anmeldung musst du erstattet für: (A) eine Hauptniederlassung. bei den Tätigkeiten gibst du einfach das an was du machen willst. aber ich würde dir empfehlen beim Arbeitsamt nachzufragen. beim bürgeramt (Gewerbeamt) in deiner stadt werden sie dir deinen Gewerbeschein ausfüllen du musst denen nur sagen was du machen willst und die schreiben es rein..

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