Kleingewerbe - Umsatzsteuer

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6 Antworten

Eine USt-ID kannst Du auch beantragen, für den Fall, dass Du mal im Ausland einkaufst.

Wenn Du nur in Deutschalnd kaufst, brauchst Du sie nicht.

Da Deine Kunden vermutlich fast ausschließlich privatleute sind, ist die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG für Dich günstig.

Dran denken auf Deine Rechnungen und Quittungen aufdrucken: "Keine Umstazsteuer enthalten gem. § 19 UStG."

Vielen dank für deine Antwort und den Tipp. :)

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Ob die Kleinunternehmerregelung günstig ist, hängt nicht davon ab, wer die Kunden sind, sondern ob beim Wareneinkauf viel Umsatz(Vor)steuer anfällt. Wenn ich keine Umsatzsteuer abführe, kbin ich auch nicht Vorsteuerabzugsberechtigt, d.h. die geht dann voll zu meinen Lasten. Ich bezahle sie, kann sie aber nicht weiterberechnen.

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Ne, ne. der satz muss lauten ; nach § 19 UstG von Umsatzsteuer befreit.

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Was für Diskussionen. Und immer wieder. Auch hier auf der Seite kann man Googlen. Ein Mitstreiter hier zeigt immer so schön auf: Es gibt kein Kleingewerbe.

Dann bitte: Wenn ich den Einnahmen aus laufenden Verkäufen von diesen 17500 Euro im Jahr mal Betriebsausgaben entgegen stelle, dann ist die Frage: Wo von soll denn bitte gelebt werden?

Ich glaube zwar nicht, dass Du die Einkäufe für das doppelte verkaufen kannst, aber gut unterstellt. Von den gesamten Einnahmen 10 - 20% für die Kosten ist auch nicht zu hoch. Miete und Telefon, paar Fahrtkosten usw.

Also 17.500 Euro abzüglich 8.750 Euro Wareneinsatz = Rohgewinn i.H.v. 8.750 Euro abzüglich 15% der Einnahmen i.H.v. 2.625 für die sonstigen Kosten = Reingewinn i.H.v. 6.125 Euro. Das ist schon kein großer Betrag. Und der ist positiv gerechnet, warum lasse ich hier mal weg.

Das sind dann monatlich 510,40 Euro! Da kann man dann davon ausgehen, dass da einige Stunden zusammen kommen, bis der Betrag erreicht ist.

Liebe BlackBurn82, ich kenne Deine private Situation nicht. Wenn Du jetzt nicht den Fehler machst aus der gesetzlichen Krankenversicherung raus zu gehen, dann bezahlst Du da auch über 300 Euro Beitrag. Ende vom Lied: 6-Tage-Woche mit 8 bis 10 Stunden.

Ich will Dir keinen Stundenlohn ausrechnen. Es geht um etwas anderes: Davon kann man nicht leben. Darum sind auch viele indirekte Konkurrenten durch öffentliche Gelder getragen. Sonst wäre eine Kleiderkammer gar nicht möglich.

Die bekommen die Sachen noch geschenkt... Und stellen die Behauptung auf, dass sie sozial oder karitativ wären. Lasse es mich anders sagen: Die nicht, aber Du auf alle Fälle.

Erlaube mir als Profi: Wenn man im Rahmen der Vorbereitungen zum Businessplan schon merkt, dass das niemanden ernährt. Dann ist es an der Zeit sich dringend eine andere Idee kommen zu lassen.

Es ist ja noch schlimmer: Auch die einfachsten Einrichtungsgegenstände kosten irgendwie Geld. Was man in einen solchen "Low-Budget"-Laden stellen kann, ist für jedes andere Gewerbe rausgeworfenes Geld.

Beim Einkaufen nennt sich das "Vorsteuer" beim Verkaufen "Umsatzsteuer". Die verrechnest du am Ende jeden Monats. Bei Vorsteuerüberhang bekommst du was wieder, beim "Umsatzsteuerüberhang" zahlst du ....

Also ist es in meinem Fall so, dass ich, sollte ich mich später dem Ankauf von Neuwaren widmen, Vorsteuer zahle aber keine umsatzsteuer erhalte (da ich unterhalb der grenze von 17.500€ bin).

Fazit: der Gewinner ist das Finanzamt, selbst wenn ich in großen Summen einkaufe und weiterverkaufe.

Beispiel: Ich kaufe bei einem Großhändler etwas für das der Großhändler 31€ verlangt. Zzgl Vorsteuer macht das dann 36,89€. Marktwert ist nun aber bei ca 38,50€.

Somit mache ich einen Gewinn von 1,61€

Oder mit großen Gerätschaften... Großhändler verlangt 331€, zzgl Steuer sind es 393,89 und Marktwert liegt bei 399€.

"Ausbeute" für mein Gewerbe: 5,11€

Mir stellt sich da die Frage, wo es denn Sinn macht mit teureren Wertsachen zu Handeln, wenn man letztendlich mit "vielen Kleinkrams", trotz geringerem Wert pro Artikel, auf die gleiche Summe dann einen höheren Gewinn erzielt.

Sind jetzt mal 2 Beispiele aus der EK-Liste, welche ich erhielt. Als Kleinunternehmer, welcher keine Umsatzsteuer machen muss, komme ich mit Verkäufen von kleinen und Kostengünstigen Artikeln scheinbar am besten davon und selbst später scheint mir der Verkauf von vielen kostengünstigen Artikeln lukrativer zu sein als der, von kostenintensiven Artikeln!

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@BlackBurn82

Niemand zwingt die. die Kleinunternehmerregelung in Anspruch zu nehmen. Wenn du viel Vorsteuern has, lohnt sich das auch nicht. Dann weise eben Umsatzsteuer aus, dann bist du auch Vorsteuerabzugsberechtigt. Das ist dann unabhängig von deiner Umsatzgröße. Die Kleinunternehmerregelung ist nur eine Option, keine Pflicht.

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Auch Falsch. Kein Unternehmer erhält Umsatzsteuer zurück. Du kannst die Mehrwertsteuer und die Umsatzsteuer gegen rechnen. Mehr auch nicht. verkaufte Ware hatt z. B. 25.000€ MwSt enthalten. Diese müsstest du jetzt an das Finazamt weiter geben. Nun kannst du die mwSt von deinem waren Einkauf z. B. 20.000€ gegen die 25.00€ gegen rechnen. das bedeutet, du hast dem Fiskus noch 5.000€ zu zahlen. Anders herum, kann was mit deiner Buchführung nicht stimmen. Denn die Umsatzsteuer ist nur ein durchlaufender Posten.

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Soll das heißen, dass wenn ich eine USTldNr. beantrage und diese den Großhändlern mitteile, dass diese dann mir die Waren ohne Umsatzsteuer weiterverkaufen können/dürfen, ich diese somit nicht zahlen muss bzw bei meinen Verkäufen dann, sollte ich die 17.500€ überschreiten, ans Finanzamt abtreten muss und andernfalls (sollte ich unter 17.500€ bleiben) behalten kann/darf?

Ist natuerlich Unsinn^^

Vielleicht solltest Du erstmal einen Kurs besuchen, wie man ein Gewerbe eroeffnet oder Dir einen Steuerberater suchen^^

peace^^

Danke, habe ich auch nicht erwartet - wollte nur sicher gehen! Fande lediglich diesen Passus dazu verwirrend!

"Die sogenannte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UStIdNr.) gibt es, um den Austausch von Lieferungen und Leistungen im innereuropäischen Raum zu erleichtern. Geschäftsleute beweisen sich mit ihrer Hilfe gegenseitig den Status als Unternehmer. Dadurch können sie in vielen Fällen von vornherein auf die Berechnung von Mehrwertsteuer verzichten und sparen sich so die umständliche Steuererstattung."

In der Regel handel ich auch nur mit Kleinkrams, welches ich von privat ankaufe bzw mit der Vermittlung von Verträgen. Hatte eben nur schon weiter Gedacht dass ich später zum Ankauf vom Großhändler übergehen könnte, wenn sich mein kleines Gewerbe gefestigt hat. daher ist aktuell für mich die Umsatzsteuer nicht wirklich present, da ich keine vorab zahle und erstmals auch keine ausweisen muss. :)

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Wenn du Umsatzsteuer ausweist, d.h. wenn du sie kassierst, mußt du sie auch abführen. Wenn du keine kassierst nacht UStG §19 Kleinunternehmerregelung, kannst du auch die Vorsteuer, also die Umsatzsteuer daraus auch nicht abziehen. Du bist dann nicht vorsteueabzugsberechtigt.

Aber bei deinem Null-Plan-Wissen empfehle ich dir, laß es dir von einem Steuerberater erklären.

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