Kleines Problem.. Strafe bei Therapie Was soll ich machen?

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4 Antworten

Die Therapeutin hat diesen Termin extra für dich freigehalten. Sie hätte, wenn sie es früher gewusst hätte, jemand anderen einbestellen können.

Die Erkältung hast du sicher schon gestern gehabt, . Du hättest ihr auf den AB sprechen können.

ciaranah 21.12.2015, 11:01

oha es ist doch nur ein einziger Termin es ist kein OP Termin gewesen.. Außerdem war sie ziemlich frech und unhöflich. ich hatte meine Erkältung schon seit tagen, aber fieber nicht..

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Diese Gebühr würde ich nicht zahlen. Krankheiten melden sich nicht immer an, sie kommen auch mal plötzlich. Würdest du im Krankenhaus liegen, könntest du auch nicht gehen.

atzef 21.12.2015, 10:59

Dann müsste man es eben von dir einklagen. :-)

Warum sollen Dritte dein Lebensrisiko finanzieren..? Mag ja sein, dass du nicht kannst, aber dann trägst du auch das finanzielle Risiko des Schadenseintritts.

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ciaranah 21.12.2015, 11:01

ja, aber bestimmte Menschen verstehen das ja nicht. Anscheinend geht es hier nur um das Geld

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lastgasp 21.12.2015, 11:33
@ciaranah

Ja, es geht zurecht um das Geld. Psychotherapie ist entgegen landläufiger Meinung auch keine andere Dienstleistung, als wenn Du einen Klempner bestelllst.

Meine Liebste ist Therapeutin in einer Anlaufstelle für den gesamten Bereich "Psycho-Strandgut", die die Beratungsschein-Patienten des Jobcenters, aber auch alle anderen Patienten behandelt, die wegen der langen Wartezeiten bei den Niedergelassenen sonst keine Alternative außer der Klinik hätten oder einfach nichts mehr auf die Reihe bekommen.

Mindestens 30% aller Termine werden von den - zumeist Patientinnen - nicht wahrgenommen. Die Gründe hierfür sind vielfältig (krankheitsbedingt, mangelnde Selbstorganisation, prekäre Lebens- und Wohnverhältnisse undundund).

Ohne Ausfallhonorar (für 60 Minuten gibt es für Jobcenter-Patienten eh' nur € 45,-- vom Amt) könnte die Einrichtung nicht einmal die Miete finanzieren.

Da meine Liebste auch noch privat arbeitet, vereinbart sie mit ihren Patienten eine Art Staffel-Ausfallhonorar, das sich nach der Absagefrist, nach Selbstzahlern, Privat- und Kassenpatienten regelt. Und exakt hierbei kommt ein Ausfallhonorar von z.B. € 16,-- für ein Girlie heraus, das natürlich anders behandelt wird als die Privatversicherte, die 5 Minuten vor der Therapiestunde absagt, weil sie ihren Pilates-Kurs nicht auf dem Schirm hatte.

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violatedsoul 21.12.2015, 11:35
@lastgasp

Langer Text, kurze Antwort: Krank ist krank. Von mir würde keiner einen Cent sehen.

Allerdings kann der Kranke auch zum Termin gehen und dort zum Beweis auf den Teppich k0tzen.

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Hy, ciaranah, ich kann dich gut verstehen, wenn man einen wichtigen Termin hat, dann sagt man den natürlich erst dann ab, wenn man wirklich nicht anders kann und das weiß man natürlich erst meistens kurz vorher. Du kannst noch froh sein, wenn du "nur" 16 Euro Strafe zahlen musst, denn viele Therapeuten und auch Logopäden, Ostheopaten etc haben in ihren Verträgen stehen, dass man ihnen den vollen Stundenlohn zahlen muss, wenn man nicht kommen kann und zwar dann, wennn man nicht früher als 48! Stunden absagt. Ob dieses Vorgehen  rechtlich haltbar ist, glaube ich zwar nicht, denn in der Regel werden Selbständige, also die Therapeuten, die Zeit, in der ihr Patient nicht kommt, sicher nicht däumchendrehend da sitzen, sondern nutzen, zum Beispiel für  geschäftliche Telefonate, für ihre Buchführung, etc. Vielleicht übernimmt ja deine Krankenkasse die Zahlung dieser "Strafe". Ich wünsche dir gute Besserung.

ciaranah 21.12.2015, 11:12

danke dir:)

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Alle Therapeutenkammern haben hierzu verbindliche Regelungen getroffen. Grundsätzlich ist ein Ausfallhonorar nach § 615 BGB absolut zulässig, weil Psychotherapeut(-innen) nicht einfach ins Wartezimmer rufen können "Der nächste bitte".

Allgemeinverbindlich dürfte der Patientenratgeber der Psychotherapeutenkammer Berlin sein.

http://www.psychotherapeutenkammer-berlin.de/patienteninfo/behandlung/psychotherapie_in_praxis/index.html#43

Da Du mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Behandlungsvertrag unterschrieben hast oder spätestens am Ende der probatorischen Sitzungen über Honorarfragen informiert wurdest, gehe ich davon aus, dass Dir alles bekannt sein müsste. Auch gesetzlich versicherte Pastienten müssen zahlen.

Dass dieses Ausfallhonorar von den Patienten immer als "pikant" gesehen wird, ist den Beteiligten klar.

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