Kleine Mädchen und Pferde?

12 Antworten

Also ich gehe erst  mal von mir selber aus.

Mit Rollen"verteilung" hatte das schon mal gar nichts zu tun, denn in meiner Herkunft zählten nur Autos ( von Berufs wegen), Barbipuppen mit Prinz kannte ich gar nicht und vorgelesen hat mir niemand was.

Fast alle Kinder mögen Tiere - bei Jungs ebbt das in der Regel aber früher ab, weil sie meist eher pragmatischer sind.

Irgendwann wird man gefragt nach Lieblings- Farbe, - Tier u.s.w. Und überlegt, was man da sagt. Da habe ich beschlossen, dass Pferd und Hund meine Lieblingstiere sind, weil da die Bindung an den Menschen (meines damaliges Wissens nach)stärker ist als bei anderen Tieren = das Tier wird als Freund gesehen.

Blieben 2 zur näheren Auswahl: Hund beschützt mich. Pferd trägt mich. ich habe mich fürs getragen werden entschieden. Inzwischen konnte ich selber lesen und bekam recht realitätsnahe Romane über Pferde zum lesen. Das geheimnisvolle Wesen, wo man sich herantasten muss, um mit ihm in Verbindung zu treten, hat mich über den Wunsch zu reiten hinaus, immer mehr in den Bann gezogen. Vergleichbar wie  Schach spielen oder puzzeln - aber mit einem lebendigen Wesen!

Und da ist schon der Punkt, wo es bei den meisten dann eben aufhört. Sobald die Mädchen erkennen, dass der Umgang Pferde und reiten eine sehr komplexe Angelegenheit ist, die viel Geduld verlangt, ist Schluss.

Wer weiter macht, dem gibt das Pferd vieles , was tatsächlich besonders Mädchen sonst im Leben vermissen. Aber da ist man dann schon nicht mehr klein...

also ich muss sagen ich Stimme dir zu👍

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So ziemlich alle Mädchen träumen davon, mal ein eigenes Pony oder Pferd zu besitzen. Klar wollen sie auch reiten. Aber ein Großteil der Zeit geht für die Pflege des Tieres drauf. Sie können Mähne und Schweif bürsten, dem Pferd rosa Satteldecken und Bandagen anziehen.

Da kommt die weibliche Ader durch. Frauen sind halt "Kümmerer".

Die meisten Mädchen hören mit dem Reiten auf, wenn der erste Freund
kommt, spätestens, wenn sie schwanger werden. Nur die wenigsten
(gemessen an der Gesamtzahl der Reitschülerinnen in Reitschulen) kaufen
sich irgendwann tatsächlich ein eigenes Pferd.

Natürlich gibt es viele Jungs, die reiten. Das sind häufig Kinder,
die auf Bauernhöfen groß geworden sind, oder Jungs, deren Eltern selber
reiten oder gar einen Reitstall oder ein Gestüt besitzen. Die reiten
dann bei sich zu Hause. Schließlich haben die ganzen Springreiter auch
alle mal jung angefangen.

Besonders in den Reitdisziplinen, die viel Ausdauer und Kraft
verlangen, sind die Männer vorherrschend. Das ist natürlich beim
Springen so, ganz besonders aber in der Vielseitigkeit.

In der reinen Dressur kommt es auf viel Fingerspitzengefühl an - auch
eine Domäne der Frauen. Natürlich gibt es auch viele berühmte
DressurREITER: In den letzten Jahren in den Medien war der Holländer
Edward Gal, der den berühmten Hengst Totilas ausgebildet hat. Der wird
jetzt von dem Deutschen Mathias Rath geritten - auch ein Mann.

In der Turnierszene kommen heutzutage mehr und mehr die Frauen zum
Zuge. Das hat gesellschaftspolitische Gründe. In den 60er Jahren hatte
kaum jemand Geld für ein Pferd, die Frauen hatten sich um den Haushalt,
den Mann und die Kinder zu kümmern. Selbstverwirklichung gab es nicht.

Das ist heute Gott sei dank anders. Noch vor 100 Jahren haben fast
ausschließlich Männer geritten - auch auf den Turnieren. Das hat auch
mit dem Militär zu tun.

Es gibt zahllose berühmte Cowboys, die die Reiterwelt revolutioniert haben, aber nur gaaaanz wenige Frauen.

Pat Parelli, Monty Roberts, Peter Kreinberg usw. sind nur einige wenige.

Das Pferd ist ein Heldentier. Auf weißen Schimmeln kommen Prinzen angeritten die ihre Prinzessin mit den Schmutzbäckchen suchen. Pferde haben weiches Fell und schwarze, große unschuldige Augen, man kann sie Putzen und verwöhnen, die Box ausmisten und ihre Blicke danken es einem. Das scheinbar auf ewig. Pferde sind treu und ehrlich und wenn mal was schiefgeht, war stets der Reiter schuld. Es werden Krankheiten und Störungen gesucht, schlechte Vergangenheiten angedichtet und Beweise erbracht, dass es dem Pferd so gut geht wie noch nie zuvor. Das Pferd wird erzogen, mit der Gerte tuschiert und es wird ihm immer verziehen auch wenn der Konchenbruch auch noch so weh getan hat.

Mädchen geben den Pferden komische Namen wie: Mein Dicker, Süsser, Püppi, Hasi usw. und wundern sich dann wütend, wenn andere sagen, Reiten sei kein Sport. Alles um das Pferd herum wird verteidigt, als wenn uns die Hunnen überrennen wollen. Da kommen böse Männer aus dem Abendland und stehlen uns die Sättel!! Ganze Internetplattformen sind entstanden und stets einigen sie sich auf irgendeine Gesamtmeinung, sie schlalten sich gleich.

Nach der Pubertät wird der richtige Prinz gewählt, der kommt, satt auf einem Schimmel, in einem kleinen Pkw, tiefergelegt mit Sportauspuff und hat alles andere als die zuvor erfahrenen und herbeigeredeten Eigenschaften des Pferdes. Da scheidet sich was sich scheiden sollte und das Pferdchen mit dem treuen Hundeblick muss sich ein neues Mädchen suchen und die Geschichte mit der schlechten Vergangenheit des Tieres beginnt von vorne.

Das geht solange, bis die Alte auf der Flucht vor ihrem Prinzen, der die Couch für sich entdeckt hat, zurückkommt und den wirklich einzigen wahren Zuhörer sucht und wiederfindet, das Pferd. Es werden die üblichen Krankheiten gesucht und die ganze Kohle wird in das Pferd investiert. Sie träumt wieder vom Prinzen auf dem Schimmel aber sie weiß es jetzt, dieser Wunsch wird niemals in Erfüllung gehen. Oft stellt sich der Frust ein und die glückliche Mädchenzeit verblasst im Nebel der Vergangenheit, der Ton wird rüde und Knigge war der Erfinder der Glühbirne. Die Sektkorken knallen in der Reiterstube und die neuen, nachrückenden kleinen Pferdefans müssen sich
dieser Hackordnung unterwerfen. Nur eines lernen sie nie: Prinzen sind
ausgestorben. Das ist auch gut so, denn wer soll denn sonst noch den Stall
misten?

haha, ja, genau so ist das👍

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