Kleine Kinder mit Katzen und Hunden spielen lassen - gefährlich?

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11 Antworten

Allen diesen Filmen liegt nur eine einzige Sache zugrunde: Glück.

Es stimmt, dass manche Tiere sich eine Menge gefallen lassen. Das bedeutet aber nicht, dass sie das immer tun. Irgendwann kann der Moment eintreten, dass es dem Tier zu viel wird und es sich wehrt.

Und auch, wenn es das mit gebremster Kraft und funktionierender Beißhemmung tut, kann der Schaden, den das Kind dabei erleidet, enorm sein.

Ein Tier ist ein Tier ist ein Tier. Also solches bleibt es niemals zu 100 Prozent berechenbar. Man kann als Eltern die Entscheidung treffen, es darauf ankommen zu lassen. In vielen Fällen wird man Glück haben.

Die Situationen, in denen einen dieses Glück verlässt, sind dann leider nicht selten eine echte Katastrophe.

Wenn man sich ansieht, was Eltern zulassen, die solche Filmchen drehen, wird einem als Hundekenner häufig übel. Entgegen dem unbedarften Betrachter erkennt man nämlich in den allermeisten Fällen beim Hund die gesamte Palette an Anzeichen, dass ihm diese Situation absolut unangenehm ist.

Und während andere in Entzücken verfallen, ist einem bewusst, dass hier ein Spiel mit dem Feuer passiert, das nur aus einem einzigen Grund gut endet: Aus Glück.

spikecoco 04.09.2013, 13:10

Genau so ist es, DH

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Hmm, wir haben zwei Kinder, einen Hund und zwei Katzen. Im Umgang miteinander sehe ich zumindest bei unseren Kindern und Haustieren kein Problem :) Grundlegend ist doch wichtig: Sowohl Kindern, als auch Tieren muss man ihre Grenzen zeigen.

Meine zweijährige Tochter darf unsere Katzen zum Beispiel herumschleppen. Und sie lassen es sich mit sich machen, weil sie genau wissen, wenn sie es nicht mehr wollen, können sie sich jeder Zeit zurückziehen. Ähnlich bei dem Hund – wobei dieser das „Problem“ hat, dass sein Platz auf dem Boden und nicht ganz weit oben auf dem Schrank ist. Da musste Töchterchen eben lernen, dass sie ihn in Ruhe zu lassen hat, wenn er in seinem Korb liegt. Schlagen, am Schwanz ziehen und dergleichen darf Töchterchen selbstredend auch nicht. Dazu kommt, Töchterchen imitiert sehr viel. Was wir mit den Tieren machen, macht sie auch und darf sie für gewöhnlich auch.

Die Tiere ihrerseits haben ein gutes Verhältnis zu den Kindern aufgebaut. Der Hund hat Schwangerschaft und Geburt beider Kinder miterlebt und gelernt, dass er sich darauf verlassen kann, dass ihm weder etwas passiert noch er eifersüchtig sein muss. Die Kinder gehören einfach zu seinem Rudel. Die beiden Katzen sind quasi mit Töchterchen aufgewachsen und kennen es nicht anders, als eben ein Kleinkind im Haus zu haben. Außerdem genießen Kinder in der Familie noch sozusagen den „Welpenschutz“ :) Welpen und kleine Kätzchen dürfen nunmal auch bei den erwachsenen Tieren viel viel mehr, als ein anderes erwachsenes Tier.

Das mag vielleicht jetzt blöd klingen, aber: Ich kenne meine Kinder und meine Tiere. Ich weiß, wann der Hund genug hat oder wann ich bei meiner zweijährigen Tochter sofort sagen muss, dass sie es lassen soll. So könnte ich mich auch hinsetzten und ein Schmusevideo drehen.

Bei deinem Beispielvideo hätte ich allerdings auch schon eingelenkt. Auf ein Tier draufklettern finde ich nicht gut, dabei könnte das Kinde der Katze schließlich wehtun. Genauso das herumziehen. Selbst wenn ich mir denken kann, dass unsere Katzen das wohl auch über sich ergehen lassen würden (wenn sie nicht vorher die Flucht ergreifen) und auch wenn das Tier noch so geduldig ist, das finde ich nicht in Ordnung, es ist ja schließlich ein Stofftier.

Unser erstes Kaninchen (war ein halber Wildfang) hat sich nur von meinem kleinen Bruder streicheln lasse, von sonst niemandem. Anscheinden kam er viel weniger "bedrohlich" rüber, als größere Menschen.

Auch unsere damalige Hündin hat meinen Bruder direkt ins Herz geschlossen und anstatt am Zaun aufzupassen, ist sie vor dem Kinderwagen meines Bruders stehen geblieben und hat ihn vor der vermeintlichen Gefahr geschützt.

Also ja, Tiere haben ein Gespür für Kinder, vor allem, wenn diese zur Familie gehören und dass diese kleinen Wesen etwas anders sind.

Andererseits kann so ein zusammentreffen auch mal nach hinten losgehen, wenn zum Beispiel das Tier Eifersüchtig wegen weniger Aufmerksamkeit wird oder es an Kinder nicht gewohnt ist. Hunde die keine Kindern kennen, reagieren oft aggressiv, weil Kinder eben nicht gerade laufen, laut sind etc.. Das können manche Tiere nicht einschätzen und sind verunsichert, das überspielen dann ein paar mit Aggressivität. Also sollte man sein Tier gut kennen und langsam an die neue Situation heranführen und es nicht einfach in den "Ring" mit Kindern werfen.

biene1029 03.09.2013, 23:37

Klingt plausibel. Vielen Dank!

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ich würde menenhund niemals mit kleinen kindern alleine lassen, obschon auch er eine seele von hund ist und wie die meisten hier sagen, sehr rücksichtsvoll mit kindern umgeht. trotzdem, ein hund bleibt unberechenbar und es gibt viele beissunfallbeispiele, die am anfang vielleicht auch nur als spiel begonnen haben.

ich finde unabhaengig von der groesse der hunde/katzen soll man babies und kleinkinder nicht unbeobachtet zusammen lassen.

man kann kindern schon sehr frueh vermitteln, dass man auch katzen und hunden nicht weh tut...und das klinekind zart streicheln darf -aber nicht schlagen oder an den tieren ziehen darf... als erwachsene sollte man sofort eingreifen, wenn die kleine menschlein das nicht beachten!.

umgekehrt sieht man aber auch immer die bewundernswerte soziale kompetenz der tiere, die kindern gegenueber eine viel groessere toleranz zeigen.

vorallem meine shiba inu huendin zieht kinder magisch an...oft wird sie dann von den zwergliein ,die kaum laufen koennen herzhaft umarmt. das duldet sie und schmust zurueck..fremde erwachsene durfen sie nicht beruehren!

spikecoco 04.09.2013, 10:40

stimmt schon was du schreibst, aber auch die Toleranz der Tiere kann leider schneller enden als einem lieb ist. Mein alter Aussie,ein durch und durch gutmütiger und friedlicher Hund, zu allem und jedem freundlich, gelassen bis ins letzte, war früher mit ihm in Schulen und Kindergärten unterwegs um Kindern den Umgang mit Hunden näherzubringen, ging mit mir mit, wenn ich ängstiche Hunde trainiert habe, ein Traumhund durch und durch. Plötzlich völlig genervt von tobenden und lauten Nachbarskindern, bellte plötzlich los, als sie ihm zu nahe kamen. Ursache starke Kiefernhöhlenvereiterung. Man steckt nie in einem Tier drin.

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inicio 04.09.2013, 14:36
@spikecoco

deshalb schreibe ich nie unbeobachtet lassen und ein hundehalter merkt und registriert ja, wie sein hund drauf ist...

ich habe aber mit der fruehenzusammenfuerhung nur positve erfarhung gemacht.

ich habe den eindruck wenn kinder lernen frueh leren, tiere kennen zuleren -aber auch als eigenstaendige wesen mit eigenen interessen wahrzunehmen-so haelt das ein leben lang!

meine tocther sagt heute immer im brustton der ueberzeugung -die tierleibe habe ich von dir ererbt... : )

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spikecoco 04.09.2013, 17:49
@inicio

leider ist es oft so, das so einige Besitzer überhaupt keine Ahnung von Hundeverhalten haben und so die Signale der Hunde nicht einschätzen können oder einfach übersehen. Schon so oft miterlebt.

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Tiere kämpfen entweder nur (im Gegensatz zu den Menschen), wenn sie sich bedroht und ohne Fluchtmöglichkeit sehen, oder, um zu jagen. Der Mensch passt nicht in das Beuteschema einer Katze - daher wird diese erst angreifen, wenn sie sich ohne Fluchtmöglichkeit sieht - allerdings gibt's da Unterschiede: Manche Katzen sind aggressiver als andere. Bei Hunden kommt es auf zwei Faktoren an: Erziehung und wie das Kleinkind mit ihm umgeht. Hunde mit guter Erziehung werden nicht sofort das Kind anfallen.

Sinnvoll ist es hierbei, die Kinder bis zu einem gewissen Alter oder einer gewissen Vernunft nicht alleine zu lassen, um ihnen zu zeigen, dass man die Tiere sanft streicheln darf, etc. Jedoch nicht schlagen oder sowas. Da muss man dann eingreifen.

Gefährlich ist also hier nicht genau festzulegen, da dies vom Charakter der Tiere abhängt und was der Kleine mit diesen anstellt.

Deine Bedenken bestehen zu recht ... allerdings kann im bezug auf die Gesamtheit der "Unfälle" welche passieren können, wenn kleinere (oder auch größere) Kinder Tiere zu grob anfassen, ihnen Schmerzen bereiten, sie ängstigen etc.

ABER ... wenn in einer Familie IMMER schon Haustiere mitintegriert sind, und wenn die Eltern selbst etwas von ihren Tieren verstehen ... und wenn es sich dazu noch um Eltern handelt, welche sich genügend Zeit für ihr/e Kind/er nehmen ... dann ist kaum etwas zu befürchten, wenn Kinder mit den Haustieren spielen.

Man kann, ähnlich wie beim Menschen auch beim Tier "voraussagen" wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten werden, ob sie aggressiver oder flegmatischer sind. Manche Hunde (und auch manche Katzen) sind "ihren" Kindern gegenüber derartig geduldig, dass es schon an "Selbstverleugnung" grenzt. Und selbstverstänlich haben Tiere - die richtig behandelt werden und nicht "neurotisch" sind, ein "Gespür" für die Verletzlichkeit und die Schutzlosigkeit von Kindern.

Und aufmerksame und liebevolle Eltern greifen fürsorglich ein, wenn ihr Kind es zu toll treibt und Hund oder Katze Schmerzen bereitet ...

Daher würde ich prinzipiell und zusammenfassend sagen:

Kinder - insbesondere Kleinkinder - können selbstverständlich mit "ihren" Tieren spielen, wenn sie dabei beaufsichtigt werden und die Eltern rechtzeitig eingreifen. Und vor allem ... Eltern müssen selbst das Kleinkind schon dazu erziehen liebevoll und zärtlich mit dem Haustier umzugehen.

Entdeckung 04.09.2013, 15:43

Und zu deinem Beispiel kann und möchte ich nichts sagen ... ich kann nur mit gutem Gewissen Ereignisse beurteilen, welche ich selbst erlebt habe

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Entdeckung 04.09.2013, 15:53
@Entdeckung

Oder doch? Meine Einschätzung der gefllmten Situation ist:

° Die Eltern haben die Sache voll "im Griff". Es kommen schon mal Einwände, wie ... so nicht ... jetzt hat er genug von deiner "zärtlichen" Liebe etc.

° Bei diesem Minitiger dürfte es sich um einen extrem gemütlichen, flegmatischen kastrierten Kater handeln, welcher sich einerseits durch die Behandlung des Babys gestört fühlt - daher das schwanzeln - andererseit ist er nicht bereit, diesen Platz aufzugeben und sich wo anders hin zu "retten" wo er außer der Reichweite des Kindes ist.

° Es würde eine rasche Bewegung des Tiere genügen, und es wäre außer Griffweite ... das scheint es aber nicht zu wollen.

Also alles in allem für mich scheint das OK zu sein. Und dieses Kind lernt sicherlich sehr früh, mit Katzen richtig umzugehen.

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Ich habe selbst 2 Kinder und immer schon Katzen und Hunde. Auch wir haben ein Filmchen von unserem Kind ( da war sie ca. 8 oder 9 Monate alt) mit unserer lieben Hündin. Die beiden haben so schön miteinander gespielt, auch wenn unsere Kleine damals den Hund am Schwanz oder an den Ohren gezogen hat. Nie hat sie etwas getan.

Unsere andere Tochter zog den Katzen unheimlich gerne am Schwanz. Sie taten nie etwas. Niemals.

Scheinbar wissen sie, dass es ein Baby, bzw. Kleinkind ist. Sie sind wohl sozialer, als manche Menschen denken oder meinen.

Wobei die Katzen auch schon mal Tatzenhiebe verteilen, wenn ein Erwachsener sie zu sehr trietzen. Aber bei meinen Kindern konnte ich das nie beobachten, im Gegenteil. Meistens sind sie dann aus dem Weg gegangen.

biene1029 03.09.2013, 22:08

Ja, das ist mir eben auch aufgefallen, wenn man mal als Erwachsener die Katze falsch anfässt, kriegt man gleich die Krallen ab, aber die Kinder machen da was sie wollen und es passiert (zum Glück) nichts. Also haben da die Katzen ein Gespür für. Viele Dank für deine Antwort!

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spikecoco 04.09.2013, 08:30

ich frage mich warum es Eltern nicht schaffen, die Tiere vor Übergriffen der Kinder zu schützen. Ein Kind hat zu lernen, dass das Ziehen an Körperteilen der Tiere verboten ist. Zu glauben das ein Tier "niemals" dem Kind etwas tut ist derart naiv, Schmerzen z.b können schnelle und unliebsame Reaktionen beim Tier auslösen.

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rhapsodyinblue 04.09.2013, 21:17
@spikecoco

Eltern von Tieren schaffen das, nur können die Eltern nicht ständig ihre Kinder im Auge behalten. Einem Baby kannst du nur schwer beibringen, dass sie Katzen nicht am Schwanz ziehen sollen.

Beobachte doch mal die Tiere in der Natur - ganz besonders bei Großkatzen wie Löwen. Da wird auch mal gezogen, gebissen oder muss der Löwenpapa einiges aushalten. Unter dem Nachwuchs geht es auch nicht gerade zimperlich zu. Besonders gut bei den Affen zu beobachten. Da kommen erwachsene Affen und entführen die Kleinen, sieht recht brutal aus.

Auch wir sind Teil der Natur, auch unsere Kinder müssen lernen.

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Alle Tiere haben eine gewisse Reizschwelle, manche mehr, manche weniger... Ich würde dass nicht zulassen!

Antidevil95 04.09.2013, 15:39

Ich schon - unter Aufsicht, damit das Kind lernt, mit Tieren umzugehen

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Antidevil95 04.09.2013, 15:43
@Antidevil95

Unbeaufsichtigt ist natürlich weniger toll und sollte nicht zugelassen werden.

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Ein kleines Kind ab 3 Jahren kann sich sehr wohl mit den Tieren beschäftigen wen ein kleines Kind das macht und sich draufsetzt würde ich im bei bringen das diese kleine Tiere auch lebe Wesen sind oder willst du deinem Kind bei Freunden die ne Katze haben sagen nicht streicheln jefri Kevin Jérôme oder wie Kinder jetzt heisen nicht anfassen das tötet dich.

Antidevil95 04.09.2013, 15:46

oder willst du deinem Kind bei Freunden die ne Katze haben sagen nicht streicheln jefri Kevin Jérôme oder wie Kinder jetzt heisen nicht anfassen das tötet dich.

Wenn's sich um 'nen Löwen handelt, würde ich's vlt. machen XDD

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noch nicht mit so kleinen kindern wie in dem video

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