Kleiderordnung im Mittelalter?

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5 Antworten

"Die ledige Frau trug ihre Haare sichtbar als Zopf oder offen. Verheiratete Frauen trugen eine aus Leinen gefertigte, gestreifte, knapp aufsitzende Kopfbedeckung mit einem Kinnband, welches so stark angezogen wurde, daß die Frau nur lispeln und erst nach einer Lockerung unbehindert essen konnte. Die Kleider boten tiefe Einblicke ins Dekolleté und waren so enganliegend, daß sie die Körperformen betonten. Auf Bildern und Beschreibungen von Frauen stehen immer wieder ihre Gewänder im Vordergrund. Kleidung war wichtiges Attribut weiblicher Repräsentanz, kennzeichnete ihre Stellung, ihren Beruf, machte sie aber auch zum Objekt der Betrachtung."

http://www.das-mittelalter.de/frauen_im_mittelalter.htm

Interessant ist bezüglich der Kleidung Holbeins "Darmstädter Madonna" (ist dann zwar schon Renaissance):

Der Kopfputz der knienden Anna Meyer, die in der Vorzeichnung noch langes offenes Haar trug, wurde verändert = übermalt. Das in der überarbeiteten Fassung sodann hochgesteckte Haar verweist auf ihre Verlobung mit Nikolaus Irmi. (An dieser Übermalung konnte man dann übrigens die Echtheit der Darmstädter gegenüber der Dresdner Madonna feststellen - ein Krimi der Kunstgeschichte.)

https://de.wikipedia.org/wiki/Darmst%C3%A4dter_Madonna

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Kommentar von andreasolar
03.04.2016, 08:57

Danke für den Stern! :D

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Das Mittelalter hat 1000 Jahre gedauert, in ganz Europa gab es unzählige größere und kleinere Herrscher. Die Kleiderordnungen waren daher je nach Zeit und Ort sehr verschieden. Grundsätzlich kann man sagen, dass die meisten Kleiderordnungen nur zwischen den Ständen (Adel, Bürger, Bauern) unterschieden. Es ging einerseits darum, die Unterschiede zwischen den Ständen hervorzuheben, andererseits den Import teurer Stoffe zu beschränken. Bauern durften daher nur selbstgemachte Stoffe (Wolle, Leinen) tragen. Unterscheidungen zwischen den Altersgruppen (Kinder, unverheiratete, verheiratete, verwitwete Erwachsene) ergaben sich nicht aus Vorschriften, sondern aus gesellschaftlichen Konventionen.

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Mir ist kein Unterschied bewusst. Da die Kinder ja auch die sselbem Arbeiten verrichten mussten, wie ihre Eltern, kann da schon mal keine Rücksicht genommen werden. Aber ich denke es ist wwie heute. Die Eltern tragen ihre Zweckmäßige Kleidung und die Kinder bekommen das selbe mit (wenn geld da ist) einer kleinen verziehrung. Aber die Grundstruktur der kleidungg aus groben Leinen ist immer gleich.

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Alte Frauen , und Witwen  müssen (mussten) keinem mehr gefallen, trugen kaum Schmuck und dunkle Farben. 

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Alte Frauen trugen dunkle Kleider, hatten wenig oder keinen Schmuck und seltenst modische Frisuren.

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