Kleiderkreisel Mitglied behauptet Ware nicht erhalten und droht mit Anwalt?

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5 Antworten

Nun, du hast hier ein Problem!

Generell ist es richtig, dass das Versandrisiko mit der Übergabe an den Transporteur auf den Käufer übergeht. Da du die Ware als Warensendung verschickt hast, hast du nun keinen Einlieferungsbeleg. Im Klartext heisst das, du kannst die Übergabe an den Transporteur nicht beweisen.

Der Beweiswert der Antwort auf den Nachforschungsantrag ist gleich Null. Hier wird der Eingang der Sendung bei der Post nicht bestätigt. Es gibt lediglich die Aussage: "Wir finden nichts!"

Wenn du teurem Ärger aus dem Weg gehen willst, solltest du den Betrag erstatten. Ansonsten läufst du Gefahr, zu dem Kaufpreis noch die gegnerischen Anwaltsgebühren und Auslagen zahlen zu müssen. Dann wird es erst richtig unangenehm. Bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung wirst du, wenn du den korrekten Versand nicht beweisen kannst, verlieren.

jurafragen 07.09.2015, 12:39

Der Beweis kann grundsätzlich auch anders angetreten werden. Möglicherweise kann sich die Postmitarbeiterin an diesen konkreten Fall erinnern, möglicherweise war der Freund der Fragestellerin dabei, als die Warensendung zur Post gebracht wurde, möglicherweise ist auch eine andere Person damit beauftragt worden, das die Ware zur Post zu bringen.

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Interesierter 07.09.2015, 12:43
@jurafragen

Im theoretischen Grundsatz hast du damit natürlich vollkommen Recht.

Wobei dann immer noch die Frage offen wäre, ob auch die korrekte Adresse draufstand.

Und daran wird sich weder die Postmitarbeiterin oder der Freund oder eine andere Person erinnern können.

Folglich bleibt als Beweis wiederum nur der Einlieferungsbeleg.

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jurafragen 07.09.2015, 14:38
@Interesierter

Folglich bleibt als Beweis wiederum nur der Einlieferungsbeleg.

Auf dem steht auch keine Adresse mehr, sondern nur eine Sendungsnummer.

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Sollte ich dem Mitglied jetzt den Betrag zurück zahlen?

Nein. Der Kaufvertrag wurde durch Übergabe der Sache an den Transportdienstleister erfüllt, es sei denn, der Verkauf erfolgte im Rahmen Deines Unternehmens. Diese Übergabe muss aber im Zweifel bewiesen werden. Kannst Du diesen Beweis nicht antreten, so hat der Käufer durchaus einen Anspruch gegen Dich, den Du dann ggf. auch erfüllen solltest.

Vorallem hat das Mitglied nur meine Bankdaten und meinen Vornamen

Ja.

Und Du hast jetzt hoffentlich etwas fürs Leben gelernt. Es liegt auch in Deinem Interesse, den Zugang der Ware beim Empfänger im Zweifel beweisen zu können, denn durch die Paketverfolgung im Internet kannst Du jedenfalls auch beweisen, dass Du ein Paket abgeschickt hast. Bei einer Warensendung ist dies schwierig, hier kannst Du ggf. einen Zeugen benennen.

Kannst du den Versand nachweisen? Ich vermute eher nein, daher würde ich auch keinen Rechtsstreit riskieren.

Versende in Zukunft versichert. Da spart man wirklich an der falschen Stelle, zumal die Käufer dass bei solchen Werten auch sicher gerne übernehmen

Hallo,

hier eine Antwort (es war aber den "umgekehrten Fall"):

https://www.gutefrage.net/frage/kann-ich-durch-die-kontoverbindung-die-anschrift-herausfinden.

Schickt doch (E-Mail ?) eine Kopie des Nachforschungsantrag, es belegt doch, daß du dich um die Sendung gekümmert hast.

Wenn die Sendung auf dem Transportweg geklaut wurde, kannst du nichts dafür. Ich würde aber versuchen von der Post eine Entschädigung zu bekommen.

Es wäre vielleicht besser, des Friedens Willens, dem Käufer den Preis zu erstatten.

Emmy

jurafragen 07.09.2015, 11:21

Schickt doch (E-Mail ?) eine Kopie des Nachforschungsantrag, es belegt doch, daß du dich um die Sendung gekümmert hast.

Der Antrag belegt aber gerade nicht, dass die Sendung jemals bei der Post gelandet ist.

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emily2001 07.09.2015, 11:24
@jurafragen

Es gab doch eine Antwort der Post auf den Nachforschungsantrag:

"Ich bekam dann ca. 1,6 Monate später die Rückmeldung das diese nichts finden konnten"

Die Rückmeldung der Post kann man wohl dem Käufer zukommen lassen !

Emmy

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jurafragen 07.09.2015, 11:32
@emily2001

Es gab doch eine Antwort der Post auf den Nachforschungsantrag:

Ja, und?

Die Rückmeldung der Post kann man wohl dem Käufer zukommen lassen !

Kann man machen. Nur der Beweiswert ist gleich Null.

Wenn ich jetzt einen Nachforschungsantrag stelle und frage, wo die Goldbarren abgeblieben sind, die ich Dir vor 2 Monaten geschickt habe, dann wird man mir auch sagen, dass man sie nicht gefunden hat. Ist damit für Dich bewiesen, dass ich Dir vor 2 Monaten Goldbarren geschickt habe?

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jurafragen 07.09.2015, 11:36
@emily2001

Und nun? Merkst Du, dass mit Deiner Antwort irgendetwas nicht stimmt?

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Gerade aus solchen und ähnlichen Gründen weist Ebay kleinanzeigen  in den Sicherheitshinweisen darauf hin:

http://www.ebay-kleinanzeigen.de/sicherheitshinweise.html

Ebay kleinazeigen sind wie die Verkaufsanzeigen in der Zeitung .

Das Versandrisiko trägt der  Käufer bei unversicherten Versand , wenn er dies gewünscht hat

jurafragen 07.09.2015, 11:22

Das Versandrisiko trägt der Käufer bei unversicherten Versand , wenn er dies gewünscht hat

Und die Beweislast dafür, dass die Ware verschickt worden ist, wen trifft die!?

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ninamann1 07.09.2015, 11:24
@jurafragen

Den Verkäufer , er müßte ja selbst bei einer Warensendung ein Quittung bekommen haben

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jurafragen 07.09.2015, 11:35
@ninamann1

Den Verkäufer

Richtig.

er müßte ja selbst bei einer Warensendung ein Quittung bekommen haben

Nein, müsste er eben nicht. Eine Warensendung kann man in den Briefkasten werden oder am Schalter abgeben. Eine Quittung gibt es nur für die Briefmarken, die man ggf. vorher gekauft hat, nicht aber für die Abgabe der Warensendung.

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franneck1989 07.09.2015, 11:36
@ninamann1

Eine Quittung über die Entrichtung von Porto ist aber eben kein Versandnachweis

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ninamann1 07.09.2015, 11:44
@franneck1989

Mit der Quittung kann er aber den Nachverfolungsauftrag erteilen und diesen kann er beweisen

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ninamann1 07.09.2015, 11:46
@jurafragen

Ich gebe meine Sendungen immer am Schalter ab , da bekomme ich automatisch eine Quittung , selbst wenn ich nur einen Brief versende

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franneck1989 07.09.2015, 11:54
@ninamann1

Nochmal: Deine Quittung, die du bekommst, sagt nur aus, dass du zum damaligen Zeitpunkt Briefmarken gekauft hast. Mehr nicht. Was danach mit deiner Sendung geschieht, ob du sie jemals in den Briefkasten oder in die Mülltonne geworfen hast, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Daran ändert auch ein Nachforschungsauftrag nichts, ebensowenig die Abgabe am Postschalter.

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jurafragen 07.09.2015, 11:55
@ninamann1

Mit der Quittung kann er aber den Nachverfolungsauftrag erteilen

nein. Die Quittung beweist, dass durch die Postfiliale Briefmarken verkauft wurden. Nicht einmal in welcher Stückelung und für welchen Zweck.

und diesen kann er beweisen

Wenn ich jetzt zur Postagentur gehe und eine Briefmarke kaufe und eine Woche später einen Nachforschungsantrag stelle und behaupte, ich habe ein Buch verschickt und die Post erklärt mir 2 Monate später, dass man das Buch nicht gefunden hat, was ist dann Deiner Meinung nach bewiesen? Ich meine, außer dass ich Briefmarken gekauft habe?

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ninamann1 07.09.2015, 12:00
@jurafragen

Da hast Du natürlich recht , leider nichts .   Sich einfach an die Sicherheitshinweise halten, dann passiert sowas erst gar nicht 

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jurafragen 07.09.2015, 12:44
@ninamann1

Ich gebe meine Sendungen immer am Schalter ab , da bekomme ich automatisch eine Quittung , selbst wenn ich nur einen Brief versende

Und, hast Du Dir die Quittung schon mal angesehen? Was steht da bei einem Brief?

Etwa

1 Brief von Mütterchen Mü an Max Mustermann aus Berlin

oder doch eher

Postwertzeichen 0,62 Euro

Bei einer Warensendung sieht die Quittung nicht viel anders aus.

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