Klavier nach Noten spielen?

2 Antworten

Üben, üben, ...

Die Tonart mit ihren Vorzeichen steht doch fest, Auflösungszeichen oder auch zusätzliche Vorzeichen sind ja nur für einen Takt gültig, man liest sie also im Fluss. Vorher einmal drüberschauen und los gehts; oft ist vieles vorhersehbar, wenn man den Charakter des Stücks einmal verinnerlicht hat.

Das geht auch garnicht, die Noten sind ein hilfsmittel zum erlernen der Stücke und als Stütze beim z.b. Auftritt. Das sieht immer so aus als würden die profis alles vom Blatt spielen, das ist aber alles hart erlernt und die Noten sind die stützräder, wenn man so will.

Wenn du da richtig fitt bist lernst du Stücke natürlich viel schneller und sehr einfache Stücke kannste selbstverständlich auch vom Blatt spielen. Das vom Blatt spielen ist genau aus dem von dir genanntem Grund beim Piano ziehmlich schwer weil man noch mehr im Auge behalten muss als etwa bei einer Violine. Tatsächlich ist das einfach ne massive übung was Auge-Hand koordination angeht. Ich bin z.b. auch kein besonders guter Blattspieler am Piano, an der Gitarre spiel ich dir aber eigentlich alles recht problemlos, i.d.r. sieht das so aus das ich schon 2/3Takte vorraus lese - ich bin also beim lesen bei Takt 3 wenn ich anfange zu spielen, beim PIano ist das entsprechend schwerer weil du ja 2 Reihen abchecken musst, geht auch, aber je mehr da steht wirds problematisch - ein Profi wird dir die Mondscheinsonate satz 3 z.b. auch nicht vom Blatt spielen, esseiden er kann es eben schon . Das kommt von daher das du bestimmte figuren und co quasi schonmal gesehen hast und dann nurnoch etwas abwandlen musst um zum ziel zu kommen. Man erkennt also bekannte Muster und kann diese dann natürlich sofort spielen.

Ich kann dir als herrangehensweiße folgendes empfehlen: Vorzeichen abchecken und darauf basierend rausfinden in welcher Tonlage das Stück steht. Dann die entsprechende Tonleiter üben. Und dann erst das Stück. Ich nehme an du wirst keine probleme haben Alle meine Entchen abzuspielen. C-Dur kann ja quasi jeder. Das liegt einfach daran das hier den Leuten Fingersätze und Töne bekannt sind, schreibst du ihnen jetzt ein vorzeichen rein klappt garnichts mehr, das muss man eben genauso üben. Dadurch das jede Durtonleiter auch eine Moltonleiter beinhaltet kann man die beiden immer gut verbinden und festigt durch verschiedene Fingersätze auch das jeweils gegensätzliche.

Ich nehme an das dein Problem hauptsächlich dadurch herrührt das du denkst das die Leute schwere Stück einfach so vom Blatt spielen und alles immer genau wissen. Das ist alles andere als die Regel, esseiden eben es handelt sich um leichte/mittleschwere Stücke und man ist schon gut geübt.

Gut, das beruhigt mich. :D Mich hat halt immer nur irritiert, dass viele sagen, nach Noten spielen wäre super einfach, aber wahrscheinlich meinen die einfach nur das Identifizieren der Noten, dass sie sagen können, das ist der und der Ton. Dann werd ich mich trotzdem weiter mit den Noten quälen, um, wie du schon sagtest, vielleicht schneller neue Stücke spielen zu können und die Noten dann als Stütze verwenden zu können.

0
@Benedict2104

Ich kann dir nur der empfehlen dir mal sowas hier anzuschauehn, das gibts zu hauf:

https://www.youtube.com/watch?v=AoLvhHjacMw

Das ist die absolute Weltspitze als Beispiel, und die spielt schon sehr viele Parts schnell und sauber vom Blatt, dennoch fehlt da noch soviel bis sie das fertig fürs Konzert hat.

https://www.youtube.com/watch?v=kikF2rKOWkA

Das hier ist etwas mehr unterhaltung, aber es zeigt schon ganz gut das selbst sehr gute Leute so zeug nicht einfach vom Blatt spielen.

Finds aber ganz gut mal zusehen wie das bei Profis läuft, vorallem ersteres Video ist sehr interessant wenn du mal schauhst wie sie mit Stellen umgeht die sie nicht einfach abspielen kann.

1

Ich kann des Weiteren als Heransgehensweise folgendes empfehlen: Wie grundsätzlich für alles gilt auch hier, wenn man es sich nicht selbst beibringen kann benötigt man professionelle Unterstützung. (Daher gibt es ja auch Schulen weltweit.) Ein Lehrer wäre also nicht verkehrt, denn offensichtlich scheitert es in diesem Fall daran, dass der Fragesteller keinen konkreten Plan hat hinsichtlich seines Vorgehens und seiner Übeeffizienz. (Und mal ehrlich: Wie haben wir alle, oder zumindest die meisten, die schriftliche Division gelernt? Im Unterricht, unter Anleitung eines professionellen Lehrers.)

0

Was möchtest Du wissen?