Klavier Gitarre

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6 Antworten

Das kommt drauf an, was man erreichen will - um zum Beispiel einfach nur einen geraden Ton zu spielen braucht man auf dem Klavier nur eine Taste zu spielen und der Ton stimmt (wenn auch das Klavier gestimmt ist natürlich) - das lernt man relativ schnell.

Bei der Gitarre musst du (davon ausgegangen, dass die Gitarre gestimmt ist) dafür auch die Seite richtig niederhalten auf dem Griffbrett sonst scheitert es da schon - dafür braucht es am Anfang schon etwas Übung ... also so pauschal kann man das nicht sagen.

Außerdem kann der eine super Klavier spielen, kommt aber auf der Gitarre überhaupt nicht klar.

Ich würde also an deiner Stelle beides mal versuchen - und dann feststellen was dir auf den ersten Eindruck sympatischer ist, und wo du dich wohler fühlst - das ist dann auch meist das, womit du anfangen solltest.

Es hängt eben auch sehr davon was du spielen willst - auf dem Klavier zum Beispiel die Wahl zwischen Klassik, Popmusik und Jazz - auf der Gitarre etwa die Wahl zwischen Akkorden oder Melodien.

Ich denke bei beiden Instrumenten sollte man wenigstens 2-3 Jahre einplanen, damit dann schon was tolles rauskommt... also mehr als "Hänschen klein"

Ein sehr engagierter Anfänger kann aber auch schon nach einem halben Jahr anfangen in einer Band mitzuspielen - wenn er hochmotiviert ist.

Gitarre und Klavier nehmen sich aber meines Erachtens nach nicht viel in der Dauer bis Ergebnisse rauskommen.

Die "Dauer" hängt wie bei jedem Lernen von verschiedenen Faktoren ab. Welches Instrument liebst du, welche Spiel-Qualität willst du erreichen, bist du talentiert, hast du gute Lehrpersonen und wie oft und ausgiebig wirst du üben ....??

Beispiel Gitarre:

https://www.youtube.com/watch?NR=1&v=4M_k01zIbVM&feature=endscreen

"Wie lange dauert es Klavier spielen zu lernen? Und wie lange dauert es Gitarre spielen zu lernen?" Mir ist bisher niemand begegnet, der behauptet hat, fertig damit geworden zu sein...

Das ist verschieden. Viel Fleiß und ein wenig Talent, dann könntest Du in ein paar Jahren ganz gut werden.

Auch im Orchester hat nicht der gewonnen, der zuerst fertig ist.

Das kommt ganz auf dich an mache lernen schneller manch langsamer

Klavier ist schwieriger, Gitarre einfacher. Ob nun das eine oder andere, inwiefern man was erlernt, ist davon abhängig, was man wie macht.

TheStone 10.12.2014, 06:38

"Klavier ist schwieriger, Gitarre einfacher." Wie kommst du zu diesem Schluss? Sowohl Gitarristen als auch Pianisten üben in der Regel ihr Leben lang...

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Jahr74 10.12.2014, 17:35
@TheStone

Muss ich mich vor Dir rechtfertigen? Mal bissel weitsichtig geblickt! Gitarre ist insofern einfacher gegenüber dem Klavier, da Einzelstimme! Geht es um die zu spielenden Stücke an sich, hat alles seine schwierigen Stellen, die es zu bewältigen gilt.

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TheStone 11.12.2014, 09:10
@Jahr74

"Muss ich mich vor Dir rechtfertigen?" Nö, mach dir keine Gedanken. Wenn du von meiner Nachfrage überfordert bist, kannst du die auch einfach ignorieren.

"Gitarre ist insofern einfacher gegenüber dem Klavier, da Einzelstimme!" Das ist nicht korrekt. Weder dass es bei der Gitarre der Fall wäre noch, dass es ein Grund dafür ist, dass ein Instrument einfacher zu erlernen wäre.

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Thelema 11.12.2014, 09:27
@Jahr74

Du hast etwas behauptet, und er ist anderer Ansicht. Das hat doch nichts mit Rechtfertigung zu tun. In der Regel sollte man wissen, weshalb man einer Ansicht ist, und das entsprechend begründen können. Sonst wäre das nur reine Spekulation oder Nachplappern und nützte auch einem Fragesteller gar nichts. Behaupten kann man alles, aber es geht hier ja darum, jemandem in einer Frage zu helfen. Da ist ein Diskurs, der auf eine "richtige" Antwort zielt, doch optimal.

Ich bin übrigens auch anderer Ansicht als du. :D Jedes Instrument hat seine eigenen Schwierigkeiten. Beispielsweise muss man auf einem Klavier gar nichts können, und es klingt schon gut, wenn man weiß, welche Töne zusammenpassen, während man bei einer Gitarre Gummifinger braucht ... Bei einem Klavier klingt auch eine angeschlagene Taste (Note) immer gut, während eine Saite einem keinen grobmotorischen Lapsus verzeiht. Bei einem Klavier siehst du die Noten in ihrer (wohltemperierten) Organisation aneinandergereiht vor dir, während du bei einer Gitarre sowohl linear (auf einer Seite) als auch in Quartensprüngen (zwischen den Saiten) denken musst. Dafür brauchst du bei Akkordrückungen auf der Gitarre lediglich einen Griff, den du einfach verschiebst, während du auf einem Klavier je nach Tonart ein ungeheure Vielzahl an Fingerstellungen präsent haben musst.

Es hat auch mit dem tonalen Material zu tun - beispielsweise sind bestimmte Notenfolgen/Intervalle auf verschiedenen Instrumenten verschieden gut zu spielen. Ich erinnere mich, dass ich für einen Workshop mal "Resurrection" von John Coltrane spielen wollte und die Leiterin (eine Saxophonisten) meinte, das sei zu schwer, selbst sie könne das kaum spielen - während es auf der Gitarre für mich als Anfänger kein Problem war. (Wobei ich eigentlich denke, dass ein Saxophon, was Intervalle betrifft, alles spielen kann, während bestimmte Sachen auf der Gitarre unspielbar sind und man manchmal lange rumfeilen muss, bis man die richtige Lage gefunden hat, in der das doch geht. Aber das können Saxophonisten sicher besser beurteilen.)

So läuft es wohl darauf hinaus, mit welchem Instrument man aufgrund eigener Voraussetzungen am besten klarkommt. Als Freund erkenntniskritischer Metaphysik und ironisch gebrochener Rhetorik behaupte ich mal: Nicht du suchst dir dein Instrument aus, sondern das Instrument sucht dich aus. Am besten probiert man alle mal aus, bis eines sich "richtig" anfühlt.

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