Klausur über die Geschichte der Pädagogik (Kindheit)?

1 Antwort

Hallo Koffeinjunkie1,

im Grunde brauchst du dir nur folgende Grobgliederung zu merken:

1. Einleitung: in ihr legst du kurz den Forschungsstand in seinen wesentlichen Grundzügen dar, woraus der Dozent erkennen kann, welche Literatur du gelesen hast (nenne im Text grundlegende Autoren und ihre Werke, aber die genauen bibliographischen Angaben sind unnötig), welche Quellen du eingesehen hast; auch solltest du in wenigen Worten darauf verweisen, was du darstellen willst.

2. Darstellung: in diesem Kapitel entwickelst du dein Thema; mache dir also bei deinen Vorbereitungen auf die Klausur intensiv Gedanken über notwendige Unterpunkte.

3. Fazit: in diesem Kapitel fasst du die wichtigsten Ergebnisse deiner Arbeit zusammen. Du kannst auch auf Forschungsdefizite hinweisen.


Mein Rat: schreibe für dich selbst eine "Probeklausur" zum Thema, prüfe sie auf Vorhandensein des Wesentlichen, auf das sich deine Argumentation stützt, und dann natürlich auf Stimmigkeit deiner Argumente. Ggf. musst du gewisse Punkte noch näher ausführen oder kürzen bzw. sogar ganz weglassen. Merke: nicht alles, was ein Student weiß, muss er zur Füllung der Seiten aufschreiben, insbesondere dann, wenn es völlig unwichtig und thematisch überflüssig ist! Denn es zählt nicht die Quantität, sondern die Qualität der Ausführungen.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen. Viel Erfolg!  :-)

MfG

Arnold


Erst einmal, vielen lieben Dank! Das hat mir schon mal sehr weitergeholfen. 
Eine Frage hätte ich aber noch bezüglich deines letzten Abschnitts, darf man auf weiteres eigenes Wissen zugreifen, dass man über das Thema gelernt hat, dass im vorliegenden Text nicht ausführlich behandelt wird, aber meine Aussagen stützen würde? Oder würde das bedeutet, dass ich von dem Thema abkomme?

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@Koffeinjunkie1

Hallo Koffeinjunkie1,

es geht doch um das Thema "Kindheit und Jugend im Mittelalter", wenn ich es recht verstanden habe. Über welches "eigenes Wissen" über das Mittelalter könntest du denn verfügen, das nicht der Literatur entstammt?  ;-)

Natürlich darfst du gerade im "Fazit" auf dein ganzes, dir zur Verfügung stehendes Wissen zurückgreifen, etwa bei einem Vergleich der mittelalterlichen mit der modernen Kindheit, aber nur, wenn das zu deinem Thema gehört.

MfG

Arnold

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@ArnoldBentheim

Also ich werde ja in der Klausur einen Text vorgelegt bekommen um den sich die ganze Klausur dreht. Also der Text wird entweder über die Jugend oder Kindheit handeln. Und da ich mich sehr mit Aries Werk zum Beispiel auseinandergesetzt habe und mir das Thema selbst ziemlich erarbeitet habe, stellt sich nun für mich die Frage ob ich dieses Wissen nutzen kann um Zusammenhänge herzustellen und meine Aussagen damit zu stärken. Beispiel: Wenn es um die ''Beziehung'' zwischen Eltern und Kind geht, dürfte ich dann eigenes erarbeitet Wissen (was nicht im Text erläutert wird) nutzen, in dem ich zum Beispiel sage, dass es damals keine Eltern-Kind-Beziehung in dem Sinne gab, wie es heute üblich ist, da Kinder Zuhause missbraucht wurden und man sie verhungern lies, wenn sie nicht viel Geld hatten. Außerdem wurde der Tod eines Kindes, was damals oft geschah, nur mit einer leichten Betrübung aufgenommen und man gebar einfach ein neues Kind.

Wäre sowas in Ordnung oder löse ich mich damit zu weit vom Text? Bzw. Ist es mir erlaubt, Wissen außerhalb des Textes zu verwenden?

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@Koffeinjunkie1

Aries ist ein Standardwerk, dessen Erkenntnisse, auch wenn er sich mehr auf die Frühe Neuzeit bezieht, durchaus verwertet werden dürfen (nenne den Namen und Buchtitel in der Klausur!), allerdings sollten sie irgendwie doch zum Thema passen. Dein Beispiel, die Eltern-Kind-Beziehung, dürfte beim Thema Kindheit/Jugend wohl immer eine Rolle spielen, daher: kein Problem. 

Noch eine Bemerkung zu Aries: Seine Thesen (von 1960) sind nicht (mehr) über jeden Zweifel erhaben. Vielleicht schaust du auch einmal, wenn du noch Zeit und Lust hast, in dieses ebenfalls grundlegende Werk:

de Mause, Lloyd (Hrsg.): Hört ihr die Kinder weinen. Eine psychogenetische Geschichte der Kindheit. 1977.

Mit Gewinn habe ich auch gelesen:

Shahar, Shulamith: Kindheit im Mittelalter. (mehrere Auflagen, zuletzt) 2003.

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@ArnoldBentheim

Das von de Mause hab ich ebenfalls gelesen und auch im Unterricht besprochen. Dann mache ich mich mal an Shahar!

Vielen Vielen Dank !

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