Klatschnasse Wände inklusive Schimmel in kürzester Zeit?

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7 Antworten

Das klingt für mich nicht nach einem Lüftungsproblem. Aufgrund der Schilderung würde ich behaupten, dass das Regenwasser irgendwo durchlüft. Wo das sein könnte, ist natürlich so nicht zu sagen.

Wenn der Vermieter das Dach geprüft hat (wenn), sollte man noch mal nach evrl. angrenzenden Schornsteinen schauen, Risse in den Wänden, undichte Rolldädenkästen usw.. Das alles ist aber im Prinzip Vermietersache. Aber schauen könnt ihr natürlich auch selber.

Möglich, dass von außen Wasser eintritt. Das Dach müßte genauestens untersucht werden. Das muss ein Dachdecker machen.

Den Dachboden dämmen nutzt nicht wenn das Dach evtl. undicht ist.

Ist es das nicht, muss das Fenster nach Undichtigkeiten überprüft werden.

Sich selbst fragen, ob sich das Fenster tatsächlich nie längere Zeit in Kippstellung befand, denn das führt auch zu solchen Schäden.

Ich gehe mal davon aus, dass von aussen kein Niederschlagswasser eindringt und es sich um Kondensatfeuchte handelt.

Der Mieter vor Euch schief vermutlich bei gekipptem Fenster. Dadurch erreichte die Warmluft des Heizkörpers nicht mehr den Bereich über dem gekippten Fenster und die Wand war permanent kalt und feuchtete dadurch ordentlich auf.

Dort wo sich Luft abkühlt, steigt die rel. Luftfeuchte an. Kühlt sich Luft vor der kalten Wand ab, so steigt oberflächennah die rel. Luftfeuchte an. Das führt zur Befeuchtung der Wandoberfläche. Dadurch bildet sich in den poren und Kapillaren flüssiges Wasser, was tief im Mauerwerk eingespeichert wird. Durch den Transport ins Mauerwerk bleibt die innere Oberfläche noch eine Zeit lang unter der Schimmelgrenze. Ist das gesamte Mauerwerk durchfeuchtet, kann von der Oberfläche keine feuchte mehr abtransportiert werden, der Schimmel beginnt zu wachsen. Zwei Wochen Bautrockner helfen nun nicht mehr, da der Befeuchtungsprozeß bis zu Schimmelbildung Jahre dauern kann und die Entfeuchtung auch entsprechend lange dauern kann.

Neubauten entfeuchten bei normalen Bedingungen innerhalb ein bis zwei Jahre. Ein Kubikmeter Mauerwerk kann weit über 100l Wasser einspeichern. Ein Kubikmeter Luft kann bei 20°C ca. 17g Wasser (0,017l Wasser) tragen. Beim Lüften kommt auch nicht 100% trockene Luft ins Zimmer, so dass pro Kubikmeter Luftwechsel vielleicht 6-8ml Wasser entsorgt werden können. Nun kann man sich ausrechnen, wie oft ein Luftwechsel erfolgen muss, um einige Liter Wasser aus dem Mauerwerk hinaus zu lüften. Kein Vorgang von zwei Wochen.

Um die Mauerwerksfeuchte in die Raumluft zu bringen bedarf es ausserdem Wärme auf der Wandoberfläche. Nur diese regt die Wandfeuchte an, in die Raumluft über zu gehen. Die Entfeuchtung der Wand geschieht nur über die Oberfläche. Hier sind die Bedingungen entscheidend, nicht irgendwelche Raumlufttemperaturen und Raumluftfeuchten. Entscheidend ist die oberflächennahe relative Luftfeuchte im Verhältnis zur Raumluftfeuchte. Da diese Feuchtewerte stark temperaturabhängig sind, ist also auch die Oberflächentemperatur im Verhältnis zur Raumlufttemperatur von entscheidener Bedeutung.

Es nützt nichts, wenn die Raumluft erwärmt wird und die Wandoberfläche kalt bleibt, weil die Wand feucht ist und der Dämmwert deshalb nicht mehr stimmt. Über den Temperaturabfall von der Raumluft hin zur kühleren Wandoberfläche errreicht man eine Befeuchtung der Wand, weil die Luftfeuchte wandoberflächennah ansteigt.

Die Wandoberfläche braucht direkte Wärme. Ist die Wandoberfläche warm, so erwärmt sich unter günstigen Bedingungen sogar die Raumluft an dieser. Dabei sinkt die rel. Luftfeuchte oberflächennah ab, da Luft, die sich erwärmt ein größeres Wasserdampfaufnahmevermögen bekommt. Über die trockene wandoberflächennahe Luftschicht wird die Wandoberfläche getrocknet, da die Feuchte immer vom höheren Level zum geringeren Level wandert (Feuchteausgleich). Die Wand erreicht dann eine Feuchte entsprechend der oberflächennah anliegenden Luftschicht (im ruhenden System).

Wenn die Wand also ars..kalt ist, dann nützt regelmäßiger Luftwechsel nicht viel. Mit übermäßigem Luftwechsel kann die Situation vielleicht noch gerettet werden. Erfolgversprechender ist es darauf zu achten, dass die innere Wandoberfläche dauerhaft erwärmt wird. Auf Nachtabsenkungen der Heizung und gekippte Fenster ist zu verzichten.

Um den Raumluftaustausch unterschiedlich hoch temperierter Räume zu verhindern (Warmluft entledigte sich ihrer Feuchte an den kühleren Schlafzimmerwänden), sind Zimmertüren stehts geschlossen zu halten oder alle Räume sind gleichmässig zu beheizen. Ein Mitheizen kühlerer Räume über wärmere Räume veruracht Feuchtigkeit und Schimmel an der Wand.

Wir immer nur der Maler geschickt, zum Schimmel entfernen und streichen, dann wird die Wand davon auch nicht trockener. Der Heizungsbauer sollte vielleicht mal vorbei schauen und überlegen, welche Maßnahmen getroffen werden können, um die Wandoberfläche besser mit Wärme zu versorgen, um die rel. Luftfeuchte vor kühlerer Wandoberfläche nicht zu stark ansteigen zu lassen im Verhältnis zur allgemeinen Raumluftfeuchte.

Eine Senkung der Vorlauftemperatur sorgt dafür, dass der Heizkörper länger heizt (Optimum: das Thermostat regelt den Heizkörper nie zu - ausgenommen bei Fremdwärme, wie Sonneneinstrahlung - und dieser ist ständig warmwasserdurchflossen) und von oben bis unten warm ist.

Geringere Vorlauftemperaturen sorgen auch für eine geringere Übertemperatur des Heizkörpers. Warmluft entsteht durch Übertemperatur. Mit geringeren Vorlauftemperaturen kann also der Warmluftanteil gesenkt und der Anteil an Wärmestrahlung erhöht werden.

Für eine direkte Oberflächenerwärmung ist ein möglichst hoher Anteil an Wärmestrahlung wichtig, da Wärmestrahlung die Luft kühl lässt und Oberflächen direkt erwärmt. Nachfolgend erwärmt sich die Luft an der wärmeren Oberfläche, wobei die oben beschriebenen Trocknungsprozesse einsetzen.

Ggf. ist der Heizkörper Typ 21, 22, oder Typ 33 raus zu werfen und gegen einen (größeren) Flächenheizkörper Typ 10 (einfache Heizplatte) mit ausreichender Wärmeleistung zu ersetzen, denn die Größe der sichtbaren Heizfläche entscheidet über den Anteil an Wärmestrahlung. Je größer die sichtbare Heizfläche ist, um so höher ist der Wärmestrahlungsanteil. Daher ist der Trend zu kleinen Kompaktheizkörpern ein Trend zur Erhöhung der Schimmelgefahr in den Wohnräumen.

Eine Dämmung der oberen Geschoßdecke ist wichtig zum Einsparen von Heizenergie. Bei einem ausreichenden Dämmwert der obersten Geschoßdecke (der in der Regel durch alte Bauvorschriften schon gewahrt ist) und einem hohen Wärmestrahlungsanteil im Wohnraum, werden aber auch auf Kältebrücken, etc. die inneren Oberflächen ausreichend gut mit Wärme versorgt, so dass Schimmelbildung ausgeschlossen ist.

Wichtig ist, das das jetzt genau untersucht wird. Entweder lassen Dach oder Außenwand Wasser durch, oder es handelt sich um einen Leitungswasserschaden.

Die Bauteile müssen fachgerecht (nach abstellen der Ursache) getrocknet werden. Nicht einfach nur ein Trockner aufgestellt. Auch muss der VM bzw. Die Gebäudeversicherung -sofern diese reguliert- die Stromkosten dafür tragen.

In Schlafzimmern treten i.d.R. keine Leitungswasserschäden auf.

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@Padri

Echt? Du weißt was über dem Sz verläuft? 

Leih mir doch bitte mal deine Glaskugel...

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@IGEL999

In Schlafzimmern treten i.d.R. keine Leitungswasserschäden auf.

DAS, und die Wasserleitungen stecken logischerweise nicht in den Außenwänden. Dafür braucht man keine Glaskugel. Verstand reicht.

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@napoloni

Heizleitungen sind oft genug vorhanden. Auch Falleitungen, Regenfalleitungen, etc. Heizungsanlagen sitzen mittlerweile oft genug unter dem Dach...... Wir haben keinen Grundriss und wissen nicht, was im Nachbarraum liegt. Also bitte nicht einfach pauschalisieren.

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Das kann zig Ursachen haben. Ich vermute einen Wassereintritt irgendwo. Was war das denn für ein größerer Schaden beim Einzug?

Sucht ne neue Wohnung, ihr könnt fristlos kündigen. 

(sowie ich weiß)

Echt fristlos? Das hätte ich nicht gedacht. Danke für die Antwort!

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@CreativeBlog

Haha.... Lebensgefahr! Wenn man keine Ahnung hat, sollte man besser still sein!

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Das klingt sehr nach einem undichten Dach. Irgendwo kommt Regenwasser rein.

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