Klassisches Konditionieren

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Beim klassischen Konditionieren geht es um Reizsituationen. Diese werden belohnt oder bestraft. Der klassische Versuch dazu ist der von Pawlow mit den Hunden. Bestimmte Reize werden gesetzt und dann durch Belohnungen verstärkt. Dies nennt man den Lernprozess der bedingten Appetenz, denn nach dem Lernvorgang suchen die Lebewesen diese Reizsituation gezielt auf. Bei Bestrafungen kommt es zur bedingten Aversion, z.B. wenn Kinder den weißen Kittel des Arztes meiden, wenn sie mal eine Spritze vom Arzt bekommen haben.

Also ich kenn das mit Tieren und dem Glöckchen. Man verbindet zwei unterschiedliche Dinge miteinander, z.B. Glöckchenläuten mit der Gabe von Futter. Die Tiere gewöhnen sich an die Kombination und werden daher dann immer beim Läuten denken, dass es was zu Fressen gibt.

Man erfindet eine Hölle und sorgt somit für erhöhten Kirchengang. Je öfter diese Höllengeschichte erzählt wird, desto bereiter ist der Proband, diese nicht nur zu Glauben, sondern sogar weiter zu verkünden.

Die Konditionierung liegt hierbei in einem Heraufbeschwören eines Gefühls (in diesem Fall die Angst durch die Höllengeschichten), welches zu einer Handlung führt: Kirchengang.

Interessant hierbei ist, dass man die Höllengeschichte irgendwann nicht einmal mehr erzählen muss. Es reicht jede Situation, die einem Angst beschert, um die übliche Reaktion (Kirchengang) auszulösen.

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