Klassische oder akustische Gitarre?

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4 Antworten

Abgesehen davon, dass auch deine "klassische" Gitarre eine akustische - also UNverstärkt - ist... ich gehe mal davon aus, dass du dir eine sogen. "Westerngitarre" gekauft hast, mit der du jetzt nicht wirklich zurande kommst, weil du einfach das Spiel auf der klassischen gewohnt bist.

Selbstverständlich lassen sich so ziemlich alle Genres - mittlerweile beginne ich eine ziemliche Abneigung gegen diesen Begriff zu entwickeln. Musik in bestimmte Schubladen zu stecken ist zwar irgendwie typisch für den "westlich" denkenden Menschen, aber (so empfinde ich jedenfalls) dem Wesen von Musik eigentlich nicht entsprechend - mit klassischer Gitarre interpretieren.

Wenn du dir dann doch die "bessere" Klassische zulegst, dann würde ich dir empfehlen, deine "alte" klassische mal mit Saiten von Philppe Bosset z. B die "Prestige" zu bestücken - die haben eine höheren Diskantanteil und klingen damit so irgendwie zwischen Nylon und Stahl. Lass dich überraschen...

Sind übrigens auch nicht teurer als "herkömmliche" Marken; ein Versuch lohnt sich also allemal. Und: nein, ich krieg keine Provision... ;-)

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In der Entwicklungsgeschichte von Gitarren, auch von Klavieren, kommt man immer zum Punkt, wo die Instrumente für ein größeres Auditorium zu leise wurden und man sich deswegen an der Konstruktion zu schaffen machte. So hat man versucht Gitarren erst durch das lautere Banjo, dann Stahlsaiten, ..., Spinett über einige Zwischenkonstruktionen bis zu den heute bekannten Konzertflügeln von Bösendorfer, Steinway, Yamaha, ..., umzubauen.

Stahlsaiten sind auch unbedingt notwendig, für die Abnahme mit Magnettonabnehmern; Piezzos klangen in ihren "Kindertagen" sehr bescheiden.

Selbstverständlich hat sich mit der höheren Lautstärke, anderer Anschlagtechnik, Rahmen, Resonanzkörper, ..., auch der Klang verändert.

Ein lieber Freund aus Kindertagen, ist nach "Ausflügen" mit Stahlsaitengitarren wieder zu einer Konzertgitarre von Larivee zurückgekehrt. 

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1) Begriffsbestimmung: Klassische oder Konzertgitarren sowie Westerngitarren sind beides akustische Gitarren. 

2) Der Klang einer Western hängt von vielen Faktoren ab. Korpusform und -größe, (Decken-)Holz (Zeder klingt z.B. meist etwas weicher/wärmer als Fichte), natürlich von den Saiten und auch sehr stark von Deiner Spieltechnik.

3) Ich vermute, es macht Sinn, mal andere Saiten auszutesten. Allerdings stimmt es, das der Klangunterschied zwischen verschieden Typen und Marken bei den beiden hohen Saiten  nicht so gravierend ausfällt. 

4) Es kann sogar sein, dass die Silk+Steel Saiten den Eindruck noch verstärken, da die umsponnenen Saiten recht weich klingen, die nicht umsponnenen im Gegensatz dazu aber vielleicht noch heller wahrgenommen werden. 

5) Auf jeden Fall wäre es vermutlich hilfreich, dass Du an Deiner Spieltechnik arbeitest, denn der Anschlag kann einen großen Unterschied machen. Workshops bei guten Profis können hier sehr viel weiter helfen. 

6) Lass' Dir Deine Gitarre mal von einem, der es kann, vorspielen, begib Dich in die Position des Publikums. Der Klangeindruck könnte für das Publikum ein ganz anderer sein als für Dich als Spieler. 

7) Geschwindigkeit kommt mit der Zeit, eine korrekte Technik und gute Einstellung der Gitarre vorausgesetzt. Deshalb die Gitarre zu wechseln, macht wenig Sinn. 

8) Letztlich bist Du es, der sich entscheiden muss. Allerdings funktionieren manche Stücke tatsächlich auf Stahlseiten besser oder vielleicht sogar auf Nylonsaiten gar nicht. Stücke in alternativen Stimmungen (DADGAD) könnten schwieriger werden, Stücke, die auf ein längeres Sustain aufbauen etc...., Slides, Bendings (z.B. im Blues) finde ich auf Nylonsaiten schwieriger und klanglich unbefriedigend etc...

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Kommentar von Mediachaos
16.11.2016, 19:26

zu 8) natürlich Stalsaiten.

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Hallo,

auf Stahlsaiten wird meist mit einem Plektrum gespielt, was eine völlig andere Technik als das klassische Gitarrenspiel ist. Klassische Gitarrentechnik und Stahlsaiten passen nicht gut zusammen.

Entweder lernst Du also das Spiel mit einem Plektrum oder Du tauschst die Gitarre um.

Herzliche Grüße,

Willy

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Kommentar von fabimu
15.11.2016, 17:44

Eigentlich gibt es doch ziemlich viele Gitarristen, die Fingerstyle auf Stalsaiten spielen siehe z.B. Andy McKee ?

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Kommentar von Mediachaos
16.11.2016, 10:02

Komplett falsch. Nur ein paar wenige Namen, die Du Dir vielleicht mal auf YouTube anschauen könntest: Peter Finger, Jacques Stotzem, Ulrich Uhland Warnecke, Tony McManus, der bereits genannte Andy McKee, Tommy Emmanuel etc......

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