"Klar, dass Mama Anna/Ole lieber hat" (Kirsten Boie) - will Anna ausziehen?

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2 Antworten

Folgendes kommt vor:

Anna macht Hausaufgaben, Ole will auch, geht aber noch gar nicht zur Schule und stört darum.

Mama lobt das Gekritzel, weißt aber darauf hin, dass er Anna nicht stören soll.

Und Ole erinnert sich, was noch alles doof an Anna ist und er nicht darf. Und aus Oles Sicht hält Mama da immer zu Anna.

Und dann streiten sie sich und eine Ecke des Bildes reißt ab. Mama lässt ihn nicht petzen und schickt ihn aufs Zimmer und Ole wird immer wütender.

Der nächste Tag: Auf dem Weg zur Schule/Kindergarten schon wieder Streit. Aus Oles Sicht lacht Anna ihn als Kleinkind aus. Und er erinnert sich, dass Anna mehr Pudding bekommt und länger aufbleiben darf.

Eines Tages muss Mama zu Tante Christiane und die Kinder sind alleine zuhause.

Ole ist natürlich mutig und sieht es als Spiel an, dass Anna über den dunklen Flur rennen will und nach Räubern horchen. Und da ist sie die liebste Schwester, die spannende Sachen macht und dann schlafen sie auch noch gemeinsam in Mamas Bett. Und als Mama wiederkommt ist sie stolz auf ihre großen Kinder.

Aus Annas Sicht sieht es folgendermaßen aus:

Anna erinnert sich außer wegen der Schulaufgaben noch an andere Sache, wo Ole immer stört und Mama ihn in Schutz nimmt (Osterhase aufgegessen, Puppe kaputt gemacht, ...), weil er doch kleiner ist und Geschwister sich lieb haben sollen. Und wird immer wütender.

Aus ihrer Sicht kriegt Ole immer mehr Pudding von Mama und beide Kinder müssen gleichzeitig ins Bett, obwohl Anna älter ist.

Hier sagt Anna: "Ich zieh zu Ina, die hat keine Geschwister!" und Mama will ihr noch die Koffer packen und da weint Anna.

Dann muss Mama zu Tante Christiane. Anna ist nicht so mutig, sieht aber eine Chance, ungestört Fernsehen zu können. Ihr wird unheimlich, weil es so dunkel ist und der Kühlschrank summt. Alleine über den dunklen Flur laufen traut sie sich nicht. "Auf die Plätze fertig los" sagt sie mehr zu sich selbst, aber Ole hält es für ein Wettrennen und das ist Anna ganz recht, weil Ole nun am Ende des Flures das Licht anmacht. (Anna empfindet etwas Respekt vor diesem Mut)

Dann schauen beide Fernsehen, aber bald komt was gruseliges und Anna kriegt wieder Angst und schaltet aus, um zu horchen, dass auch wirklich nichts in der Wohnung ist. Und dann rückt sie etwas näher an Ole ran und beide gehen in Mamas Bett und Ole ist schön warm.

Und dann kommt Mama und ist stolz auf ihre beiden große Kinder.

guinan 30.06.2013, 22:39

Also das Buch handelt nicht von der Hassliebe zwischen Geschwistern. Sondern von Eifersucht auf Mamas Liebe und von der Wahrnehmung ein und derselben Geschichte auf völlig verschiedene Weise.

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guinan 30.06.2013, 22:42
@guinan

Gut zu erkennen am Pudding (wer hat nun mehr?) oder daran, wer nun eher ins Bett muss (oder auch nicht) (was ist denn nun gerecht?)

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Wenn ich mich recht entsinne Ja

Übrigens, beruhen die Geschichten von Kirsten Boje auf wahren Begebenheiten und Personen, meine beiden Neffen kommen ebenfalls in einem der Bücher vor. Frau Boje ist gut bekannt mit deren Mutter und mit meiner Tochter.

MissGeschick 30.06.2013, 18:45

Wie sicher ist deine Aussage? Ich hab das jetzt in ner Portfolio-Aufgabe für die Uni geschrieben. Wenn das falsch ist, wärs vermutlich peinlich. :D

Ich mag ihre Bücher arg gern und hoffe, deine Neffen waren keine Inspiration für "Nicht Chicago. Nicht hier." :-)

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user2034 30.06.2013, 19:38
@MissGeschick

Wenn Du 1-2 Tage Zeit hast, werde ich meine Tochter anrufen, die hat die Bücher hoffendlich noch alle im Kopf und sie dazu noch einmal befragen.

Meine Neffen sind auch schon 18 ... das betreffende Buch dürfte also mehr als 12 Jahre alt sein.

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