Klage gegen Busunternehmen?

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Meine Frage ist, ob die Möglichkeit besteht gegen das Busunternehmen Klage einzureichen bzw. Schmerzensgeld zu fordern.

Nein, weswegen denn? Hat der Busfahrer den Unfall absichtlich oder unter Drogeneinfluss herbeigeführt?

Nicht nachhaltige Beeinträchtigungen des Körpers sind laut Rechtsprechung und Literatur meistens dann nicht mit Schmerzensgeld umfasst, wenn „diese Schwelle im konkreten Fall von der erlittenen Beeinträchtigung vornehmlich wegen ihres geringen, nur vorübergehenden Einflusses auf das Allgemeinbefinden nicht überschritten [wird und dadurch …] es schon an einer Grundlage für die geldliche Bewertung eines Ausgleichsbedürfnisses fehlen [kann].“ so der BGH, in seinem Urteil VI ZR 120/91 vom 14. Januar 1992.

Meint: Ein Hämatom am Auge schmerzt einen Tag, sieht 2 Wochen durch Farbwechsel komisch aus und ist in etwa einem Monat ohne jegliche Beeinträchtigung verschwunden.

Welche Ausgleichs- und Genugtuungsfunktion soll damit erfüllt werden? Das man auf sein blaues Auge angesprochen wird?

Das Gericht kann und dürfte nach § 287 ZPO die Zubilligung von Schmerzensgeld daher versagen.

Da sollte man das Geld für einen Anwalt und vorschüssige Prozesskosten sparen wollen.

Die Krankenhaus- und Heilbehandlungskosten ersetzt der Fahrzeugversicherer. Da informiert man seine Krankenkasse, dass es sich um einen Unfall handelte und lässt die machen.

Gute Besserung :-)

G imager761

Klage ist m. E. erst mal  nicht nötig - für solche Dinge sind die Busunternehmen versichert.

Also: Busunternehmen anschreiben, die Situation schildern (mit genauen Angaben zu Zeit, Linie, evtl. Busnummer und allen weiteren konkreten Fakten, die Ihr kennt), und Klärung bzw. Schadenersatz einfordern.

Ein kluges Unternehmen wird das seiner Versicherung melden, die wird dann Deinen Vater anschreiben, um das Weitere zu klären.

Erst, wenn da nichts passiert, oder das Unternehmen ablehnt, wäre m. E. eine Schmerzensgeld-Klage sinnvoll.

Warum gleich klagen? Informiert das Busunternehmen, dass dein Vater bei diesem Unfall an Bord war und sich verletzt hat. Dann wird der Vorfall der Versicherung gemeldet und die wird entsprechend der Schmerzensgeldtabelle bezahlen und auch die angefallenen Kosten regulieren. Denkt aber daran, dass ihr nachweisen könnt, dass dein Vater im Bus war, sofern die Daten der Fahrgäste nicht sofort festgehalten wurden.

Das sollte eher so gemeint sein wie, was genau von den beiden Sachen soll ich machen und wie läuft das in solchen Situationen ab. Sorry für die falsche Satzwahl. Danke für die Informationen :)

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