Kritisch Stellung nehmen?

5 Antworten

Kritisch Stellung zu beziehen bedeutet, dass du beide Seiten, also sowohl die negative als auch die positive beleuchten und erklären sollst, sofern es diese gibt.

Du könntest zum Beispiel erklären wieso dieser Satz stimmt, indem du zum Beispiel sagt, dass etwas nur gelingen kann, wenn man sich wirklich Mühe gibt und dazu ist eben der Wille nötig. Andererseits bedeutet es aber nicht, dass etwas zwangsläufig funktioniert, nur weil man sich Mühe gegeben und Willen gezeigt hat.

Das ist ja ein Sprichwort, das Menschen motivieren soll nicht aufzugeben. Manchmal jedoch hilft selbst der Wille nicht.

Versuch das mal als Anreiz. Vielleicht fällt dir dazu dann mehr ein :)

Es heißt so viel wie: wenn Du etwas unbedingt willst, kriegst Du es auch schon irgendwie hin, Du musst Dich aber dazu eventuell auch mal deutlich mehr als normal verausgaben.

Aber das ist natürlich Unsinn, und die Erörterung soll wohl darauf hinauslaufen.

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Das bedeutet: Wenn du etwas wirklich willst, findest du auch einen Weg, deinen Willen umzusetzen. Du musst es "nur" genug wollen.

Deine Aufgabe ist es also nun zu hinterfragen, ob wirklich immer ein Weg existiert. Spoiler: Nein, so einfach kann man das nicht immer sagen.

Ich gebe dir mal etwas Inspiration:

Mit diesem Gerede versuchen viele Leute, die immer vom "Mindset" sprechen zu sagen, jeder könne ja alles erreichen, er müsse es nur stark genug wollen. Sie nehmen sich selbst gerne als Beispiel, um den Erfolg zu zeigen. Dabei lassen sie natürlich jegliche Form der Ungleichheit in Deutschland weg. Dass nicht jeder die gleichen Chancen hat, ist statistisch keineswegs zu bezweifeln. In Deutschland ist die Ungleichheit so groß wie in nicht so vielen anderen Ländern dieser Welt. Und die Schere zwischen Arm und Reich wird nicht kleiner, sondern größer.

In Deutschland ist die Ungleichheit so groß wie in nicht so vielen anderen Ländern dieser Welt.

Meinst du das ernst? Dann bist du wohl noch nicht rausgekommen aus Deutschland! So blind kann man doch wohl nicht sein!

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@spanferkel14
Meinst du das ernst? Dann bist du wohl noch nicht rausgekommen aus Deutschland! So blind kann man doch wohl nicht sein!

Und wie ernst ich das meine. Das sage ich nicht so aus meiner Wahrnehmung heraus, sondern, weil ich mich mit dem Thema ausführlich beschäftigt habe. Zum einen haben wir in der Schule viel über das Thema Ungleichheit und Segregation gesprochen. Direkt bei mir teilt eine Autobahn eine Stadt in Arm und Reich. Dazu gab es auch eine Dokumentation. Dort hat man das mit der Segregation sehr gut gesehen.

Zum anderen habe ich alle drei Teile (je 45 Minuten) einer WDR Doku mit dem Titel "Ungleichland Deutschland" gesehen. Schau dir nur das Intro an, ca. die ersten zwei Minuten. Dann sollte dir vielleicht auffallen, dass meine Aussage nicht so lächerlich ist, wie du meinst:

https://www.youtube.com/watch?v=2Y2WxM2Srlc&ab_channel=WDRDoku

Ich zitiere schon mal zwei wichtige Sätze:

"In kaum einem Industrieland ist das Reichtum so ungleich verteilt"

"Erfolg hängt oft von der Herkunft ab" --> Das ist die Segregation, die in Deutschland sehr starke Differenzen hervorrufen kann. Und genau diesen Effekt meinte ich ganz besonders, als ich in meiner Antwort schrieb, dass absolut nicht jeder einfach alles schaffen könne, wenn er nur will. Die Voraussetzungen sind überhaupt nicht gleich verteilt.

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@TechnikSpezi

Das ist schon eine ziemliche Relativierung: von "Land" zu "Industrieland".

Die in Deutschland klaffenden (und ZUNEHMEND klaffende) Schere zwischen Arm und Reich sollte uns nicht die Augen vor der Tatsache verschließen lassen, dass es "uns", weltweit gesehen, noch verdammt gut geht.

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@TechnikSpezi

Ich will mir deine Doku gern bei Gelegenheit anschauen. Dass Erfolg teilweise von der Herkunft abhängt, bestreite ich ja nicht. Ich würde aber eher sagen, dass die Herkunft aus einer bildungsfernen Schicht die betreffenden Kinder benachteiligt. Dann ist es schon etwas klarer. Aber vom Finanziellen her dürfte es auch für ein Kind aus einer sozial schwachen und bildungsfernen Familie durchaus möglich sein, nach der Schulzeit (ob auf Haupt-oder Realschule oder auf dem Gymnasium) eine Ausbildung oder ein Studium anzufangen, nach deren/dessen erfolgreichem Abschluss ein Job winkt, in dem man zum erfolgreichen Unternehmer (ob aus dem Handwerk heraus oder auf welchem Weg auch immer), z.B. zum neuen "Udo Walz", zum gefragten Anwalt, zum Chefarzt in einer Klinikabteilung, zum Oberstudiendirektor im Gymnasium oder, oder ... werden kann. Es gibt schließlich BAFöG, und wenn man einen guten Job hat, kann man das auch leicht in Raten wieder zurückzahlen.

Den Satz "In kaum einem anderen Industrieland ist das Reichtum so ungleich verteilt." hat hoffentlich niemand gesagt. Dann frage ich mich nämlich, wes Geistes Kind die Macher dieser Doku sind: Reichtum ist maskulin, also der Reichtum. Der Titel des Films ("Ungleichland Deutschland") ist reißerisch, könnte aus der Bild-Zeitung stammen. Ich sehe hier schon ganz klar die Tendenz der Macher und bin darauf vorbereitet, dass es sich um keine objektive Dokumentation handelt. Weiter zu dem zitierten Satz: " In kaum einem Land (...)" - was heißt das? Das ist eine schwammige Behauptung, in die man reininterpretieren kann, was man will. Vielleicht schaust du mal in die folgenden links (aus verschiedenen Jahren ab 2017)! Besonders Link Nr.3 dürfte für dich interessant sein.

  1. https://www.gevestor.de/details/die-10-laender-mit-der-hoechsten-wirtschaftsleistung-743739.html
  2. https://www.wiwo.de/politik/deutschland/global-competitiveness-report-das-sind-die-10-staerksten-wirtschaftslaender-der-welt/20383756.html
  3. https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/auswandern-nicht-noetig-in-diese-23-laender-solltet-ihr-auswandern-um-eure-erfolgreiche-karriere-zu-starten_H913792688_277986/

Nach meinen (teilweise auch beruflichen und damit längerfristigen) Erfahrungen in den verschiedensten europäischen Ländern, nach beruflichen Erfahrungen in China, nach mehrmonatigen Aufenthalten in den USA, Kanada, Indonesien, Thailand und weiteren asiatischen Ländern, außerdem nach Urlaubsreisen in weitere außereuropäische Länder kann ich sagen, dass du sehr gut bedient bist, wenn du hier in Deutschland leben kannst. Deine erwähnte Segregation erlebst du allein von der Wohnumgebung her sehr stark in den USA. Oder geh mal nach Brasilien und schau dir z.B. Rio an (Wer wohnt da unten in Strandnähe, und wer wohnt oben am Hang? Was denkst du wohl, wer da - umgeben von Armut - wie im "Getto" lebt?)! - Also, bitte mal schön den Ball flach halten!

So, nun will ich 🎄🎅 feiern. Schöne Feiertage, gesund bleiben, und nen guten Rutsch🥂🧨 wünscht das Span🐷

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@earnest

Es ging auch um die Ungleichheit in Deutschland. Das hat nichts direkt damit zu tun, wie gut es den Bürgern in dem Land an sich geht. Das sind zwei Paar Schuhe. Dass es uns in einem der reichsten Länder der Welt so gut geht, bestreite ich keineswegs.

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@TechnikSpezi

Die Ungleichheit in Deutschland hattest DU hier als "Nebenthema" eingefügt. In der Frage stand davon nichts.

Und in deiner Antwort hattest du nicht zwischen "Ländern" (im allgemeinen Sinn) und "Industrieländern" differenziert.

Von daher solltest du dich nicht über Widerspruch in den Kommentaren wundern.

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@earnest
Und in deiner Antwort hattest du nicht zwischen "Ländern" (im allgemeinen Sinn) und "Industrieländern" differenziert.

Ja, das tut mir leid. Das sehe ich dennoch nicht als großes Problem an. Denn meine Aussage, dass in Deutschland eine große Ungleichheit herrscht und das nicht besser wird, stimmt schließlich nach wie vor.

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@TechnikSpezi

Das stimmt und wird - außer vielleicht von Herrn Merz - wohl von niemandem bezweifelt.

;-)

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@spanferkel14
Den Satz "In kaum einem anderen Industrieland ist  das Reichtum so ungleich verteilt." hat hoffentlich niemand gesagt.

Sorry, der Reichtum wurde gesagt ;))

Der Titel des Films ("Ungleichland Deutschland") ist reißerisch, könnte aus der Bild-Zeitung stammen.

Kann man drum streiten. Mich hat der Titel jetzt nicht wirklich gestört. Liegt aber klar im Auge des Betrachters.

" In kaum einem Land (...)" - was heißt das? Das ist eine schwammige Behauptung, in die man reininterpretieren kann, was man will.

Das sehe ich jetzt klar anders. Was hier gemeint ist, ist jedem klar. Wie viele noch vor Deutschland sind, das wird sicherlich so absichtlich nicht gesagt, weil es dazu keine Statistik geben könnte. Das zu vergleichen ist auch absolut nicht simpel. Schwierig ist der Vergleich u.a., weil die Bildungssysteme anders funktionieren.

Zu deinen Links:

Die ersten beiden Links sollen mir offenbar sagen, dass Deutschland ein reiches Land mit starker Wirtschaftsleistung ist. Das ist mir klar. Ungleichheit hat erstmal nichts direkt mit dem Reichtum des Landes zu tun. Indirekte Auswirkungen gibt es hingegen natürlich.

Der dritte Link ist durchaus interessant und bietet gute Gegenargumente. Allerdings geht es dort darum, was Menschen aus anderen Ländern sagen, wohin man auswandern könnte. Keine Frage, da hat Deutschland gute Möglichkeiten. Aber worüber ich geredet habe, hat damit zu tun, wo du geboren wirst und in welchen Verhältnissen du aufwächst. Das hat wenig damit zu tun, wenn erwachsene Menschen ihre Karriere in Deutschland machen wollen und aus dem Ausland zu uns kommen, um hier z.B. zu studieren. Das hat nicht mehr viel mit der Chancengleichheit und Segregation zu tun.

Noch etwas: Ich habe auch mal ein Buch gelesen, ich kann das jetzt aber leider absolut nicht mehr belegen und weiß die Zahlen nicht mehr genau. Deswegen vorsichtig, ich gebe es nur so weiter, wie ich es noch ungefähr weiß: Wenn man in DE das Geld und Eigentum auf alle gleich aufteilen würde, hätte jeder deutsche Bürger 150.000€ Vermögen und würde 30.000€ mit Eigentum (z.B. Immobilien) im Jahr machen. Daran zeigt sich sehr gut, wie das Geld verteilt ist. Hierzu muss ich aber klar sagen: Ich kenne die Zahlen aus den anderen Ländern nicht. Deswegen ist ein Vergleich hier nicht möglich.

Wünsche ebenso frohe Weihnachten! :)

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Bedeutung: Wenn man etwas wirklich will, findet man auch einen Weg, um sein Ziel zu erreichen.

  • Stimmt das? Hast du Beispiele dafür (z.B. aus deinem eigenen Leben, vielleicht jemand aus deiner Familie, deinem Freundeskreis, evt. eine bekannte Persönlichkeit, die unter großem Einsatz ein wichtiges oder ihr wichtigstes Lebensziel erreicht hat)?
  • Gibt es Gegenbeispiele? Woran kann es liegen, dass jemand trotz größten Bemühens scheitert?

Diese Fragen sollst du erörtern und am Ende zu einem Fazit kommen.

Da kann ich mich nur anschließen.

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Wenn du einen starken Willen hast, findest du auch einen Weg (oder machst dir selber einen) deinen Willen durchzusetzen. Jetzt sollst du hinterfragen ob das wirklich immer funktioniert, ob es stimmt. Du jannst dir da ein paar Situationsbeispiele überlegen, als Begründung

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