Kirchenzugehörigkeit in Einrichtungen mit kirchlicher Trägerschaft, ist das wirklich noch sinnvoll? Wäre schön, wenn ihr sachlich bleibt. Geht das?

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5 Antworten

Mir wäre lieber, es gäbe gar keine Kirchen bzw. Religionen mehr und wenn es sie schon gibt, dass sie dann keine Sonderrechte, wie die von dir beschriebenen gäbe.

Aber aus Sicht der Kirchen kann ich das nachvollziehen, die wollen ja nicht nur helfen, die wollen die aus ihrer Sicht richtigen Werte vermitteln. Ganz so "selbstlos" ist die Hilfe von religilösen Personen oder Einrichtungen nie...

Ich halte das tatsächlich für eine gute Frage und muss dazu sagen, dass ich diese Situation auch für nicht richtig halte. De facto ist dies eine Diskriminierung aufgrund der Religionszugehörigkeit (oder eben Nicht-Religionszugehörigkeit).

Problematisch finde ich das insbesondere auch unter dem Aspekt, dass viele Einrichtungen soweit ich weiß zwar unter kirchlicher Trägerschaft stehen, aber letztendlich dennoch größtenteils vom Staat finanziert werden. Und bei solchen Einrichtungen, die vom Staat zu wesentlichen Teilen (mit-)finanziert werden, sollte meiner Meinung nach ein absolutes Diskriminierungsverbot gelten.

was ich und du davon halten, ist denen, die das Sagen haben, ziemlich schnurz. Natürlich ist das im säkularen Staat inakzeptabel, zumal ja die Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft größtenteils steuerfinanziert sind.

zb in Berlin kannst du bei der evangelischen Landeskirche keinen Arbeitsvertrag kriegen, nicht mal als Friedhofsgärtner oder Altenpfleger, wenn du nicht der Kirche angehörst und, was wohl das Entscheidende sein dürfte, Kirchensteuer abdrückst. Bei den Katholen ist das ähnlich rigoros.

Ich persönlich wär sehr dafür, für erheblich mehr sozialen säkularen Staat und erheblich weniger organisierte Religion. Dass sich Kirchen plötzlich so karitativ engagieren, ist eher eine Mode der Neuzeit, vorher war die Kirche eher mit der Mehrung ihres Wohlstands beschäftigt als mit der Teilung des Ihren mit den Armen.

Du hast mit allem, was du schreibst völlig Recht.

Leider gibt es in Deutschland aber Sonderrecht für Kirchen, dass nicht nur die Trennung von Staat und Kirchen ad absurdum führt, sondern auch eine  Diskriminierung am Arbeitsplatz für die Beschäftigten in Betrieben mit kirchlicher Trägerschaft bedeutet.

Sieh mal hier: http://www.gerdia.de/home

Nein, das ist ein kirchliches Sonderrecht, das endlich abgeschafft gehört.

Glücklicherweise gibt es im Bereich der EKD schon einige Arbeitgeber, die nicht mehr auf den "richtigen" Glauben achten.

Gruß, earnest

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