Kirchensteuer für die Ehefrau bei Austritt des Ehemanns?

2 Antworten

In der Tat musst du dann noch Kirchensteuer für deine Frau weiter zahlen, also die Hälfte. Ich bin mir nicht sicher, ob das gleich monatlich abgezogen wird, aber bei der gemeinsamen Pflichtsteuererklärung (Steuerklasse 3) auf alle Fälle.

46

Die Kirchensteuer für deine Frau wirst du weiter zahlen müssen.

0

Ich wollte gerade schreiben:

"Du kannst die Höhe des Kirchgeldes aus dem aktuellen Amtsblatt der rheinischen Kirche entnehmen",

aber da Du ev. und Deine Frau kath. ist, müsstest Du im Kirchenrecht Ihres Bistums nachschlagen.

google mal nach:

"kirchenrecht bistum aachen kirchgeld"

Nimm statt "aachen" das Bistum Deiner Frau.

Viel Glück.

Wobei Du die Kirchensteuer im nächsten Jahr in der Steuererklärung geltend machen kannst. Auf diese Weise zahlst Du effektiv noch etwas weniger, wenn Du drin bleibst.

Zugleich unterstützt Du eine gesellschaftliche Einrichtung, die mit vielen Ehrenamtlichen zum sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft beiträgt.

Wir werden alle einmal älter. Wer jetzt die Netze aufschneidet, die einen mal tragen sollen, kann später, wenn er mal Hilfe braucht, wesentlich schneller durch die Maschen fallen.

Muss man sich überlegen:

Egoismus jetzt und Steuern sparen.

Oder Egoismus für später und zu Netzwerkstrukturen für die Zukunft beitragen.

46

Man unterstützt mit der Kirchensteuer eine gesellschaftliche Einrichtung. Soweit so gut. Ich habe erst jetzt eine Kirchensteuernachzahlung über 2756.--€ geleistet. Muss als Freiberuflicher alle 3 Monate 430.--€ Kirchensteuer zahlen. Bei Zinserträgen sahnt die Kirche auch ab, warum eigentlich ?

Kirchgeld wird auch gefordert.Allerdings hat man keine Probleme, wenn man es nicht zahlt. Es wird aber auf die Rechtmässigkeit des Kirchgeldes hingewiesen.

Ob das Egoismus ist, wenn man sich wegen dieser verhältnisässig hohen Steuern ( 8% vom Brutto) von der Kirche verabschiedet, glaube ich eher nicht.

Wenn sich ein Bischof ein Limburg einen feudalen Sitz einrichten lässt, der 30 Millionen Euro verschlingt, so frage ich mich, ob ich da noch in der richtigen Einrihtng ( Kirche)bin. Die Kirche kann nur überleben wenn genug Geld fliesst. Das ist ein Wirtschaftsunternehmen.

Man kann auch seinen Glauben weiterhin leben, ohne dafür ordentlich berappen zu müssen

0
29
@Ontario

Deine Entscheidung. Klar kann jeder seinen Glauben auch ohne Kirche leben.

Wir leben (noch) in einem Staat, der von Religonsfreiheit geprägt ist.
Im Rahmen dieser Religionsfreiheit tragen gerade die Kirchen erheblich zu einem guten Miteinander der ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppierungen und auch der unterschiedlichen Religionen bei.
Jeder sollte sich gut überlegen, was passiert, wenn die Kirchen aus finanziellen Gründen nicht mehr dazu in der Lage sind.

Wenn er dauerhaft darauf verzichten kann und auch der Meinung ist, dass es für seine Enkel- und Urenkelkinder nichts austrägt, dann sollte man es sein lassen.

Es könnte allerdings auch passieren, dass die Urenkel einmal feststellen, dass es für sie diese kirchlichen Strukturen nicht mehr gibt, die Dir heute noch zu Verfügung stehen. Und dass sie ihnen erheblich fehlen.

Es wird in den nächsten 10 Jahren m.E. einen erheblichen Traditionsabbruch geben, gekoppelt mit einem ebenso erheblichen Einbruch der Kirchensteuern. Reiche Bistümer wie in Köln werden das noch eine ganze Zeit lang kompensieren können. Ärmere Bistümer und viele ev. Landeskirchen stehen ganz anders da.

Und zur Höhe:

Nur zum Vergleich: Ich muss jeden Monat 65 Euro Kirchensteuer zahlen, meine Frau ähnlich viel. Wenn ich das auf Deine Kirchensteuer hoch rechne, verdienst Du gar nicht so schlecht als Freiberufler. Wobei bei uns wegen unserer Kinder auf der anderen Seite Freibeträge gelten. Man kann also nicht so ohne Weiteres von den Kirchensteuern auf das Einkommen hoch rechnen.

0

Was möchtest Du wissen?