Kirchenmitgliedschaft & Kirchensteuer

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6 Antworten

Das sind eigentlich mehrere Fragen. Dein erster Satz ist etwas missverständlich. Haben die Eltern ihren Sohn in einer Art "Nottaufe" selbst getauft oder haben die Eltern das Kind taufen lassen? Die Nottaufe hat nur Bestand solange die Lebensgefahr anhält, dann muß sie von einem Priester nachgeholt werden. Im zweiten Fall wurde das Kind nach kanonischen Recht rechtsgültig getauft und wurde Mitglied der Religionsgemeinschaft. Das Kind kann aber ab dem 12. Lebensjahr selbst über die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft entscheiden. Für die Kirchensteuer ist der Staat als Inkassounternehmer für die Kirche tätig. Maßgeblich ist nun wer im Steuerverzeichnis mit welchen Angaben steht. Hier sollte man sich beim Finanzamt erkundigen und dann reagieren. Wäre nochmals ein formeller Austritt notwendig, dann ist dieser persönlich vor dem Standesbeamten des Wohnortes zu erklären. Kirchensteuer muss er nicht nachzahlen, da er glaubhaft versichern könnte seit dem 12. Lebensjahr nichts mit der Kirche zutun gehabt zu haben. Eine nachzahlung wäre aber auch nur möglich wenn die ergangenen Steuerbescheide vorläufig wären und alles wa älter als 10 Jahre ist ist sowieso verjährt.

vitareducta1312 02.10.2012, 17:00

Ich meinte natürlich: taufen lassen. Danke für die Korrektur. :)

Und ich glaube, er arbeitet noch keine 10 Jahre.

Danke für die Antwort!

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dort erfährt man wie man austretten kann http://kirchenaustritt.de/

da dort steht das man beim Standesamt austretten muss. Deswegen müsste das Standesamt dich auch darüber informieren können ob du Mitglied bist

  1. Ja, wer getauft ist, der gehört zur Kirche. Das lässt sich übrigens durch einen "Kirchenaustritt" nicht rückgängig machen.

  2. Dein Kollege soll mal im Einwohnermeldeamt nachfragen, was dort eingetragen ist. Er kann auch im Pfarramt nachfragen, ggf. auch im Pfarramt im Ort seiner Kindheit anfragen, ob ein Eintrag vorliegt. Der Kirchenaustritt hat lustigerweise mit der Kirche gar nichts zu tun und muss am Standesamt bzw. Amtsgericht des aktuellen Wohnortes erklärt werden.

  3. Der Kirchenaustritt wird durch die Erklärung wirksam. Die Kirchensteuer wird er nachzahlen müssen, und wenn es ganz dumm läuft, muss er sich auch noch wegen Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten.

Viele Menschen sind getauft, aber trotzdem kein Mitglied der Kirche mehr. Das Finanzamt und das Einwohnermeldeamt wissen, ob er ausgetreten ist oder nicht. Macht er denn keine Steuererklärungen? Da muss es doch drin stehen. auf jeden Fall steht es auf der Lohnsteuerbescheinigung (alt: Lohnsteuerkarte)

vitareducta1312 02.10.2012, 16:54

Steuererklärungen macht er schon, die Kirchensteuer zahlt er bisher nicht, da er wie gesagt von Anfang an bei der Religionsangehörigkeit "keine" ankreuzte.

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freakymonday 02.10.2012, 16:56
@vitareducta1312

Der kann ankreuzen was er will, wenn das Finanzamt ihn als katholisch führt, dann MUSS er die Steuern bezahlen. Da sollte er lieber mal hinterfragen oder auf seinen Steuerbescheid gucken.

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Bei der Anmeldung seiner Steuerkarte musste er angeben, ob er einer Religion angehört. Sollte er dabei vorsätzlich falsche Angaben gemacht haben, um Steuern zu sparen, ist das strafbar.

Ein Getaufter ist immer Kirchenmitglied.

Nach schriftlicher Erklärung des Kirchenautritts ist er nicht mehr Teil der Gemeinde, bleibt aber getaufter Christ.

Das Amtsgericht/Standesamt nimmt Kirchenaustritte entgegen.

vitareducta1312 02.10.2012, 16:50

Danke schön!

Vorsatz war es wohl nicht. Wie gesagt, diese Fragen kamen erst bei unserem Gespräch.

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Wenn er nicht mehr der Kirche angehören will, dann kann er austreten.

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