Kirchenaustritt. Habe ich das Geld dann für mich?

4 Antworten

Merkwürdige Frage. Wenn du aus der Kirche austrittst, zahlst du selbstverständlich keine Kirchensteuer mehr, d.h. du hast dann 350 € mehr in der Tasche oder knapp 30 € im Monat oder nicht ganz einen 1 € am Tag.

Würde ich diese 350 Euro im Jahr dann zusätzlich an Nettoeinkommen haben? oder...jedenfalls über die Hälfte davon?

Da du keine Kirchensteuer mehr zahlen würdest, würden dir die 350 € abzüglich des Betrags in Höhe des individuellen Steuersatzes bleiben, bedingt durch die steuerliche Absetzbarkeit der Kirchensteuer. Beim Spitzensteuersatz von 43% wären das immer noch knapp 200 €, was dir netto bleiben würden.

Denn ich bin ein christlicher Mensch, aber glauben, hat nichts mit der Kirche zu tun, wie ich finde...

Glauben an Gott hat an sich wenig mit der Kirche zu tun, christlicher Glaube allerdings schon. Diesen gäbe es ohne Kirche nicht.

Zum Glauben als Christ gehört auch, einen Teil des Einkommens für die Armen und/oder die Aufgaben der Kirche zu geben. Es gibt viele Möglichkeiten zum Spenden. In der Regel ist das Geld allerdings bei kirchlichen Organisationen in guten Händen, da dort schon aufgrund der bereits vorhandenen und guten Infrastruktur nur sehr wenig vom gespendeten Geld --- wenn überhaupt --- für Verwaltungszwecke aufgewendet werden muss. Und besonders für Projekte im Ausland sind manchmal die Kirchen die einzigen Organisationen, wo finanzielle Hilfe in diese Länder fließt, ohne dort in den Kanälen der Korruption zu versickern. Ich finde, schon allein deswegen ist es wichtig, durch die gezahlte Kirchensteuer diese Funktionen aufrecht zu erhalten. Daher finde ich, ist die Kirchensteuer "spendentechnisch" immer gut angelegt. Und ob jemand immer daran denkt, jedes Jahr aus eigenem Antrieb Geld in Höhe der anfallenden Kirchensteuer zu spenden, kann ich mir nur schwer vorstellen. Wer so was regelmäßig tut, wird vermutlich sowieso wesentlich mehr spenden. Da spielt aber die Frage nach der Kirchensteuer ohnehin keine Rolle mehr. Jedenfalls kenne ich solche Leute.

Wenn du natürlich die paar hundert Euro im Jahr ausschließlich für dich selbst haben willst (was ich jetzt nicht glaube).......dann hätte ich schon ein paar Fragen bezüglich deiner christlichen Einstellung. Aber das wäre hier wohl der falsche Ort, das zu erörtern.

Bezahl Du man Kirchensteuer!!! Bei mir ist es bald vorbei! Sorry! Deine Argumentation ist armselig und überzeugt mich nicht. Und zu behaupten ich wäre nicht chrislich, weil ich keine Kirchensteuer zahle schlägt den Faß den Boden aus. Ich habe mind. 20 Jahre Kirchensteuer bezahlt, das langt erst mal.


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@AlleZeitderWelt

@AlleZeitderWelt

Um das erst mal klarzustellen: Du hast eine Frage gestellt und ich habe versucht, eine Antwort zu geben. Das ist alles. Aber....

Und zu behaupten ich wäre nicht chrislich, weil ich keine Kirchensteuer zahle schlägt den Faß den Boden aus.

....das habe ich nicht behauptet oder infrage gestellt. Ich vermute mal, das bezieht sich auf den letzten Abschnitt. Aber ich finde, man braucht schon viel Fantasie, um aus diesem Abschnitt herauszulesen, ich würde behaupten, du seist nicht christlich.

Ich sage ja nicht, dass man Kirchensteuer zahlen "muss", um als christlich zu gelten. Das ist natürlich Quatsch. Aber ich glaube schon, dass die Sorge für die Armen zum Christsein dazugehört. Und da hast du doch viele Möglichkeiten, das zu tun, ohne dass du Kirchensteuer zahlst. Wer absolut keine Kirchensteuer zahlen will, wird wohl oder übel aus der Kirche austreten müssen. Sowohl das Verbleiben in der Kirche wie das Austreten aus dieser hat seine Vor- und Nachteile. Das muss doch jeder für sich selbst entscheiden.

Und nun zum letzten Punkt: Wenn du meine Ausführungen nicht überzeugend und "armselig" findest, dann ist das so und auch nicht weiters schlimm. Aber es ist schlicht überflüssig, mich deshalb zu beschimpfen.

Im Übrigen, ich bin selbst nicht evangelisch. Aber meine Kirche zieht auch Kirchensteuer ein. Und ich zahle schon etwas länger wie 20 Jahre Kirchensteuer, allerdings bei weitem nicht so viel wie du. Was heißt das in der Praxis? Uns bleibt pro Person zum Leben viel weniger Geld wie dir. Soviel nur zu deiner Meldung "Bezahl Du man Kirchensteuer!!!".

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... die Aufgaben der Kirche zu geben

Je nach dem: Wenn man mit der "offiziellen" Kirche sowieso nichts mehr zu tun hat - weil man z.B. in einer anderen Glaubensgemeinschaft (z.B. Freikirche oder ähnlich) ist, sehe ich schon ein, dass man keine Kirchensteuer mehr bezahlen will.

Wenn man aber (und von solchen Leuten habe ich gehört) noch regelmäßig zu Gottesdiensten geht und auch noch kirchliche Veranstaltungen besucht, dann ist echt mies, wenn man dafür nicht auch bezahlt!

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Was du bisher gezahlt kannst du zurückerstatten

Achte aber darauf das dein Arbeitgeber die korrektur nicht vergisst Sonst zahlst du wieder.

Dieses Geld könntest du aber wieder zurück bekommen.

Und in Zukunft sagst du deinem Arbeitgeber einfach das du keine kirchensteuer zahlen brauchst.

Und machst darüber auch keine angaben.

Der glaube ist ja für dich und wieso die Kirchen geld verlangen ist mir auch noch unklar. Wenn man es freiwillig geben würde für etwas gutes dann ist ja alles ok Aber es wird ja einfach weg genommen.

Was du bisher gezahlt kannst du zurückerstatten.

Verstehe ich nicht. Die Kirchensteuer, die er vor dem Austritt gezahlt hat, bekommt er auf keinen Fall zurück.

Und in Zukunft sagst du deinem Arbeitgeber einfach das du keine kirchensteuer zahlen brauchst.

Ohne einen formellen Kirchenaustritt wird das wohl nichts. Arbeitgeber bekommen derartige Informationen übrigens durch eine ELSTAM-Abfrage, da es keine Lohnsteuerkarte mehr gibt, auf denen früher die Kirchenzugehörigkeit vermerk war.

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@PatrickLassan

Ja hab mich verschrieben im ersten satz

du hast recht was vor dem austritt ist bekommt er nicht wieder.

Arbeitgeber informieren sich nicht über sowas die haben da ganz andere interessen die erfahrung habe selbst gemacht.

Du bist nicht verpflichtet angaben darüber zu machen. Und ein austritt ist sowieso das beste.

Es ist ja nur ein austritt aus der kirche und nicht von der religion.

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@Jantano2014

Arbeitgeber informieren sich nicht über sowas die haben da ganz andere interessen die erfahrung habe selbst gemacht.

Keine Ahnung, welche Erfahrungen du gemacht hast, aber Arbeitgeber sind verpflichtet, Lohnsteuer, Kirchensteuer sowie Solidaritätszuschlag für ihre Arbeitnehmer abzuführen, und die dafür erforderlichen Informationen gibt es seit einiger Zeit über ELSTAM (und früher durch die Lohnsteuerkarten).

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Auszug aus dem Sozialplan:

Die Brutto-Grundabfindung berechnet sich nach folgender Formel

0,5 * Betriebszugehörigkeit * monatliches Brutto-Einkommen.

Maßgeblich für die Berechnung der Betriebszugehörigkeit sind grundsätzlich die Zeiten des Bestehens des Arbeitsverhältnisses (gemäß des technisch errechneten Eintrittsdatums, berechnet bis zum jeweiligen rechtlichen Ende des Arbeitsverhältnisses). Die Berechnung erfolgt monatsgenau.

Als monatliches Brutto-Einkommen im Sinne dieser Vereinbarung gilt die zum jeweiligen Stichtag vom Arbeitnehmer bezogene Vergütung (als durchschnittliche monatliche Vergütung, berechnet auf der Grundlage der letzten zwölf vollen Kalendermonate vor dem jewei­ligen rechtlichen Ende des Arbeitsverhältnisses).

Bei dieser Ermittlung sind zu berücksichtigen: Variable Vergütungen gleich welcher Art, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Zuschläge für Sonn-, Feiertags-, Nacht- und Mehrarbeit, Leistungs- und Erschwerniszulagen, dividendenabhängige Sonderzahlung, vermögens­ wirksame Leistungen, Firmenwagenzuschüsse oder geldwerte Vorteile aus der Nutzung von Dienstwagen, sowie etwaig sonstige Sonderzahlungen oder Gratifikationen. Unberück­ sichtigt bleiben Fahrtkostenzuschüsse, sonstige Zulagen und Zuschüsse, Reisekosten, sonstige Auslagenerstattungen.

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