Kirche ausgetreten - sofortige Kündigung durch Arbeitnehmer?

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4 Antworten

Gerade die kirchlichen Arbeitgeber sind die härtesten überhaupt, und in der Regel werfen sie diejenigen, die aus der Kirche austreten (aber immer noch an Gott glauben) gnadenlos hinaus.

Ich sehe es ähnlich wie Du, dass man im Umkehrschluss auch die Möglichkeit ausnutzen sollte, das Arbeitsverhältnis vorzeitig zu beenden.

Ich rate daher zu Folgendem: Tritt aus der Kirche aus, und schreibe eine Kündigung zum Tag -1, d.h. zum Beispiel: Beginn der neuen Tätigkeit 01.03.2016, Austritt 29.02.2016.

"Hiermit kündige ich das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis zum 29.02.2016, da ich am xx.xx.2016 aus der Kirche ausgetreten bin.

Mit freundlichen Grüßen

Ort, Datum, Unterschrift"

Dann ist der Arbeitgeber am Zug. Er könnte Dich zwar verklagen, aber ob er das tun wird, ist überhaupt nicht sicher. Ich würde das Risiko eingehen. Mut zur Lücke!

Im Übrigen müsste der AG erst einmal beweisen, dass der durch Deinen vorzeitigen Weggang einen Schaden erlitten hat - er hätte sich für diese Zeit schließlich ja einen Leiharbeitnehmer bestellen können.

Noch einmal: Von diesem Arbeitgeber würde ich mir meine berufliche Zukunft nicht verbauen lassen.

Und: Wenn Du Dein Zeugnis dann hier einstellst, helfen wir Dir.

Viel Erfolg!

Gruß @Nightstick

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Kommentar von Light16
02.02.2016, 16:44

Das alles ist eine super Idee! Danke für deine ausführliche Antwort. Richtig - denke auch es ist eine Lücke im System die ich zur Not nutzen kann.
Noch versuche ich den Weg übereinzukommen - aber wenn der scheitert versuche ich das einfach mal.
Könnt spannend werden ;)

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dann MÜSSEN sie mich ja kündigen

Nein, das müssen sie eben nicht.

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Kommentar von Light16
02.02.2016, 14:02

Warum nicht? 

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Bei bestimmten Tätigkeiten ist die Kirche nach Rechtsprechung unter Umständen berechtigt, im Falle eines "Kirchenaustritts" das Arbeitsverhältnis zu kündigen. Automatisch erfolgt das aber nicht. Und wenn du da gebraucht wirst, erst recht nicht.

Aber es gibt ja auch noch andere Möglichkeiten, einen Rausschmiss zu provozieren. Zum Beispiel unentschuldigt der Arbeit fernbleiben, vielleicht sogar mit Ankündigung.

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Kommentar von Light16
02.02.2016, 14:07

:D auch eine Idee. Ja leider sehr schade, dass ich mir über sowas Gedanken machen muss und mir die Möglichkeit auf einen Auflösungsvertrag verwehrt wird....

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Kommentar von Light16
02.02.2016, 14:11

Ja aber wenn man sich über fast zehn Jahre den hintern  für eine Einrichtung aufreißt - und sie einem dann eine neue berufliche Zukunft  verwehren -
Das auch nicht fair

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Nach deinem "Plan" wirst du ein Arbeitszeugnis bekommen,

das vor lauter Freundlichkeiten wie

"einfallsreich, gesellig, einfühlsam, interessiert. bemüht, pünktlich, ..."

nur so wimmelt ... 

... also eine SUPER-SECHS durch die Blume darstellt....

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