Kinowelt24.com?

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4 Antworten

So, mir sind die Hintergründe deiner Frage jetzt klargeworden und du kommst aus der Abofalle raus - ich bin zwar kein Jurist, aber für mich ist das ein klarer Fall von schwebender Ungültigkeit von mit Minderjährigen abgeschlossenen Verträgen. 

Danach wäre der Vertrag ohne die Genehmigung der Eltern schwebend unwirksam. Falls du uns nichts Weiteres verschweigst, würde ich aus diesem Grund Folgendes vorschlagen: 

Lege deinen Eltern die gesamte Situation dar und lass sie dann eine Mail an Kinowelt24.com schicken, welche die Unrechtmäßigkeit der Forderung beschreibt. Hier eine mögliche Vorlage (die vermutlich sogar sehr gut passt):



Ihre unberechtigte Forderung

Rechnungs-Nr./ Kunden-Nr.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Schreiben vom …………………….. machen Sie einen Betrag in Höhe von ………… Euro für die angebliche Inanspruchnahme einer Internet-Serviceleistung gegen meinen Sohn/meine Tochter geltend.

Ich weise darauf hin, dass mein Kind, welches die Anmeldung auf Ihrer Internetseite durchgeführt haben soll, minderjährig ist. In einen entsprechenden Vertragsabschluss habe ich weder zuvor eingewilligt noch werde ich diesen nachträglich genehmigen. Da auch der so genannte Taschengeldparagraph (§ 110 BGB) hier keine Anwendung findet, ist der angebliche Vertragsschluss schlichtweg unwirksam.

Darüber hinaus bestreite ich, dass der Abschluss eines kostenpflichtigen Vertrages überhaupt hinreichend erkennbar war. Insofern sei auf Ihre Beweislast dahingehend hingewiesen, dass die Gestaltung der Internetseite den Voraussetzungen für wirksame Vertragsschlüsse im elektronischen Geschäftsverkehr gemäß § 312g Abs. 2 und 3 BGB entsprach, insbesondere, dass die Bestellschaltfläche eindeutig beschriftet war. Ich gehe davon aus, dass ein Vertrag auch gemäß § 312g Abs. 4 BGB nicht zustande gekommen ist.

Hilfsweise erkläre ich den Widerruf des angeblich abgeschlossenen Vertrags nach den Vorschriften für Fernabsatzgeschäfte und die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung. Höchst vorsorglich erkläre ich die Anfechtung wegen eines Irrtums über den Inhalt der abgegebenen Willenserklärungen sowie die Kündigung des Vertrags.

Da es sich nunmehr um eine bestrittene Forderung handelt, weise ich ausdrücklich auf die Unzulässigkeit einer Übermittlung von Daten an Auskunfteien gem. § 28a Abs. 1 Nr. 4d Bundesdatenschutzgesetz hin. Bei Zuwiderhandlungen behalte ich mir alle in Betracht kommenden rechtlichen Schritte gegen Sie vor.

Eine Zahlung werde ich nicht vornehmen.

Mit freundlichen Grüßen

(Unterschrift)

Name


LG

Treetop

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Nik2404 12.07.2017, 15:17

Ok, vielen Dank.

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Ohne den genauen Hintergrund zu kennen (hast du irgendetwas mit dieser Seite zu tun gehabt?), ist dies mit großer Sicherheit als Betrugsversuch einzustufen. Nicht reagieren, Mail evtl. aber zur Sicherheit aufheben.

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dresanne 12.07.2017, 14:58

Frage war schon. Er hat verpasst, das Probeabo zu kündigen.

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Auch wenn Du extra für die erneute Frage einen neuen Account eröffnest, was völlig sinnlos ist, ja - Du musst zahlen.

Du hast doch auch bei der Anmeldung gewusst, dass Du nicht volljährig bist. Und das soll nun als Schutz dienen? Nein, da wird nichts draus.

Wenn Du das kostenlose Probeabo nicht gekündigt hast, ist das Deine Schuld.

Willst Du erst warten, bis ein Inkasso-Dienst eingeschaltet wird? Dann wird es viel teurer.

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Nik2404 12.07.2017, 15:09

Als ich mich da vor 5 tagen angemeldet habe stand da nirgendwo das es eine 5-tägige Frist gibt und man danach so viel zahlen müsste.

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dresanne 12.07.2017, 15:14
@Nik2404

Ehe man sich irgendwo anmeldet, liest man alles, auch die Nutzungsbedingungen:

5. Bezahlung

Die Registrierung beginnt mit einer kostenfreien Testphase mit einer
Dauer von 5 Tagen. Wenn Sie Ihr Abonnement innerhalb dieser Frist
abbestellen, wird Ihr Account aus unserer Datenbank vollständig
gelöscht. Wenn Sie Ihr Abonnement während der kostenfreien Testphase
nicht abbestellen, wird Ihr Account automatisch auf einen
Premium-Account mit einer Laufzeit von einem Jahr umgestellt.

http://kinowelt24.com/nutzungsbedingungen.html

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Jewi14 12.07.2017, 15:22

Wie gut, dass das BGB und ich den Fall aber ganz anders sehen!

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dresanne 12.07.2017, 15:25
@Jewi14

Ich weiß selber,  dass auf jeder Seite sichtbar stehen muss, dass sie zahlungspflichtig ist. Aber das kommt davon, wenn sich Minderjährige blind irgendwo anmelden. Du und das BGB - ist gut. Wo das BGB verfasst wurde, war Internet noch science fiction.

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Ignorieren, weil das eine Abofalle ist. Suche mal hier auf gutefrage nach meinekinowelt.com

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